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Tausend und eine Nacht. Band X

Max Henning: Tausend und eine Nacht. Band X - Kapitel 20
Quellenangabe
typenarrative
authorUnbekannte Autoren
titleTausend und eine Nacht. Band X
publisherVerlag von Philipp Reclam jun.
yearo.J.
firstpub1895
translatorMax Henning
correctorJosef Muehlgassner
secondcorrectorgerd.bouillon@t-online.de
senderwww.gaga.net
created20150411
modified20180223
projectidbbb389ae
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Die Geschichte vom Honigtropfen

»Ein Jägersmann, welcher in der Steppe das Wild zu jagen pflegte, betrat eines Tages eine Höhle im Gebirge und fand in ihr ein Loch voll Bienenhonig. Da füllte er etwas Honig in einen Schlauch, den er bei sich hatte, und trug ihn auf seinen Schultern, gefolgt von seinem Jagdhund, der ihm sehr lieb war, in die Stadt, wo er vor dem Laden eines Ölhändlers Halt machte und ihm den Honig zum Verkaufe anbot. Der Ladeninhaber kaufte den Honig und öffnete den Schlauch, um den Honig herauszuholen und zu besehen, wobei ein Tropfen aus dem Schlauch zu Boden tropfte. Da schoß ein Vogel auf den Tropfen nieder, nach welchem des Ölhändlers Katze sprang, während der Jagdhund sich auf die Katze stürzte und sie totbiß. Da sprang der Ölhändler auf den Hund los und schlug ihn tot, worauf der Jäger wiederum auf den Ölhändler sprang und ihn totschlug. Da nun aber der Jäger und der Obsthändler beide aus verschiedenen Dörfern herstammten, griffen die Bewohner der beiden Dörfer, sobald sie hiervon Kunde erhielten, zu Wehr und Waffen und erhoben sich erzürnt widereinander; die beiden Schlachtreihen trafen sich, und das Schwert kreiste so lange unter ihnen, bis viel Volks von ihnen gefallen war, dessen Anzahl Gott, der Erhabene, allein kennt.

Unter andern Beispielen von der Arglist der Weiber kam mir, o König, aber auch folgende Geschichte zu Ohren:

 

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