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Silberne Saiten

Stefan Zweig: Silberne Saiten - Kapitel 49
Quellenangabe
authorStefan Zweig
titleSilberne Saiten
publisherSchuster & Loeffler
year1901
correctorreuters@abc.de ohne Rechtschreibprüfung
senderbruce.welch@gmx.de
created20171117
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Schneewinter.

Nun, da die Dächer schneeumkleidet liegen,
Der Wintersturm durch leere Haiden irrt,
Daß sich die nackten Bäume seufzend biegen,
Da sehn' ich mich an eine Brust zu schmiegen
An der mein wildes Trauern stiller wird.

Nach Fingern, die nur meine Stirne streifen
Und aller Gram und Unlust flattert fort,
Nach Blicken, die mir an die Seele greifen,
Bis mir dann neue Frühlingsträume reifen
Aus einem einz'gen leisen Liebeswort.

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