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Stadt und Gebirg

José Maria Eça de Queiroz: Stadt und Gebirg - Kapitel 15
Quellenangabe
typefiction
authorJosé Maria Eça de Queiroz
titleStadt und Gebirg
publisherDeutsche Verlags-Anstalt
year1903
firstpub1903
translatorLuise Ey
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20060901
projectidbdd58cdf
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XIV

Andern Tages, nach dem Frühstück, stieg ich mit Jacintho zu Pferde, um nach Flor da Malva zu reiten und mich nach meinem Oheim Adrian und seinem Blutgeschwür zu erkundigen. Ich fühlte eine gespannte und fast unruhige Neugier, festzustellen, welchen Eindruck meine Cousine Joanninha, die der Stolz unsres Hauses war, auf meinen Prinzen machen würde.

Schon am frühen Morgen, als wir alle im Garten beteiligt waren, um eine schöne Teerose für unsres Gastes Knopfloch zu wählen, hatte Tante Vicencia so warme Loblieder angestimmt auf die Schönheit, die Anmut, die Mildtätigkeit und die Sanftmut ihrer vielgeliebten Nichte, daß ich Einspruch erhob:

»O, Tante Vicencia, solche Preislieder kommen höchstens der heiligen Jungfrau zu! Du verfällst in Götzendienern! Nachher wird Jacintho gräßlich enttäuscht, wenn er nur ein armes Menschenkind antrifft!«

Und nun, wo wir auf der bequemen Landstraße von Sandofim dahinritten, kam mir der Morgen in Paris ins Gedächtnis, wo Jacintho ihr Bild auf meiner Kommode gefunden und sie eine kleine Bäuerin genannt hatte. Aber die Photographie stammte aus ihrer Zeit ländlichen Wachstums, wo sie kaum etwas andres gewesen war als eine schöne, kräftige und gesunde Bergpflanze. Jetzt stand sie im fünfundzwanzigsten Lebensjahr und dachte und fühlte schon, und die Seele, die sich in ihr gebildet, hatte ihre vollwangige Pracht verfeinert, geglättet und durchgeistigt.

Nach dem nächtlichen Gewitterregen, der die Landschaft in verjüngtem, feuchten Glänze schimmern ließ, bot der Morgen mit seinem reinen Himmel eine so frische, glänzende Süße, daß es wohltat, wie weiland Euripides oder Sophokles gesagt hat, den Körper zu bewegen und die Seele faulenzen zu lassen, ohne Hast noch Sorgen.

Die Landstraße bot keinen Schatten, aber die Sonne war nicht lästig und streifte uns liebkosend wie leichter Flügelschlag. Das Tal erschien Jacintho, der es zum erstenmal sah, wie ein Gemälde aus der französischen Schule des achtzehnten Jahrhunderts, so anmutig wellten sich darin die grünen Matten, mit – 276 –

solchem Frieden, solcher Frische durchströmte es der lachende Serpon, und so zufrieden und verheißungsvoll schimmelten die weißen Häuser aus dem zarten Grün hervor! Unsre Gäule gingen nachdenklichen Schritts, als genössen sie auch den Frieden dieses Gottesmorgens. Und ich weiß nicht und habe nie gewußt, welche verborgenen Waldblumen die Luft mit zartem Duft erfüllten, wie ich ihn so oftmals auf jenem Wege zu herbstlicher Jahreszeit gespürt habe.

»Welch köstlicher Tag!« sagte Jacintho leise. »Es ist, als ritten wir statt nach Flor da Malva geradenwegs in den Himmel hinein... O, Zé Fernandes, woher kommt dieser zarte, süße Duft?«

Ich lächelte und hatte so meine Gedanken:

»Ich weiß nicht... Vielleicht schon aus dem Himmel!«

Dann hielt ich das Pferd an und wies mit der Gerte nach dem Tal:

»Sieh dort, wo die Reihe Ulmen steht, am Bergbach, das ist schon Besitz des Oheims Adrian. Einen Obstgarten hat er dort, in dem die köstlichsten Pfirsiche von ganz Portugal wachsen. Ich werde Cousine Joanninha bitten, dir einen Korb voll zu schicken. Und die Konfitüre, die sie daraus macht... Junge! Das ist einfach was Himmlisches! Ich sag' ihr, daß sie dir davon auch was schicken soll!«

Er lachte:

»Du wirst die Cousine Joanninha schön ausbeuten!«

Und mir fielen, ich weiß nicht wie, zwei Verse einer Ritterballade ein, die mein armer Freund Procopio in Coimbra verfaßt hatte und die ich jetzt meinem Prinzen zuwarf:

Manda-lhe um servo querido
»Bem hajas, dona formosa!
E que lhe entregue um annel
E com o annel uma rosa.«

(«Schick' einen von deinen Getreuen:
›Zum Gruß dir, der Schönen, der Süßen,
Send' ich dir ein goldenes Ringlein
Und leg' dir mein Herze zu Füssen!‹«)

Jacintho lachte herzlich:

»Zé Fernandes, das wäre doch übertriebene Freigebigkeit, nur wegen eines halben Dutzends Pfirsiche und eines Steintopfs voll Eingemachtes!«

So lachten wir noch, als an der Wegbiegung die lange Mauer der Quinta der Vellosos erschien und dann die kleine Kapelle vom heiligen Josef von Sandofim. Und sofort spornte ich meinen Gaul zu schnellerem Ausgreifen an, nach der Schenke des Torto, von wegen des gewissen Weißweins, den mein Herz allemal fordert, wenn es dieses Weges zieht.

Mein Prinz äußerte sich sehr mißfällig über diese Verirrung:

»O, Zé Fernandes, du wirst doch jetzt, zu dieser Stunde, nach dem Frühstück, keinen Weißwein trinken?«

»Alte Gewohnheit, mein Junge... Diese kleine Weinschenke vom Torto ... So ein Deziliterchen ... mein armes Herz krankt danach.«

Wir hielten; ich rief nach Manuel, der, seinen Riesenwanst auf zwei kurzen, krummen Beinen wälzend, mit der grünen weitbauchigen Kanne und einem Glase erschien.

»Zwei Gläser, Freund Torto! Dieser Herr wird auch einen Trunk schätzen.«

Nach einem blassen Widerspruch wollte mein Prinz auch. Er betrachtete den klaren, lichtgoldenen Wein gegen die Sonne, kostete und leerte das Glas mit Wonne und einem anerkennenden Schnalzen.

»Köstlicher Wein!... Von diesem Wein will ich in Tormes haben... Vorzüglich!«

»Ha! Frisch, leicht, aromatisch, anregend, ganz – 278 –

Seele! ... Schenk noch mal ein, Freund Torto! Dieser Kavalier ist der Senhor Dom Jacintho, der Fidalgo von Tormes.«

Da erscholl hinter der Tür der Schenke eine tiefe Stimme, die mit hohlem, feierlichem Ton rief:

»Segen über den Vater der Armen!«

Und ein seltsamer Greis mit langem weißen Haar und Bart, die fast nichts übrig ließen von dem ziegelfarbenen Gesicht, tauchte im Türrahmen auf, auf einen Knotenstock gestützt, mit einer Botanisiertrommel über der Achsel, und heftete auf Jacintho zwei Aeuglein, die in schwarzem Glänze blitzten. Das war der Ohm Torrado, der Prophet der Serra... Ich streckte ihm die Hand hin, die er drückte, ohne die Augen von Jacintho abzuwenden. Ich ließ ein drittes Glas kommen und stellte Jacintho vor, der verlegen errötete.

»Da habt Ihr ihn also, den Herrn von Tormes, der den Armen so viel Gutes getan hat.«

Der Alte reckte heftig den Arm nach ihm, der zottig und fast schwarz aus einem viel zu kurzen Aermel hervorragte:

»Die Hand!«

Und als Jacintho sie ihm reichte, nachdem er hastig den Handschuh abgerissen, behielt sie Joan Torrado lange in der seinen, schüttelte sie langsam und bedächtig und murmelte:

»Königliche Hand, Gebehand, Hand, die von oben kommt, selten gewordene Hand!«

Dann nahm er das Glas aus der Hand Tortos, trank mit langsamen Zügen, wischte sich den Bart, schob den Riemen zurecht, an dem die Botanisiertrommel hing, und stampfte mit der Spitze des Stockes auf den Boden:

»Gelobt sei unser Herr Jesus Christus, der mich dieses Wegs geführt hat! Ich habe meinen Tag – 279 –

nicht verloren: ich habe einen Menschen gesehen!«

Ich neigte mich zu ihm nieder und sagte vertraulicher:

»Aber hört, Ohm Joan! Ist es wahr, daß Ihr hier verbreitet, der König Sebastian wäre wiedergekommen?«

Der romantische Alte stützte beide Hände auf den Stock und das Kinn mit dem flatternden Bart auf die Hände und flüsterte, ohne uns anzusehen, wie von seinen eignen Gedanken getrieben:

»Vielleicht ist er wiedergekommen, vielleicht nicht ... Wir wissen nicht, wer kommt, noch wer geht. Wir sehen den Leib, aber wir sehen nicht die Seele darin. Es gibt Körper von jetzt mit Seelen von einst. Der Leib ist Kleid, die Seele ist Wesen... Auf dem Markt von Roqueirinha, wer kann sagen, auf wie viele einstige Könige man stößt, wenn man unter den Hirten einhergeht... In schlechtem Leib verbarg sich einst der Herr.«

Er schloß in einem Gemurmel. Ich warf Jacintho einen Blick zu, und um die sonderbaren, romantischen Weisen des Sehers länger zu genießen, drang ich in ihn:

»Indes, Ohm Joan, denkt Ihr wirklich in Eurem Gewissen, daß der König Sebastian nicht in der Schlacht gefallen ist?«

Der Greis hob das Gesicht zu mir, das sich in leichtem Mißtrauen gerunzelt hatte:

»Das sind sehr alte Geschichten und passen nicht hierher, an die Tür der Weinschenke. Der Wein war gut und Euer Gnaden haben Eile, lieber junger Herr! Die Blume von Flor da Malva hat ihr Väterchen krank liegen... Aber das Uebel ist schon im Abzug mit der Rückengeschwulst. Es erfreut das Herz, einen zu sehen, der den Traurigen Freude – 280 –

bringt. Ueber Tormes steht ein heller Stern. Und nun trab! trab! denn der Tag ist schön!«

Mit einer Gebärde der mageren Hand entließ er uns. Und schon ritten wir am Kreuzweg, als sein warmer Zuruf mit dumpfer Feierlichkeit aufs neue herüberscholl:

»Gottes Segen dem Vater der Armen!«

Aufrecht inmitten der Straße erhob er den Bergstock, als dirigiere er eine beifalljauchzende Menge. Und Jacintho staunte, daß es im Reiche noch einen Sebastianisten gäbe.

»Wir alle sind es noch in Portugal, Jacintho! In der Serra oder in der Stadt, ein jeder wartet auf seinen Dom Sebastian! Selbst die Lotterie der ›Misericordia‹ ist eine Form des Sebastianismus. Ich selbst spähe jeden Morgen aus, auch wenn es nicht nebelig ist, ob meiner nicht ankommt. Oder vielmehr meine, denn ich harre einer Donna Sebastiana... Und du, Glückspilz?«

»Ich«? Eine Donna Sebastian«? Ich bin sehr alt, Zé Fernandes ... Ich bin der letzte Jacintho; Jacintho Schlußpunkt... Was ist das da für ein Haus mit den zwei kurzen Türmen?«

»Die Flor da Malva.«

Jacintho zog die Uhr.

»Drei Uhr. Wir haben anderthalb Stunden gebraucht... War aber eine schöne Partie und lehrreich. Hübscher Ort dies!«

Auf einer Anhöhe, von der Landstraße durch einen von der Mauer eingefaßten Hain getrennt, wandte die Flor da Malva nach Osten und der aufgehenden Sonne ihre lange Fassade zu, mit den viereckigen, gedrungenen Türmen, deren Balkonfenster mit blauen Fliesen umrahmt waren. Das große, eiserne, von zwei Steinbänken flankierte Portal lag am Ende der freien Terrasse, wo ein riesiger Kastanienbaum Grün und Schatten verbreitete. Auf den starken, entfleischten Wurzeln des Baumriesen kauerte wartend ein Junge, der einen Esel am Halfter hielt.

»Ist der Manuel da Porta da?«

»Eben ist er die Allee hinaufgegangen.«

»Gut; stoß mal das Tor auf.«

Wir ritten durch eine kurze Allee alter Bäume bis zu einer andern Terrasse mit einem Schuppen, einem Gesindehause und einer Hundehütte, von wo uns mit Kettengeklirr der Hofhund Triton entgegensprang, der sich gleich beruhigte, als er seinen alten Freund Zé Fernandes wiedererkannte. Und der Manuel da Porta lief vom Brunnen herzu, wo er einen großen Eimer füllte, um uns die Pferde zu halten.

»Wie geht's dem Oheim Adrian?«

Der brave, aber taube Manuel lächelte erfreut:

»Wie geht's Euer Gnaden? Gut? Die Senhora Joanninha ist dort im Orangengarten mit dem Kleinen von der Josepha.«

Wir schritten durch die sauberen Kieswege, die mit Lavendel und hohem Buchsbaum eingefaßt waren, während ich Jacintho erzählte, daß jener Kleine der Josepha ein Patenkind meiner Base Joanna sei, und jetzt ihr ganzes Entzücken und ihre ganze Sorge.

»Mein gutes Bäschen hat, trotzdem sie ledig ist, eine ganze Kinderschar in der Gemeinde. Und es genügt ihr nicht, sie mit Kleidung zu versehen, sie zu beschenken und den Müttern beizustehen. Sie wäscht und kämmt sie auch und pflegt sie, wenn sie Husten haben. Nie treffe ich sie ohne ein Kind auf dem Arme... Jetzt hat sie nun eine Vorliebe für diesen Josésinho.«

Als wir aber in den Orangengarten kamen, am – 282 – Rande des breiten Weges, der zum Teich führte, suchte ich sie vergebens; vergebens durchdrang ich das Dickicht und schrie:

»Holla, Base Joanninha!«

»Vielleicht ist sie dort unten beim Teich.«

Wir stiegen den Gartensteig hinab, den dichtverschränktes Gezweig überwölbte. Ein frisches, klares Gewässer rieselte und glitzerte in steinernen Rieselröhren. Die Baumstämme umrankten wilde Rosen in völliger Sommerfrische. Und das kleine, von hier sichtbare Feld leuchtete freundlich in Gelb und Weiß von Maßliebchen und Butterblumen.

Der kreisrunde Teich war abgelassen, um gereinigt zu werden, und jetzt füllte ihn der Springbrunnen aufs neue mit kristallklarem Wasser, worin die Goldfische vergnügt über ihr erneutes Weltmeer umherschnellten. Auf einer der Steinbänke, die den Teich umgaben, stand ein Korb abgeschnittener Georginen. Und ein Bursche, der auf einer Leiter stand, um die Kamelienbäume zu beschneiden, hatte »das gnädige Fräulein nach dem Weingelände gehen sehen«.

Wir gingen also auf das Weingelände los, das noch ganz mit schwarzen Trauben behängen war. Zwei Frauen seiften in der Ferne an einem Waschbottich im Schatten großer Nußbäume Wäsche ein. Ich rief: »Heda! Habt ihr nicht Donna Joanna gesehen?« Eine der Frauen kreischte in der höchsten Fistel etwas zurück, das sich in der weiten, sonnendurchflimmerten Luft verlor.

»Schön, gehen wir also ins Haus. Wir können nicht den ganzen Nachmittag hier herumspüren.«

»Ein schöner Landsitz,« bemerkte mein Prinz entzückt.

»Prachtvoll! Und gut im Stande ... Oheim Adrian hat einen trefflichen Verwalter ... Nicht wie – 283 –

dein Melchior. Mach die Augen auf, lerne, Bauer! Sieh mal jenes Zwiebelfeld!«

Wir durchschritten den Küchengarten, der mit Blumen geziert war, so wie Jacintho es sich erträumt hatte; mit Lavendel eingefaßte Beete und rankendes Geißblatt an den Steinpfeilern, die ein dichtes Weindach trugen, unter dem man in frischem Schatten sich erging. Wir kamen an der Kapelle vorbei, wo zu beiden Seiten der Tür eine Teerose wuchs mit einer einzigen, weit offenen Blüte, und ein Dickicht von Heliotrop, von dem sich Jacintho ein Sträußchen pflückte, um daran zu riechen.

Dann traten wir wieder auf die Terrasse vor dem Hause, mit ihrer Steinbrüstung, die ganz von gelben Jasminsträuchern umschlungen war. Die Glastür stand offen; mir stiegen die Steintreppe zu ihr hinan, in dem weiten Schweigen, in dem ganz Flor da Malva ruhte, und kamen bis ins Vorzimmer mit der hohen Felderdecke und den langen Holzbänken, auf denen in alter Malerei das reiche Wappen der Cerqueiras verblaßte. Ich stieß die Tür eines andern Gemachs auf, in dem die Türen zur Veranda offen standen, und in jeder von ihnen hing ein Käfig mit einem Kanarienvogel.

»Sonderbar!« rief Jacintho. »Das scheint ja meine Krippe zu sein... Und meine Stühle.«

Allerdings. Auf einer altertümlichen Kommode mit antiken Bronzeverschlägen stand eine »Krippe«, ganz ähnlich der in Jacinthos »Bibliothek«. Und die hochlehnigen Stühle in gepunztem Leder hatten wie die, die er aus der Rumpelkammer geholt, Wappenschmuck, von einem Kardinalshut gekrönt.

»Du mein Gott, ja!« rief ich ungeduldig. »Gibt's denn hier gar keinen Dienstboten?«

Ich klatschte stark in die Hände... Das gleiche süße Schweigen, weit, leuchtend und von dem Blumenduft des Gartens durchschwängert, kaum unterbrochen von dem klirrenden Hüpfen der Kanarienvögel auf den Sitzstangen ihrer Bauer.

»Dornröschenschloß,« murmelte Jacintho, beinahe aufgebracht. »Schrei mal!«

»Nein, zum Kuckuck! Ich geh' hinein!«

Aber in der sich plötzlich öffnenden Tür erschien Joanninha, rosig von der Luft und der Bewegung, in hellem Kleide, dessen Halsausschnitt den weißen Glanz ihrer Haut und das blonde Gewoge ihres prachtvollen Haares hervorhob, – mit strahlendem Lächeln in ihren überraschten, leuchtend schwarzen Augen; auf dem Arm ein Kind, das, rund und rosig, nur mit einem von blauen Schleifen geschmückten Hemdchen bedeckt war.

Und so sah Jacintho an diesem Septembernachmittag in Flor da Malva zum erstenmal die, die er im Mai in dem fliesenbedeckten Kapellchen, als der große Rosenstock sich gänzlich mit blühenden Teerosen geschmückt hatte, als seine Eheliebste heimführte.

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