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Tagebücher 1910?1923

Franz Kafka: Tagebücher 1910?1923 - Kapitel 15
Quellenangabe
typediary
authorFranz Kafka
titleTagebücher 1910?1923
publisherFischer Taschenbuch Verlag
editorMax Brod
year1976
isbn3436023515
correctorjohannschneller
senderwww.gaga.net
created20090610
projectid940997c8
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1923

12. Juni. Die schrecklichen letzten Zeiten, unaufzählbar, fast ununterbrochen. Spaziergänge, Nächte, Tage, für alles unfähig, außer für Schmerzen.

Und doch. Kein »und doch«, so ängstlich und gespannt du mich ansiehst, Krizanowskaja auf der Ansichtskarte vor mir.

Immer ängstlicher im Niederschreiben. Es ist begreiflich. Jedes Wort, gewendet in der Hand der Geister – dieser Schwung der Hand ist ihre charakteristische Bewegung –, wird zum Spieß, gekehrt gegen den Sprecher. Eine Bemerkung wie diese ganz besonders. Und so ins Unendliche. Der Trost wäre nur: es geschieht, ob du willst oder nicht. Und was du willst, hilft nur unmerklich wenig. Mehr als Trost ist: Auch du hast Waffen.

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