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Soll und Haben

Gustav Freytag: Soll und Haben - Kapitel 110
Quellenangabe
typefiction
booktitleSoll und Haben
authorGustav Freytag
publisherDroemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf.
addressMünchen
titleSoll und Haben
pages3-640
sendergerd.bouillon@t-online.de
secondcorrectorHerbert Niephaus
firstpub1855
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Der Mann neben Fink blieb stehen, sein leises Zischen lief die Kette hinab, die lange Reihe hielt an, die Kunauer zu erwarten. Immer schwärzer wurde es über den Bäumen, immer dunkler im Holz. In der Ferne rollte der Donner, wie ein dumpfer Wirbel klang der Ton unter dem großen Dach von Nadeln. So standen die Männer wohl eine Viertelstunde, da tönte von rechts ein leiser Ruf durch die Dunkelheit, die Treiber aus dem Nachbardorfe kamen heran. Die Warnung: «Nebenmann rechts und links im Auge behalten!» flog durch die Reihe, dann setzte sich der ganze Zug in Bewegung, die Führer aus den beiden Dörfern schritten jetzt nebeneinander, Fink und Lenore in ihrer Spur. Da fuhr ein starker Donnerschlag über den Wald, es pfiff und rasselte in der Luft, der Regen rauschte hernieder. Zuerst klang der Tropfenfall nur in den Ästen der Bäume, bald drangen einzelne schwere Tropfen herunter. Immer lauter schlug der Regen auf die Kronen der Bäume, immer stärker tropfte es von den Ästen, endlich rauschte die Wasserflut von dem Himmel und durch die Zweige herab auf den Boden; jeder Stamm, jeder Strauß Nadeln, jeder herabgebogene Ast verwandelte sich in eine Wasserrinne. Wie ein Flor verhüllten die Wassertropfen die Aussicht. Um jeden einzelnen war ein enger Kreis gezogen durch Finsternis und strömenden Regen, die Männer riefen einander mit gedämpfter Stimme zu, um die Richtung nicht zu verlieren.

Da stieß Lenore, als sie auf Fink sah, mit dem Fuß an eine Baumwurzel, sie unterdrückte einen Schmerzensschrei und sank auf die Knie; Fink eilte zu ihr.

«Ich kann nicht weiter», sagte sie, den Schmerz bezwingend, «lassen Sie mich hier zurück, ich beschwöre Sie, und holen Sie mich auf dem Rückwege ab.»

«Sie in dieser Lage verlassen», rief Fink, «wäre eine Barbarei, gegen welche das Menschenfressen als harmlose Ergötzlichkeit erscheinen müßte. Sie werden sich schon meine Nähe gefallen lassen. Vor allem erlauben Sie mir, daß ich Sie aus dieser Baumtraufe fortführe an eine Stelle, wo der Regen weniger unverschämt ist. Unsere Vordermänner habe ich ohnedies verloren, ich sehe durchaus nichts mehr von den breiten Schultern der ehrlichen Knaben.» Er richtete Lenore in die Höhe, sie versuchte, mit dem verletzten Fuß aufzutreten, aber der Schmerz preßte ihr einen neuen Klagelaut aus, sie wankte und hielt sich an Finks Schulter. Da schlug dieser seinen Plaid um sie, hob sie vom Boden und trug sie, eingewickelt, wie, man ein Kind trägt, auf seinen Armen, unter einige Tannen, welche mit ihren dichten Zweigen einen kleinen geschützten Raum einschlossen. Wenn ein Mensch sich beugte, konnte er darunter erträglichen Schutz finden.

«Hier herunter müssen Sie sich setzen, liebes Fräulein», riet Fink und ließ Lenore vorsichtig auf den Boden herab. «Ich werde vor Ihrem grünen Haus Wache halten und Ihnen den Rücken zukehren, damit Sie Ihr nasses Tuch um den unartigen Knöchel binden.» Lenore drückte sich unter das dichte Tannendach, Fink stellte sich mit dem Rücken gegen sie an einen Baumstamm. «Es ist doch nichts beschädigt», fragte er, «können Sie den Fuß im Gelenk bewegen?»

«Er tut etwas weh», sagte Lenore, «aber es geht.»

«Das ist brav», sprach Fink hinter sich, «jetzt binden Sie das Tuch um, ich hoffe, in zehn Minuten werden Sie auftreten können. Wickeln Sie sich fest in das große Tuch, es hält warm; sonst holt sich mein Kriegskamerad noch das Fieber, und damit wäre die Jagd nach dem gestohlenen Kalbe doch zu teuer bezahlt. Sind Sie fertig mit dem Verband?» fragte er wieder. «Darf ich mich herumdrehen?»

«Ja», antwortete Lenore.

«Dann erlauben Sie mir, Sie einzuwickeln.» Vergebens protestierte das Fräulein gegen diesen Ritterdienst, Fink schlang das große Tuch um den Körper der Sitzenden und band es hinten in einen festen Knoten. «Jetzt sitzen Sie im Walde wie das graue Männchen.»

«Etwas Gesicht lassen Sie mir frei», bat Lenore.

«So», sagte Fink, «jetzt wird Ihnen behaglich werden.» Bald empfand Lenore eine wohltätige Wärme; schweigend saß sie unter ihren Zweigen, bekümmert um die seltsame Lage, in der sie sich befand. Fink hatte wieder seinen Platz am Baumstamm eingenommen und kehrte ihr ritterlich den Rücken zu. Nach einer Weile rief Lenore aus dem Gebüsch: «Sind Sie noch da, Herr Kamerad?»

«Halten Sie mich für einen Verräter, der seinen Zeltgenossen verläßt?» fragte Fink zurück.

«Es ist hier unten ganz trocken», fuhr Lenore fort, «nur auf meine Nase fällt zuweilen ein Tropfen. Sie aber, armer Herr, werden da draußen ganz durchnäßt. Welch furchtbarer Regen!»

«Dieser Regen flößt Ihnen Schrecken ein?» versetzte Fink achselzuckend. «Der ist nur ein schwaches Kind! Wenn er einen Zweig vom Baume gerauft hat, meint er, Wunder getan zu haben. Da lobe ich mir den Regen in solchen Ländern, wo die Sonne heißer brennt, Tropfen wie Äpfel, nein, keine Tropfen mehr, armdicke Strahlen, das Wasser stürzt aus den Wolken wie ein Wasserfall. Stehenbleiben kann man nicht, denn der Boden schwimmt unter einem fort, unter Bäume flüchten kann man auch nicht, denn der Sturmwind zerbricht die dicksten Baumstämme wie Strohhalme. Man läuft auf das Haus zu, das vielleicht nicht weiter entfernt ist als von hier bis zu der Baumwurzel, die Ihren Fuß verletzte, und das Haus ist verschwunden, an der Stelle befindet sich ein Loch, ein Strom, ein Haufe herangespülter Felsen. Vielleicht fängt dann auch die Erde an ein wenig zu beben und schlägt Wellen wie das Meer im Sturme. Das ist ein Regen, der sich sehen lassen kann. Kleider, die er durchnäßt hat, werden nie wieder trocken, was ein Oberrock war, ist acht Tage nachher noch eine schwarze unförmliche Masse, welche das Aussehen und die Feuchtigkeit einer Morchel hat. Behält man einen solchen Rock auf dem Leibe, so bleibt er fest genug sitzen, die Aufschläge am Ellenbogen, die Taille am Halse, aber nie wird man ihn wieder ausziehen können, außer mit Hilfe eines Federmessers und in schmalen Streifen, die man abschneidet wie Apfelschalen.»

Lenore mußte in ihrem Schmerz lachen. «Ich wünsche mir wohl, einen solchen Regen zu erleben», sagte sie.

«Ich bin uneigennützig, wenn ich mir nicht wünsche, Sie in solcher Lage zu sehen», erwiderte Fink. «Die Frauen sind am schlimmsten daran, alles, was sie zur Toilette rechnen können, verschwindet in solcher Strömung vollständig. Ist Ihnen das Kostüm der Frau Venus von Milo bekannt?»

«Nein», antwortete Lenore ängstlich.

«Gerade wie diese Dame sehen alle Frauen aus, die ein tropischer Regen getroffen hat, und die Männer wie Vogelscheuchen. Ja es soll vorgekommen sein, daß Menschen von solchem Regen platt geschlagen wurden wie Kupferdreier, nur mit einem Knopf in der Mitte, der bei näherer Betrachtung sich als ein Menschenkopf auswies und den Vorübergehenden traurig zurief: ‹O ihr Mitmenschen, das kommt davon, wenn man ohne Regenschirm ausgeht.›»

Wieder mußte Lenore lachen. «Mein Fuß tut nicht mehr so weh», sagte sie, «ich glaube, ich kann jetzt gehen.»

«Das sollen Sie nicht», entgegnete Fink, «noch läßt der Regen nicht nach, und es ist so finster, daß man kaum die Hand vor den Augen sieht.»

«Dann tun Sie mir die Liebe und suchen Sie die Männer auf. Mir ist es wohler, ich sitze hier wie ein Reh, geschützt vor dem Regen und vor fremden Leuten.»

«Es geht nicht», sprach Fink von seinem Baume zurück.

«Ich bitte Sie flehentlich darum», rief Lenore angstvoll und streckte ihre Hände aus dem Tuch, «lassen Sie mich jetzt allein.»

Fink wandte sich um, ergriff ihre Hand und drückte sie an seine Lippen, dann eilte er schweigend in der Richtung fort, welche die Landleute genommen hatten.

So saß Lenore allein unter den Tannenzweigen. Noch immer rauschte der Regen herab, er schlug klatschend an die Baumgipfel und strömte von den Ästen herunter auf den Boden. Dazu rollte oben der Donner, das Gewitter kam herauf; zuweilen fuhr ein grelles Licht durch die Dunkelheit, dann sah Lenore die beleuchteten Baumstämme in langen Reihen wie goldgelbe Säulen eines unabsehbaren Gebäudes vor sich stehen und darüber eine schwarze Decke mit hellen Lichtern geflammt. Dann erschien der Wald wie ein verwünschtes Schloß, das aus der Erde steigt und im Nu wieder versinkt. Durch den Regen klangen geheimnisvolle Töne, wie sie zur Nachtzeit durch den Wald gehen. Über ihr schlug es an den Stamm mit regelmäßigem Klopfen, als wenn ein schlimmes Waldgespenst an das Holz ihrer Hütte anpochte; sie fuhr zusammen und fragte sich gleich darauf, ob das ein Specht sein könnte oder ein Baumast. Aus der Ferne tönte der heisere Klageschrei einer Krähe, der das Wasser in das Nest gedrungen war und den ersten Schlaf gestört hatte. Neben ihr lachte es schauerlich: «Huhu[*], huhu!», und wieder erschrak Lenore; war es ein tückischer Kobold aus dem Walde, oder war es nur eine kleine Eule? In hundert melancholischen Lauten sprach die Natur. Lenore empfand den wilden Reiz dieser Einsamkeit bald mit Freude und gleich darauf wieder mit Angst. Und dazwischen flogen andere Gedanken durch ihre Seele, wie töricht sie gehandelt hatte, sich vom Hause fortzustehlen zu einem Zuge, der ein solches Abenteuer möglich machte, wie man sie im Schloß suchen würde und vor allem, was er von ihr denken müsse, der sie auf ihre Bitten verlassen. Sie zog das Tuch von ihrem Ohr und lauschte, es war nichts von Menschenstimmen zu hören; nichts war zu hören als der Fall des Regens und die Seufzer des Waldes. Aber neben ihr rauschte es an dem Boden, zuerst leise, dann vernehmlicher[*], das Regenwasser floß in einer kleinen Rinne zusammen und murmelte, wenn es an einen großen Busch von Waldbeeren stieß, an einen Wurzelstock oder an die Knolle eines Farnkrauts. Und hinter ihr raschelten die Blätter, und mit eiligem Sprunge kam es heran, sie drückte erschrocken ihr Haupt an den Baumstamm. Etwas setzte sich neben sie nieder, und eine fremde Gestalt rührte an den Plaid, den sie umhatte. Sie fuhr mit der Hand unter dem Tuch vorsichtig nach dem Nachbar und fühlte das weiche Fell eines Hasen, der, durch das rinnende Wasser aus seiner Vertiefung aufgeschreckt, unter den Bäumen Schutz suchte wie sie selbst. Sie hielt den Atem an, um den kleinen Genossen ihrer Hütte nicht zu verscheuchen; und eine Weile kauerten die beiden nebeneinander, der Hase drückte sich dicht an das Tuch.

Da klangen in der Ferne durch Regen und Donner einzelne Schüsse, Lenore zuckte zusammen, mit großem Satz fuhr der Hase in die Finsternis hinein. Dort kämpften Menschen miteinander, dort wurde Blut vergossen auf dem schwarzen Boden. Ein Geschrei wurde gehört, es klang noch aus der Ferne zornig und drohend, dann wurde alles still. «War er in einer Gefahr gewesen?» So fragte sie sich, aber sie fühlte darum keine Angst und schüttelte das Haupt unter ihrem Tuch. Wo er auch war, für ihn gab es keine Gefahr. Das Gewehr, das nach ihm zielte, schlug ein niederfallender Baumast in den Grund; das Messer, das gegen ihn gezückt wurde, zerbrach wie ein Span Holz, bevor es ihn traf; der Mann, der gegen ihn eindrang, mußte straucheln und fallen, ehe er sein stolzes Haupt berührte. Er war fest gegen alle Gefahr, und er war fest gegen jede Furcht; er kannte keine Sorge, keinen Schmerz, ach, er fühlte nicht wie andere Menschen. Frei erhob er sein Haupt, und heiter war sein Auge, wo alle andern gedrückt zur Erde sahen. Keine Schwierigkeit schreckte ihn, kein Hindernis verlegte ihm den Weg. Mit einer leichten Bewegung des Fußes stieß er weg, was andere erdrückte. So war er. Und der Mann hatte sie jetzt schwach gesehen, vorschnell und hilflos! Durch ihre eigene Schuld hatte er das Recht erhalten, sie mit flüchtiger Vertraulichkeit zu behandeln. Sie zitterte, daß er dies Recht benützen könnte, durch einen Blick, ein übermütiges Lächeln, ein schnelles Wort. So pochte ihr Herz, und so flogen ihre Gedanken wohl eine Stunde lang.

Das Wetter verzog sich. Statt der rauschenden Güsse fiel jetzt ein dauerhafter Landregen aus den Wolken, leiser gurgelte die kleine Wasserrinne, und häufiger tönte der Schrei der Eule; auf den Wechsel von schwarzer Finsternis und feuriger Helle folgte ein mattes Grau am Himmel und in dem Walde. Aus dem einförmigen Dunkel hoben sich nur die Säulen der nächsten Bäume als düstere Schatten von dem Hintergrunde ab. Beängstigend stieg das Gefühl der Einsamkeit in Lenore auf. Da drang wieder der ferne Ton von Menschenstimmen an ihr Ohr, Ruf und Gegenruf wurde laut, und die Stimme des Amtmanns rief: «Über den Bruch sind sie noch gegangen, dorthin, ihr von Neudorf!» Die Tritte der Sprechenden kamen näher, dicht an den Tannen bewegte sich die Gestalt eines Mannes. Karl setzte die Hände an den Mund und johlte laut in den Wald hinein: «Halli, Fräulein Lenore!»

«Ich bin hier», rief eine feine Stimme zu seinen Füßen.

Verwundert trat Karl einen Schritt zurück und schrie freudig: «Gefunden!» Die Landleute umringten Lenorens Hütte mit lautem Ruf. – «Unser Fräulein ist hier!» rief ein Bursch aus Neudorf und jauchzte in seiner Freude wie bei einer Hochzeit. Lenore erhob sich, noch schmerzte der Fuß, aber auf Karls Arm gestützt, versuchte sie tapfer vorwärts zu gehen. «Nur bis an den Bruch», sagte dieser, «dort stehen die Bäume dünner.» Unterdes brachen die jungen Männer einige Stangen ab und legten Nadelzweige darüber. Trotz ihrem Sträuben wurde Lenore von den Dienstfertigen genötigt, sich auf die kunstlose Trage zu setzen, während einer in den Hof des Schulzen vorauslief, ihr das Pferd entgegenzuführen.

«Haben Sie die Diebe?» fragte Lenore den Amtmann, der neben ihr ging.

«Zwei», erwiderte dieser. «Das Kalb war geschlachtet, wir bringen die Haut und einen Teil des Fleisches, die Gänse hingen mit umgedrehten Hälsen an einem Ast, aber das Geld hatten die Schurken schon geteilt. Es ist bei den zweien wenig davon gefunden worden.»

«Es sind Leute von Tarow, die wir gefangen haben», sagte der Schulz finster, «die schlechtesten Kerle im Dorfe. Und ich wollte doch, sie wären woanders her, denn es leben rachsüchtige Menschen dort.»

«Ich hörte schießen», fragte Lenore weiter, «ist ein Unglück geschehen?»

«Uns nichts», antwortete Karl. «Sie hatten in ihrem Übermut ein Feuer angemacht, hinten unweit dem Waldrand, wo wir zu Pferd Kette machten. Noch durch den Regen glomm der Brand; so haben sie sich selbst verraten. Wir stiegen von den Pferden, schlichen heran und fielen über sie her. Sie schossen ihre Flinten ab und liefen ins Gebüsch. Dort verschwanden sie in der Finsternis. Es dauerte lange, ehe die andern zu Fuß durch den Wald zu uns kamen; ohne die Schüsse und den Lärm hätten sie uns nicht gefunden. Herr von Fink hat uns die Stelle beschrieben, wo wir Sie finden würden. Er führt die Gefangenen auf dem Fahrwege, sie sollen aufs Gut, morgen schaffen wir sie weiter ins Deutsche.»

«Aber daß Herr von Fink Sie im Walde so allein gelassen hat», sagte der ehrliche Schulz kopfschüttelnd, «das war doch ein gewagtes Stück.»

«Ich bat ihn, nicht zurückzubleiben», antwortete Lenore und schlug trotz der Dunkelheit die Augen nieder.

Auf halbem Weg zum Dorf kam Lenorens Pony dem Zug entgegen. In Neudorf empfing Karl das Pferd des Freiherrn aus den Händen der Knechte zurück und geleitete das Fräulein nach dem Schlosse. Es war spät am Abend, als sie dort ankamen. Lenorens lange Abwesenheit hatte die Angst der Mutter und die allerschlechteste Laune des Freiherrn hervorgerufen. Hastig machte sich die Tochter von den Fragen los, die auf sie eindrangen, und eilte auf ihr Zimmer. Eine Stunde später kam Fink mit dem Förster aus Kunau zurück und brachte die beiden Gefangenen, welche mit ihren gebundenen Händen trotzig zwischen den Wächtern daherschritten und ihre Pfauenfeder so hoch trugen, als zögen sie zum Tanz in die Schenke.

«Ihr sollt's uns bezahlen», sagte der eine von ihnen auf polnisch zu den begleitenden Männern und ballte die gefesselte Faust.

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