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Tao Te King

Richard Wilhelm: Tao Te King - Kapitel 40
Quellenangabe
typepoem
titleTao Te King
authorLaotse
translatorRichard Wilhelm
publisherDiederichs
year1919
copyrightAchim Wagenknecht
senderaw@achimwagenknecht.de
correctorhille@abc.de
created20010113
firstpub1911
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39

Die einst das Eine erlangten:
Der Himmel erlangte das Eine und wurde rein.
Die Erde erlangte das Eine und wurde fest.
Die Götter erlangten das Eine und wurden mächtig.
Das Tal erlangte das Eine und erfüllte sich.
Alle Dinge erlangten das Eine und entstanden.
Könige und Fürsten erlangten das Eine
und wurden das Vorbild der Welt.
Das alles ist durch das Eine bewirkt.
Wäre der Himmel nicht rein dadurch, so müßte er bersten.
Wäre die Erde nicht fest dadurch, so müßte sie wanken.
Wären die Götter nicht mächtig dadurch, so müßten sie erstarren.
Wäre das Tal nicht erfüllt dadurch, so müßte es sich erschöpfen.
Wären alle Dinge nicht erstanden dadurch, so müßten sie erlöschen.
Wären die Könige und Fürsten nicht erhaben dadurch, so müßten sie stürzen.
Darum: Das Edle hat das Geringe zur Wurzel.
Das Hohe hat das Niedrige zur Grundlage.
Also auch die Fürsten und Könige:
Sie nennen sich: »Einsam«, »Verwaist«, »Wenigkeit«.
Dadurch bezeichnen sie das Geringe als ihre Wurzel.
Oder ist es nicht so?
Denn: Ohne die einzelnen Bestandteile eines Wagens
gibt es keinen Wagen.
Wünsche nicht das glänzende Gleißen des Juwels,
sondern die rohe Rauheit des Steins.

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