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Silberne Saiten

Stefan Zweig: Silberne Saiten - Kapitel 23
Quellenangabe
authorStefan Zweig
titleSilberne Saiten
publisherSchuster & Loeffler
year1901
correctorreuters@abc.de ohne Rechtschreibprüfung
senderbruce.welch@gmx.de
created20171117
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Stille Größe.

I.

Die müden Wälder stehn mit Purpurseide
Und dämmerrothem Kronengold geschmückt,
Und stolz hat sich ihr weißes Sterngeschmeide
Die Nacht ins dunkle Lockenhaar gedrückt.

Nun gleicht die Erde meinen leisen Tagen,
Die auch so müde sind und lichtentwöhnt
Und doch den reichsten Siegespurpur tragen
Weil sie der Sternenglanz der Dichtung krönt . . .

[34]

II.

Erst wenn die laute Welt dir fremd geworden,
Und Du ein Fremder allen andern bist,
Lauscht Du aus Deines Lebenslieds Accorden
Den Klang, der nur aus eigner Seele fließt.

Tief tauchst Du in den Wundenstrom der Zeiten,
Der segnend über Dir zusammenschlägt,
Und selig spürst Du, wie zu Ewigkeiten
Die starke Seele Dich hinüberträgt.

[35]

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