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Tausend und eine Nacht. Band VIII

Max Henning: Tausend und eine Nacht. Band VIII - Kapitel 21
Quellenangabe
typenarrative
authorUnbekannte Autoren
titleTausend und eine Nacht. Band VIII
publisherVerlag von Philipp Reclam jun.
yearo.J.
firstpub1895
translatorMax Henning
pages194
created20180131
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Etwas von der Weiberlist.

Ferner erzählt man, daß eine Frau einst ihren Mann auf folgende Weise hinterging: Eines Freitags brachte ein Mann seiner Frau einen Fisch und befahl ihr denselben zu kochen und gleich nach dem Freitagsgebet aufzutragen, worauf er seinen Geschäften nachging. Bald hernach kam ihr Freund zu ihr und lud sie zu einer Hochzeit in seinem Hause ein. Sie nahm die Einladung an und ging mit ihm fort, nachdem sie den Fisch in einen Krug gelegt hatte, blieb aber eine ganze Woche bis zum nächsten Freitag fort, während ihr Mann sie in allen Häusern suchte und nach ihr fragte, ohne daß ihm jemand von ihr Nachricht geben konnte. Als sie dann am nächsten Freitag wieder heimkehrte, holte sie den Fisch noch lebend hervor und brachte die Leute zusammen, während er ihnen den Fall vortrug.

Dreihundertundvierundneunzigste Nacht.

Die Leute hielten ihn jedoch beim Anblick des lebenden Fisches für einen Lügner und sagten: »Der Fisch konnte unmöglich so lange am Leben bleiben.« Überdies erklärten sie ihn für verrückt, sperrten ihn ein und verspotteten ihn, während er über die List der Weiber weinte. 57

 

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