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Tausend und eine Nacht. Band X

Max Henning: Tausend und eine Nacht. Band X - Kapitel 32
Quellenangabe
typenarrative
authorUnbekannte Autoren
titleTausend und eine Nacht. Band X
publisherVerlag von Philipp Reclam jun.
yearo.J.
firstpub1895
translatorMax Henning
correctorJosef Muehlgassner
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20150411
modified20180223
projectidbbb389ae
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Die beiden Tauben

Ein Taubenpaar speicherte einst zur Winterszeit in seinem Nest Weizen und Gerste auf; als aber der Sommer kam, schrumpfte das Korn zusammen und nahm ab. Da sagte der Tauber zur Taube: »Du hast vom Korn gefressen;« die Taube beteuerte dagegen: »Nein, bei Gott, ich habe nichts von ihm gefressen.« Er glaubte jedoch nicht ihren Worten, sondern schlug sie mit den Schwingen und pickte sie mit dem Schnabel, bis sie tot war. Als nun die kalte Jahreszeit wiederkehrte, wurde das Korn auch wieder so wie zuvor, so daß der Tauber erkannte, daß er sein Weibchen ungerechter- und gewaltthätigerweise getötet hatte und von Reue erfaßt wurde, wo es zu spät war. Jammernd und vor Kummer weinend, legte er sich neben sie und aß und trank nicht mehr, bis er krank wurde und starb.

Ferner kam mir noch eine Geschichte von der Arglist der Männer gegen die Frauen zu Ohren, die wunderbarer als alle andern Geschichten ist.« Da sagte der König zu ihr: »Her mit dem, was du zu sagen hast!« Und das Mädchen erzählte:

 

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