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Soll und Haben

Gustav Freytag: Soll und Haben - Kapitel 89
Quellenangabe
typefiction
booktitleSoll und Haben
authorGustav Freytag
publisherDroemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf.
addressMünchen
titleSoll und Haben
pages3-640
sendergerd.bouillon@t-online.de
secondcorrectorHerbert Niephaus
firstpub1855
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3

Die ersten Wochen vergingen den beiden Kolonisten in einer Tätigkeit, welche sie alle Abende bis zum Tode erschöpft auf das Lager warf; langsam setzten sie sich am Orte fest, Karl wurde gleich am nächsten Tage als Amtmann eingeführt und ergriff mit fester Hand, was von Zügeln auf dem Gut noch vorhanden war. Den Haushalt und die Küche übergab Anton einer rüstigen Frau, die er in einem deutschen Dorf der Nachbarschaft warb, sie besorgte die einfache Kost der Schloßbewohner und der Knechte. Die schwerste Aufgabe war, mit dem Dorfe in ein erträgliches Verhältnis zu kommen. Der ruhigen Festigkeit Antons gelang es wenigstens, den Ausbruch der Unzufriedenheit zu verhindern; eine seiner ersten Maßregeln war, daß er bei den Behörden auf Ablösung der gegenseitigen Verpflichtungen antrug. Karls Reitermantel zog einige gediente Männer zu ihm hin, und durch sie, die Weltleute im Dorf, erlangten die Ansiedler einigen Einfluß auf die andern. Zuletzt erboten sich mehrere freiwillig, auf dem Schloß zu dienen oder im Taglohn zu arbeiten.

Anton hatte an die Baronin geschrieben und ihr den Zustand des Gutes, die unfreundliche Umgebung und seine Bedenken gegen eine Übersiedlung der Familie in diesem Winter nicht verschwiegen. Er hatte gefragt, ob sie nicht vorziehen würden, bis zum Frühjahr in der Hauptstadt zu bleiben. Als Antwort kam ein Brief Lenorens, worin sie im Auftrag ihrer Eltern anzeigte, daß sie doch an ihrem Entschlusse festhielten, die Stadt zu verlassen, wo dem Vater und ihnen selbst der Aufenthalt peinlich sei. Sie bat ihn, das Schloß soviel als möglich in wohnlichen Stand zu setzen. Anton rief seinem Getreuen zu: «Sie kommen doch.»

«Alle Wetter!» sagte Karl. «Es ist ein Glück, daß wir uns nach den Handwerkern erkundigt haben, Maurer, Tischler, Schlosser, Töpfer, Glaser. Wenn's Ihnen recht ist, schicke ich auf der Stelle einen Boten nach Rosmin. Wenn ich nur diesen schändlichen braunen Ölanstrich von den Türen losmachen könnte, er verdeckt das schöne Eichenholz. Aber Lauge nutzt nichts. – Also wieviel Öfen brauchen wir?»

So begann eine eifrige Beratung. «Den ganzen Unterstock lassen wir unausgebaut», entschied Anton, «die Fenster verschlagen wir mit dicken Brettern, nur an der Türöffnung der Vorhalle machen wir eine starke Tür, weil man dort alle Stunden vorüber muß. Wie die Wände jetzt sind, können sie nicht bleiben, und wir haben hier niemanden als den Maurer von Rosmin.»

«Wenn die Sache so ist», sagte Karl, «so schlage ich vor, daß wir die Stuben selbst malen, ich bin ein Daus im Marmorieren.»

«Du wärst imstande», erwiderte Anton, mit einiger Besorgnis auf den Gefährten blickend. «Nein, wir lassen alle Stuben mit gleicher Farbe streichen; was meinst du zu Braun?»

«Hm, hm, nicht übel», gab Karl zu.

«Ich weiß, Fräulein Lenore liebt diese Farbe vor andern. Es muß aber nicht zu dunkel sein, sondern eine helle Mischung aus Gelb, Grau, Rot und Grün, vielleicht etwas Schwarz.»

«Aha», sagte Karl verdutzt, «so eine gewisse Farbe.»

«Natürlich», fuhr Anton eifrig fort und rückte seinen Stuhl näher, «wir wollen dem Tüncher die Farbe selbst mischen.»

«Das ist mein Fall», stimmte Karl bei, «aber ich sage Ihnen im voraus, diese Kalkfarben sind Racker. Sie streichen Blau auf, und den andern Tag ist's Weiß; Sie haben das schönste Orange im Pinsel, und wenn es an der Wand getrocknet ist, sieht's aus wie vergilbte Wäsche.»

«Im Vertrauen gesagt», versetzte Anton, «wir werden's den Damen doch nicht recht machen; also denke ich, wir richten's so ein, daß es billig ist und erträglich aussieht.»

Am nächsten Tage begann im Hause das Hämmern und Streichen. Im untern Stock schlug der Tischler mit seinen Gesellen die Werkstatt auf, im obern fuhr der große Pinsel des Tünchers unermüdlich über die Wände, und weißliche Gestalten mit großen Schürzen trugen die Kalkgefäße treppauf, treppab. Karl war in dieser ganzen Zeit wie ein Mann mit zehn Armen; sooft er sich von der Wirtschaft frei machen konnte, strich er mit jeder Art Pinsel auf Holz und Wände, er lief mit einem Zollstock herum, schlug Nägel und Gardinenhaken ein und war im nächsten Augenblick wieder auf dem Felde und im Pferdestall, überall pfiff er seine Soldatenlieder und trieb die Arbeiter an. Als die Einrichtung des Hauses fortschritt, wurde der Verschönerungstrieb in ihm immer mächtiger. Er hatte einige Zentner Ölfarbe eingekauft, die er vorzüglich fand, und eine große Kunst im Malen entwickelt. Jetzt wagte er sich daran, einer Anzahl Gegenstände, welche ihm zum Anstrich geeignet schienen, das Ansehen von feinem gemasertem Holz zu geben, und es gelang ihm mit Hilfe eines Federbarts und weicher Pinsel, große Wirkungen hervorzubringen. Er trug den Pinsel und seine Verschönerung sogar auf den Wirtschaftshof und bat Anton so lange, bis dieser in einen Abputz der Lehmwände willigte. «Bei diesem Wetter trocknet es wie im Sommer», rühmte Karl. «Die Strohdächer kann ich nicht überstreichen, das ist mein einziger Kummer.» Dagegen ließ er es sich nicht nehmen, zwei neue Kartoffelwagen, die alte Feuertonne und die besten Pflüge mit schöner blauer Ölfarbe zu überziehen. «Es muß in diesem Hofe doch etwas sein, woran sich das Auge erfreut», sagte er entschuldigend. «Und es bezahlt sich, denn diese Polen hier gehen mit allem, was bunte Farben hat, besser um.»

Das Schloß war notdürftig eingerichtet; an einem kalten Dezembertage wurde die Ankunft der Gutsherrschaft erwartet. Der Himmel selbst war den Wünschen Karls zu Hilfe gekommen, er hatte sein reines Weiß über die Erde gezogen und vieles Unschöne dem Auge der Ankommenden verhüllt. Der Schnee lag auf Anger und Sand, die Gipfel der Kiefern waren mit weißen Kronen geschmückt, und an den blätterlosen Bäumen blitzten die Zweige von prächtigen Eiskristallen. Die häßlichen Strohdächer der Dorfhäuser waren weiß übermalt; auf dem zerbrochenen Brückengeländer lag die Farbe aus Wolken wie gefrorener Schaum: am Schlosse trug jeder Vorsprung der Mauer, die Zinne des Turmes, der First des Daches eine weiße Festkappe, und kräftig stachen die braunroten Mauern davon ab. Es war für die im Schlosse ein Tag voll Geschäftigkeit und Erwartung. Wagen mit Möbeln und Hausrat wurden abgeladen und alles, so gut es in der Eile ging, aufgestellt. Die Schaffnerin und die Frau des Vogts wanden große Gehänge von Waldzweigen und schmückten die Vorhalle und die Stubentüren. Jetzt ging die Sonne unter, und die Silberfarbe in der Landschaft verwandelte sich in Goldglanz, dann in ein mattes Rot, bis auch dieser Schimmer verblich und der heraufsteigende Mond Flur und Wald mit geisterhaftem bläulichem Schein überzog. Im Hause wurden einige Wandlampen angezündet, in den Zimmern so viel Lichter als möglich aufgestellt, in allen Öfen brannte das Feuer, und die behaglich erwärmten Zimmer füllten sich mit dem kräftigen Harzgeruch der Kiefernnadeln. Nach vielen Versuchen hatte Anton die braune Wandfarbe gefunden, nach der sein Herz strebte. Die bunten Gardinen waren heruntergelassen, und die geöffnete Zimmerreihe sah bei dem Glanz der Lichter heut so wohnlich aus, daß Anton erstaunt fragte, wie die Arbeit weniger Wochen eine so große Veränderung hervorgebracht habe. Karl hatte auf beiden Seiten des Schlosses Pechpfannen aufgestellt, ihr loderndes Licht fiel grell auf den Schnee und färbte in weitem Umkreis die Mauern des Hauses mit warmem Rot.

Unten in der Vorhalle versammelten sich die Würdenträger des Gutes. Der Förster mit neuem grünem Rock, auf seiner Brust die Denkzeichen der Kriegsjahre, einen Hirschfänger an der Seite, stand in kriegerischer Haltung neben dem Vogt und dem Schäfer. Die Schaffnerin und die Frau des Vogts hatten ihre besten Bänder an die Hauben gesteckt und trippelten in unruhiger Erwartung um die Männer herum. Auch Karl trat in seinem Frack zu ihnen. Unterdes schritt Anton noch einmal durch die Zimmer und horchte nach dem Peitschenschlag, der ihm aus der Ferne die Ankunft des Gutsherrn verkünden sollte. Ihm pochte das Herz, auch für ihn sollte mit dem heutigen Tage eine neue Zeit beginnen. So reich an Entbehrungen das Leben der Ansiedler bis heut auch gewesen war, er und sein Gefährte hatten sich als Herren des Schlosses gefühlt, sie hatten in dem stündlichen Verkehr auch sorgenvolle Stunden leicht überwunden. Jetzt war Karl nach dem Wirtschaftshof hinübergegangen, er selbst sollte nach dem Wunsche der Baronin in einem Zimmer des Schlosses bleiben, dadurch kam er mit der Familie in tägliche Verbindung, und er fragte sich, wie diese sein werde. Der Freiherr selbst war ihm fast ganz fremd, nur auf Augenblicke hatte er ihn gesprochen; im Krankenzimmer unter großen Schmerzen hatte der Leidende die Vollmacht für ihn unterschrieben. Seine Tätigkeit und seine Person, wie würden sie dem Freiherrn gefallen? Und dieser Mann war blind. Ja, blind. Lenore hatte geschrieben, daß der Arzt keine Hoffnung habe, den geblendeten Augen des Vaters die Sehkraft wiederzugeben. Aus Schonung hatte man dem Freiherrn dieses Furchtbare verborgen, er selbst tröstete sich in seiner Finsternis noch immer mit der Hoffnung, daß die Zeit und eine geschickte Hand entfernen würden, was wie eine schwarze Wolke über seinen Augen lag. Seinem Vertrauten hatte Anton die Wahrheit nicht verborgen, auch den Gutsleuten hatte er sagen müssen, daß der Herr gegenwärtig an den Augen leide und eine Binde darüber trage. Und auf den Gesichtern von allen hatte er gelesen, wie sehr sie verstanden, daß es ein Unglück sei, wenn dem Gute das Auge des Herrn fehle. Und wieder schlug sein Herz unruhig, wenn er an Lenore dachte, neben der er jetzt als Hausgenosse leben sollte. Wie würde ihr und der Mutter Benehmen gegen ihn sein? Er nahm sich vor, sorgfältig alles zu unterdrücken, was er in dieser Stunde für eitlen Anspruch hielt, er wollte sich gleich im Anfange so zu ihnen stellen, daß sie sein Selbstgefühl nicht demütigen konnten. Und doch fragte er sich, ob sie ihn als Vertrauten und ebenbürtigen Gesellschafter behandeln würden oder ob sie ihm fühlbar machen könnten, daß er Kost und Sold von ihnen als der Herrschaft erhalte. Vergebens sagte er sich, daß sein eigenes Zartgefühl gerade dies letztere fordern müsse. Immer wieder stiegen Traumbilder in ihm auf, wie reizend das Zusammenleben mit Lenore für ihn werden könne.

Von dem Dorfe knallten die Peitschen der Knechte, in zwei Wagen fuhr die Herrschaft an ihrem Schlosse vor. Um die Pechpfannen standen die Leute vom Hofe, der Schenkwirt und einige aus dem Dorfe. Diensteifrig öffnete der Vogt das Fenster des geschlossenen Wagens. Und als Lenore ausstieg und ihr Gesicht von dem hellen Licht beschienen wurde, drängten sich die Frauen näher heran, die Männer brachen in lauten Zuruf aus, alles sah erwartungsvoll in den Wagen. Aber die Bereitwilligkeit der Leute, den Gruß des Willkommens entgegenzubringen, wurde durch keinen freundlichen Gegengruß ermuntert. Mühsam wurde der Freiherr aus dem Wagen gehoben, mit gesenktem Haupt schritt er, von der Tochter und den Bedienten gestützt, die Treppe hinauf. Das bleiche Antlitz der Baronin hinter ihm hatte nur einen stummen Blick für die Beamten ihres Gutes, nur einen kurzen Gruß auch für Anton, der voranschritt, sie in die eingerichteten Zimmer zu führen. «Das ist ja alles sehr schön, Herr Wohlfart», sagte sie zu Anton mit zuckenden Lippen, und als Anton stehenblieb, um ihre ersten Aufträge zu erwarten, verabschiedete sie ihn mit einer leichten Bewegung der Hand und mit den Worten: «Ich danke.» Als sie hinter ihm die Tür geschlossen hatte, stand der Freiherr hilflos zusammengesunken in der fremden Stube, die Baronin brach in lautes Weinen aus. Lenore lehnte am Fenster, sie blickte in den weißen Winter und auf den schwarzen Rand am Horizont, und große Tränen rollten an ihren Wangen herunter. Mit schwerem Herzen trat Anton unter die Leute und sagte ihnen, daß die Herrschaft von der Reise angegriffen sei und die einzelnen erst morgen sprechen wolle. Karl ließ die Wagen abladen, führte die alte Köchin, welche weinte wie ihre Herrschaft, in die untern Räume und zeigte ihr die Küche. Niemand von der Familie wurde an dem Abend weiter gesehen. Bald verschwand das Licht in den Zimmern, nur vor den Türen des finstern Hauses loderte noch das Pech in den Pfannen, im Zugwind fuhr die rote Flamme hin und her, und eine rußige Wolke zog hinauf an das Fenster, wo der Freiherr sein Haupt mit den Händen verbarg.

So war der Einzug der Familie in das neue Gut.

«Wie hübsch Wohlfart alles eingerichtet hat», sagte Lenore am andern Tage zur Mutter.

«Diese hohen Räume sind fürchterlich», erwiderte die Baronin und wickelte sich schonend in ihr Tuch, «und das einförmige Braun der Zimmerreihe macht die Wohnung noch öder.»

«Es wird Zeit sein, ihn herüberzubitten», drängte Lenore kleinlaut.

«Noch ist der Vater nicht in der Stimmung, ihn zu sprechen.»

«Laß den Vater nicht allein mit Wohlfart», bat die Tochter. «Es wäre schrecklich, wenn der Vater ihn unfreundlich behandelte.»

Die Baronin seufzte. «Wir werden uns gewöhnen müssen, gegen einen Fremden in unserem Hause Rücksichten zu nehmen, die den Vater wie uns Überwindung kosten.»

«Wie willst du es mit der Hausordnung halten?» fragte Lenore wieder. «Wohlfart wird doch mit uns speisen?»

«Das ist unmöglich», sagte die Baronin fest. «Du weißt, wie traurig unser Mittagstisch vergeht; dein Vater ist noch nicht so ruhig, daß er die tägliche Anwesenheit eines Fremden ertragen könnte.»

«So soll er an den Tisch der Dienstleute?» fragte Lenore bitter.

«Ihm wird auf seinem Zimmer gedeckt werden, wir werden ihn alle Sonntage herüberbitten, und wenn seine Person dem Vater leidlich wird, auch manchmal des Abends. Mehr wäre für alle Teile eine Last. Es ist gut, sich gleich im Anfang eine bequeme Freiheit zu sichern. Der Zustand des Vaters wird das entschuldigen.»

Sie klingelte, Anton wurde herüber geladen. Dem Eintretenden ging Lenore entgegen, sie reichte ihm schweigend mit nassen Augen die Hand. Auch er war bewegt, als er die Spuren des Grams im Gesicht der Mutter sah. Die Baronin bat ihn, Platz zu nehmen, und drückte ihm in gewählten Worten ihren Dank für seine treue Sorge aus. Sie ließ sich von ihm erzählen, was er im Schlosse eingerichtet hatte, sie lobte alles in wohltuender Weise und besprach mit ihm die Einrichtung des Haushalts. Sie zog ihn dabei zu Rate wie einen Freund und ließ ihn selbst vorschlagen, was sie von ihm wollte. Dann fuhr sie fort: «Mein Mann wünscht Sie zu sprechen. Ich bitte Sie herzlich, in jeder Stunde daran zu denken, daß der Freiherr ein Kranker ist. Er hat furchtbar gelitten, seine Seele wie sein Körper. Noch jetzt ist er keinen Tag ohne Schmerzen, und das Ungewohnte seines hilflosen Zustandes peinigt ihn unaufhörlich. Wir selbst vermeiden sorgfältig, was ihn aufregen kann, und doch vermögen wir nicht, Stunden, ja Tage finsterer Verstimmung von ihm fernzuhalten. Auch Sie werden Nachsicht üben, wenn seine düstere Laune Sie unangenehm berührt. Die Zeit soll ja alles heilen, ich hoffe, sie wird auch ihm den Frieden wiedergeben.»

Anton versprach ihr jede Vorsicht.

«Mein Mann wird natürlich wünschen, von allem in Kenntnis gesetzt zu werden, was dem Gutsherrn zur Entscheidung vorgelegt wird. Es ist begreiflich, daß er gerade jetzt in seinen ruhigen Stunden mit einem gewissen Eifer darauf besteht, seine eigene Ansicht geltend zu machen. Und doch bangt mir vor jedem unangenehmen Eindruck, der ihm von außen kommt. Deshalb bitte ich, wenn Sie ihm etwas Wichtiges mitzuteilen haben, suchen Sie es vorher mir begreiflich zu machen, vielleicht gelingt mir, Ihnen manche lästige Stunde zu ersparen. Ich werde meinen Schreibtisch in eines der Zimmer tragen lassen, welche Ihrer Wohnung am nächsten sind, ich will jeden Morgen einige Stunden dort zubringen. Lenore ist der Privatsekretär des Vaters geworden. So wird es möglich sein, Ihnen Ihre Stellung in unserem Hause weniger unangenehm zu machen. – Haben Sie die Güte, mich hier zu erwarten, ich gehe, Ihren Besuch dem Freiherrn anzukündigen.»

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