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Silberne Saiten

Stefan Zweig: Silberne Saiten - Kapitel 16
Quellenangabe
authorStefan Zweig
titleSilberne Saiten
publisherSchuster & Loeffler
year1901
correctorreuters@abc.de ohne Rechtschreibprüfung
senderbruce.welch@gmx.de
created20171117
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Der Forscher.

Und manchmal wächst mein Leid zu wilden Qualen,
Wenn ich da sehe, wie in hohlen, schalen
Gewohnheitsmenschen ein Gefühl erwacht,
Das sie so kläglich und – so glücklich macht.

Und ich, ich thürm' im Geiste Welt auf Welten,
Der dunklen Weisheit Räthselsprüche, sie zerschellten
Zu reiner Klarheit stets vor meinem Blick. –
Doch mich verlangt nach jener Thoren Glück,

Zu spüren, wie sich durch verschloß'ne Thüren
Der Seele ungekannte Stürme rühren,
Bis sie erbebt vor innerlicher Kraft,
Die sie vernichtet – und dann neu erschafft.

Und jähe Sehnsucht faßt mich, all' mein Streben
Für dieses Glück der Liebe hinzugeben,
Zu lassen Ziel und Pfade und allein
Nur einer von den Tausenden zu sein . . .

[26]

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