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Tausend und Eine Nacht. Elfter Band

Unbekannte Autoren: Tausend und Eine Nacht. Elfter Band - Kapitel 12
Quellenangabe
authorUnbekannte Verfasser
titleTausend und Eine Nacht. Elfter Band
publisherF. W. Hendel Verlag
year1926
editorKarl Martin Schiller
translatorMax. Habicht Fr. H. von der Hagen und Carl Schall
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20180123
projectid1a8085b2
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Geschichte des Jägers.

»Ein Jäger verfolgte einst Wild in einer gebirgigen Gegend. Da stieß er plötzlich auf eine Höhle, in die er sofort eintrat. Zu seinem Erstaunen erblickte er in derselben eine Grube, die voll Honig war. Er eilte, seinen Schlauch damit zu füllen, und brachte ihn in die Stadt, um ihn zu verkaufen. Sein Jagdhund, der ihm sehr wert war, war mit ihm. Er trat zu einem Krämer ein und bot ihm den Honig an. Als sie über den Preis verhandelten, öffnete jener den Schlauch, um den Honig zu kosten. Da fielen einige Tropfen auf die Erde, auf welche sich sogleich Fliegen setzten, welche die Katze des Krämers eiligst wegzufangen suchte. In demselben Augenblicke stürzte sich der Hund des Jägers aus die Katze und erbiß sie. Darüber ergrimmt, ergriff der Krämer einen Stock und schlug den Hund tot. Der Jäger, dem sein Hund teurer als alles war, warf sich aus den Krämer; dieser verteidigte sich, und so entstand zwischen beiden ein Streit, der sich sehr in die Länge zog. Die Freunde des Jägers, der von einem Dorfe nahe bei der Stadt her war, benachrichtigten die Dorfbewohner davon, und der Krämer, der ebenfalls aus einem Dorfe nahe bei der Stadt her war, ließ desgleichen die Freunde in seinem Dorfe davon benachrichtigen. Die Bewohner beider Dörfer eilten ihren Freunden zu Hilfe, und so entstand ein mörderisches Gefecht, welches mit dem Tode vieler Leute endigte: und das alles wegen eines Tropfen Honigs. Daher beeile dich nicht, deinen Sohn zu töten; es könnte dich sonst zu spät reuen. Auch kann ich dir noch ein andres Beispiel von der List der Frauen erzählen.

 

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