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Tao Te King

Laotse: Tao Te King - Kapitel 32
Quellenangabe
typetractate
authorLaotse
titleTao Te King
publisherHeinrich Hugendubel Verlag
year2007
isbn978-3-7205-3003-3
translatorRichard Wilhelm
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20131015
projectidd86e3e8f
wgs
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29

Die Welt erobern und behandeln wollen,
ich habe erlebt, daß das mißlingt.
Die Welt ist ein geistiges Ding,
das man nicht behandeln darf.
Wer sie behandelt, verdirbt sie,
wer sie festhalten will, verliert sie.
Die Dinge gehen bald voran, bald folgen sie,
bald hauchen sie warm, bald blasen sie kalt,
bald sind sie stark, bald sind sie dünn,
bald schwimmen sie oben, bald stürzen sie.
Darum meidet der Berufene
das Zusehr, das Zuviel, das Zugroß.

Die »Welt«, wörtlich »das unter dem Himmel«, soviel wie der römische orbis terrarum, ebenfalls auch gleich »Reich«. »Geistiges Ding« (Sehen Ki), ein alter Ausdruck, wörtlich »geistiges bzw. göttliches Gerät«. Der Ausdruck stammt wohl ursprünglich von den sagenhaften neun Opfergefäßen, die, von dem großen Yü verfertigt, als Symbol der Herrschaft über die damaligen neun Provinzen sich von Generation zu Generation vererbten. Hier in übertragenem Sinn von dem Reich gebraucht mit der Bedeutung, daß es ein geistiger Organismus sei, dem nicht mit mechanischem Machen beizukommen ist.

Auch hier wieder Reimsprüche, deren Inhalt merkwürdig mit dem Kophtischen Lied, Nr. II, von Goethe übereinstimmt, wenn auch die gezogene Nutzanwendung hier und dort diametral entgegengesetzt ist.

 

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