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Singende Flamme

Isolde Kurz: Singende Flamme - Kapitel 26
Quellenangabe
typepoem
booktitleSingende Flamme
authorIsolde Kurz
year1948
firstpub1948
publisherRainer Wunderlich Verlag Hermann Leins
addressTübingen und Stuttgart
titleSingende Flamme
pages56
created20150404
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Nein . . .

        Nein, nicht vor mir im Staube knieen!
Nicht mir im Arm wie Rohr zerbrechen!
Ist erst der Stunde Rausch dahin,
Ich weiß, du wirst es an mir rächen.

Jetzt ist dein Aug' von Tränen naß,
Doch manchmal blinkt's wie Mördereisen.
In deiner Liebe grollt ein Haß
Und droht mich künftig zu zerreißen.

Wo ist der Held, der frei vereint
Mit mir auf Lebenshöhen stiege?
Der tröstet, wenn das Herz mir weint,
Und mit mir lächelt, wenn ich siege?

Der nicht Gebieter ist noch Knecht,
Der fühlt, wie stille Wunden brennen,
Der schonend auch dem zärtern Recht
Sich neigt in willigem Erkennen?

Wo ist der Held? Es tönt von fern
Wie Gruß von ihm an meine Ohren.
Der Held, der meines Lebens Stern,
Wird erst nach meinem Tod geboren.

 

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