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Schwarzwaldau

Karl von Holtei: Schwarzwaldau - Kapitel 7
Quellenangabe
typefiction
booktitleSchwarzwaldau
authorCarl von Holtei
year1856
firstpub1856
publisherExpedition des Albums
addressPrag / Leipzig
isbn
titleSchwarzwaldau
pages476
created20091220
sendergerd.bouillon@t-online.de
secondcorrectorHerbert Niephaus
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Sechstes Capitel.

Wir dürfen es nicht wagen, den beiden Freundinnen nach Agnesens Schlafgemach zu folgen, welches, deren eigenen Wünschen zu Folge, ein abgesondertes war und woran die Zimmer stießen, die sie Carolinen eingeräumt. Wir dürfen die vertraulichen Ergießungen zweier weiblicher Herzen nicht belauschen; dürfen uns nicht in die zarten Geständnisse drängen, die von Mund zu Munde, von Seele zu Seele fließen. Vielleicht finden wir später Gelegenheit, im 86 Laufe der vor uns sich entfaltenden Handlung, Rückblicke zu thun und Bezug zu nehmen auf diese ersten, ungestörten Stunden des Wiedersehens, dessen zwei in schwärmerischer Mädchenfreundschaft aufgewachsene weibliche Wesen froh wurden; – in sofern man auch derjenigen Geständnisse und Mittheilungen froh werden kann, die von Klage und Wehmuth nicht frei sind, – wenn sie nur überhaupt den Busen erleichtern.

Begleiten wir dagegen Emil, den der Jäger Franz bereits erwartet, um ihn wie gewöhnlich zu entkleiden und dabei das im Walde abgebrochene Gespräch wieder anzuknüpfen, so entgeht uns nicht, wie wenig Neigung Herr von Schwarzwaldau verräth, solchen Erwartungen zu entsprechen. Auf die Frage, was ihn denn veranlaßte, den Diener heute Abend aus dem Vorzimmer herein an den Tisch zu rufen und der fremden Dame zur Ansicht zu stellen, wie ein seltsames Thier; da niemand besser, als der gnädige Herr wissen mußte, daß derjenige, welcher mit ihm an den entgegengesetzten Grenzmarken saß, unmöglich beim Waldsee schlafen konnte? – Auf diese Frage giebt er gar keine Antwort; er scheint den Fragenden kaum gehört, wenigstens der Worte Sinn nicht begriffen zu haben; er entgegnet später: 87 »Weißt Du, Franz, daß es vielleicht besser gewesen wäre, Du hättest mir den Dolch nicht entwunden?«

»Was ist Ihnen denn wieder durch den Sinn gefahren, Herr? Heute Früh wußten Sie mir es Dank!«

»Gewiß! Noch vor einer Stunde! – Seitdem . . . . .«

»Hat die fremde Dame irgend einen Einfluß auf Ihre Gemüthsstimmung? Hat sie vielleicht etwas geäußert, was Sie darnieder schlägt?«

»Sie nicht . . .«

»Also – Agnes?«

Emil schreckte zusammen. Der vertrauliche Ton, den sein Jäger sich erlaubte, indem er von der Gemalin des Herrn sprach, mahnte diesen an die Gefahren, welche für alle Theile nothwendig später oder früher hervorgehen mußten aus den seltsamen und abnormen Geständnissen eines Livreedieners. Was sich im Walde romantisch-poetisch ausgenommen und den Erzähler, trotz aller an ihm haftenden Flecken, mit der Gloriole der Märtyrer unserer modernen gesellschaftlichen Zustände geschmückt hatte, das stellte sich Abends im Schlosse ganz anders dar: dort, in freier Luft, unter grünen Bäumen, hatte Emil, neben Franz auf dem Erdboden sitzend, mehr als 88 Theilnahme, er hatte wohlwollende Neigung für den unglücklichen, in tiefes Elend versunkenen Sohn einer edlen Familie, hatte freundschaftliche Regungen für den jungen Menschen empfunden, der aus der Nacht seines Daseins nach einem hohen, reinen Sterne zu blicken, der Agnes liebend anzubeten und ihm dieß zu gestehen wagte! Hier, im engen Raume, zwischen kostbaren Schränken, Gemälden, Büchern, Armsesseln und silbernen Leuchtern, wo der Miethling Franz dem Herrn von Schwarzwaldau die Stiefeln auszog und ihm den Schlafrock darreichte, – hier gewann das Verhältniß alsobald ein neues Ansehen. Und das unüberlegte Wort: »Also Agnes?« würde zum Ausbruch heftigen Zornes von Seiten Emil's, ja vielleicht zu einem sehr ernsten Auftritte geführt haben, wäre Derjenige, dessen Stolz dadurch verletzt war, nicht eben in jene weichliche, melancholische Niedergeschlagenheit verfallen, die Agnesens letzte Worte wieder hervorgerufen. Er begnügte sich mit einem: »Genug davon! ich bin müde!«

Franz fügte sich und ließ ihn allein. Doch brummte er beim Hinausgehen etwas ›von Wetterhähnen, die ihre Richtung mit jedem Lüftchen wechseln!‹ was dem feinen Gehör des Zurückbleibenden, gleich allen Leuten seines Schlages Argwöhnischen, 89 nicht entfiel. Kaum befand er sich ohne Zeugen, so warf er sich, wie von einem langen schweren Kampfe abgemattet hin und ergab sich widerstandlos allen in ihm streitenden Empfindungen: »Ich weiß, was sie sagen wollte! Auf Carolinens erstaunte Frage, ob es einem jungen Manne daran fehlen könne, was den Mann macht, an Energie? wollte sie erwidern: sieh' doch nur den meinigen an! Aus Schonung für mich verschwieg sie's, weil ich zugegen war. Jetzt wird sie's der Neugierigen schon vertraut haben! Und hat sie nicht Recht? Bin ich nicht, mit allen edlen Eigenschaften und allen schönen Anlagen, die in mir leben, dennoch ein bedauernswerther Schwächling? Phantasie oder Leidenschaft können wohl ein flüchtiges Feuer in mir entzünden; es lodert heftig auf; aber es stählt meine Nerven nicht zu thatkräftiger Ausdauer; es erlischt augenblicklich, um eine lauwarme Erschlaffung zu hinterlassen. Ist es denn nicht fürchterlich, daß ich mich selbst so genau kenne und doch nicht im Stande bin, mich zu ermannen? Ja, ja, ich kenne mich, und will ich wahr, will ich ehrlich gegen mich sein, so muß ich mir's eingestehen: auch da ich die Spitze des Dolches erhob, sie in mein Herz einzubohren; auch da ich mir vorschwindelte, ich wollte sterben; auch da mangelte mir's an nachdrücklicher 90 Kraft, an festem Willen. Verwundet würd' ich mich haben, – nicht getödtet! Das darf ich mir jetzt nicht mehr verhehlen. Denn wäre es anders mit mir bestellt, wie könnt' ich so willig einem Leben mich wieder zugewendet haben, dessen Last ich eine Stunde vorher für unerträglich erklärte? Ja, welches mir jetzt abermals unerträglich erscheint, nachdem ich heute Vormittags im thörichten Wahne aufflammte, brüderliche Freundschaft für einen Zuchthäusler, der Agnesen liebt, könne mich der Lust am Dasein wiedergeben! Bin ich nicht ein besonders elender Mensch? Bin ich nicht eine Ausnahme von allen Uebrigen? Leichtsinnig und schwach sind Viele; von augenblicklichen Empfindungen fortgerissen werden Viele; sie taumeln in Täuschungen dahin und halten sich noch immer für glücklich, wenn sie schon am drohendsten Abgrunde stehen. Andere wieder, im entschiedensten Gegensatze zu Jenen, zerlegen mit skeptischen Zweifeln, mit mißtrauischen Bedenklichkeiten, wie mit scharfen Messern, jede ihrer Empfindungen, jeden ihrer Gedanken und kommen deßhalb nie zum Genusse einer heitern Gegenwart; dafür aber bewahren sie sich vor bedenklichen Schritten, sichern sich vor einer quälenden Zukunft. Beide Gattungen von Menschen, wie schroff sie voneinander unterschieden sein mögen, behaupten, bei all' ihrer 91 Thorheit, doch eine gewisse Berechtigung, zu sein wie sie sind; denn Jeder von ihnen kann in seiner Art für consequent gelten, und befindet sich in Uebereinstimmung mit angeborenem Naturell. Was aber soll' ich von Demjenigen halten, der beider getrennter Naturen Eigenthümlichkeiten in seiner Person vereiniget? Den momentanen Eingebungen ungezügelter Phantasie verfallend, wie der leichtsinnigste Gesell handelt und dabei als selbstquälerischer Grübler sich zugleich verleidet, was er begann? Was soll ich von diesem halten, wenn ich es selbst bin? Wenn ich einsehe, daß ich es bin? Wenn diese Einsicht aber mir zu weiter nichts verhilft, als die Trostlosigkeit meiner Lage zu vermehren? Soll ich mich hassen? Oder soll ich mich verachten?«

Diese Fragen legte sich Emil vor. Und ohne eine von beiden entschieden zu beantworten, stellte er sich dann noch eine dritte, wichtigere: »Kann ich mich ändern?«

Diese übte lindernde Wirkung auf ihn; denn sie führte ihn aus der schwülen Zelle eines Anatomen, der sich selbst secirt bei lebendigem Leibe, in die Regionen allgemeiner Betrachtung über die Abhängigkeit des Erdenmenschen von seinem irdischen Körper; eine ihm längst geläufige Betrachtung, die 92 ihn nach und nach sich selbst entrückte und ihn zuletzt vergessen ließ, von welcher hohen Wichtigkeit es für ihn zunächst sei, zum klaren Bewußtsein freien Willens, geistiger Unabhängigkeit zu gelangen. Aus den Andeutungen in vorigen Capiteln; aus seinem soeben belauschten Selbstbekenntniß haben wir bereits entnommen, daß er zwischen crassen materialistischen Ansichten und zwischen unverkennbaren Neigungen zu idealistischer Schwärmerei hin und her schwankte. Vielleicht weil er an den in dieses Gebiet einschlagenden Wissenschaften und Studien nur genascht hatte; weil er ein planloser Autodidact, ein Halbgelehrter war!? Und ist diese Halbheit, angeregt und befördert durch so viele Handbücher, populäre Enthüllungen, gemeinnützige Schriften, Journale, nicht vielleicht der größte Segen und zugleich der schwerste Fluch unseres Jahrhundertes? Werden dem Laien nicht Werke dargeboten, die ihn durch verneinenden Inhalt ärmer machen, ohne ihn durch Das zu bereichern, was den gelehrten Verfasser, den Forscher, den Entdecker beglückte, eben weil er es fand und im Finden Entschädigung erhielt für manche Verluste an beglückendem Glauben, an kindlich frommer Zuversicht? Haben wir nicht Alle, Jeder im Paradiesgärtlein eigener Kindlichkeit, schon frühzeitig vom Baume der 93 Erkenntniß Früchte gebrochen? Ach, und wie manche unreife? Wie manche wurmstichige! Wer nicht kräftig organisirt ist, gut zu verdauen, – darf ein solcher sich wundern, wenn er sich übel fühlt? Und daß Emil nicht zu den Starken gehörte, haben wir genugsam und zum Ueberfluße angedeutet.

So lassen wir ihn denn einem, durch zahllose Widersprüche gestörten Schlummer und werfen, ehe wir dieß Capitel und mit demselben gewissermaßen den Prolog unserer Geschichte schließen, noch einen flüchtigen Blick in das sogenannte ›Jägerzimmer,‹ wo unter Emil's Vater drei bis vier grüne Burschen ihr wildes Wesen trieben; wo jetzt Franz Sara ganz allein hauset; abgeschieden und entfernt von allen übrigen Schloßbewohnern; nur durch einen Glockendraht in Verbindung mit des Gebieters Wohn- und Schlafgemach, zu welchem eine steinerne Wendeltreppe hinabführt. Dieses Jägerzimmer wird mit Unrecht Zimmer genannt; es ähnelt mehr einem Saale; einem öden, unwohnlichen, winklichen Saale, der nicht entstanden ist, weil des Schlosses Erbauer ihn dort haben wollten, sondern der gleichsam aus räumlichen Ueberbleibseln besteht, die man für gesonderte, kleinere Stuben einzurichten und zu benützen, dort oben im dritten Stockwerk nicht mehr der Mühe 94 werth gefunden. Er liegt in der Ecke, wo zwei Flügel sich kreuzen, zwischen einer alten Rüst- und Waffenkammer auf der einen, zwischen einem weiten breiten Gefilde auf der andern Seite, welches Letztere an seinen Wänden hangend, eine Anzahl Schwarzwaldau'scher Familien-Portraits väterlicher und mütterlicher Seite, hinter deren vergüldeten Rahmen jedoch eine noch unzähligere Menge von Fledermäusen beherbergt, die durch einige, seit einem halben Jahrhundert zerbrochene und ungeflickte Glasscheiben in den oberen Fensterflügeln freien Aus- und Einzug haben. Schon diese Nachbarschaft ist wenig geeignet, den einsamen Bewohner des Jägerzimmers anzulächeln. Noch weniger trägt die innere Einrichtung zu vergnüglichem Aufenthalte bei. Drei leere Bettstellen erinnern zum Nachtheile der Gegenwart daran, daß in vergangener Zeit hier ein geselliges Zusammenleben gewaltet, und machen die jetzige Einsamkeit nur noch einsamer. Ein Schrank, ein Tisch, vier Stühle stehen dicht um Franzens Lager, welches er so nahe wie möglich beim alten Ofen aufgeschlagen. Die grünen Kacheln dieses Colosses tragen auf ihrer Oberfläche kleine menschliche Figürchen, wie die Töpfermeister vorigen Jahrhundertes selbige zu formen liebten. Solch' ein Anblick gewährt doch einige Abwechslung in der wüstenhaften 95 Leere. Aus ihnen besteht aber auch des Jägers einzige Gesellschaft. Von den andern Dienern, sämmtlich älter als er, besucht ihn keiner. Er hat nichts dafür gethan, ihren Umgang aufzusuchen; hat sich vielmehr, seit dem ersten Tage seines Eintrittes in den Dienst, fern von ihnen gehalten und abgesondert. Von den Männern ist ihm nicht Einer wohlgeneigt, bis zum letzten Stallknecht hinab. Das weiß, das empfindet er. Und die zärtlichen Absichten der Mädchen hat er selbst vereitelt, indem er sie keines Blickes würdigte. Sogar Agnesens Kammerjungfer nicht; wiewohl diese häufig ihren Spiegel befragt, ob sie eine solche Nichtbeachtung verdiene? und jedesmal die Versicherung empfängt: es sei geradezu unerklärlich. Denn sie war wirklich hübsch. Und eben diese mied er am Vorsichtigsten, – worüber wir uns weniger verwundern, als sie.

Da sitzt er nun, – nicht wie sein Herr, umgeben von jeglicher Anmuth, die Wohlstand und Bequemlichkeit bieten; aber auch nicht wehmüthig erschlafft in ohnmächtiger Selbstbetrachtung. Er zürnt, – er trotzt, – er begehrt. Auch seine Gefühle und Leidenschaften haben seit gestern einen zwiefachen Umschwung erlitten. Aus dem Ueberdruße am Leben hat ihn Emil's überraschendes Benehmen im Walde 96 auf die abenteuerlichsten Vorstellungen von vertraulicher Freundschaft mit dem Gebieter gebracht, daß er sich gar bis zu der Möglichkeit verstieg, Agnesen näher zu treten, als einem Diener geziemt. Und in diese Aufwallungen ungezügelter Phantasie ist nun auf einmal wieder die unerwartete Veränderung getreten, die Emil's ganzes Wesen umgestimmt, wie man eine Hand wendet?

»Er bereut schon, daß er sich heute Morgens weggeworfen, daß er mir brüderlich die Hand gereicht! Er ist ein unzuverlässiger, von jeglichem äußerlichen Eindrucke abhängiger Mensch. Keiner gewaltigen Leidenschaft fähig, weder in Neigung noch Abneigung; weder in Liebe noch Haß. Seine Worte haben keine Bedeutung, wie schön sie klingen. Täuscht er doch sich selbst, indem er redet und zu glauben wähnt an das, was er spricht. Warum sollte er Andere nicht täuschen? Auch was er mir über Agnes gesagt, ist ihm nicht Ernst. Wenn er sie achtete und hoch hielte, wie er prahlt, warum liebt er sie nicht, wie ein junger Mann ein junges, schönes Weib liebt? Warum lebt er getrennt von ihr? Ich liebe sie! Ich liebe sie, wie nur der liebt, der einer tief innersten, Leib und Seele ausfüllenden, ausschließlichen Passion lebt! Er weiß nicht, was er will und ich war ein Thor, 97 daß ich seinen süßen Lügen lauschte. Wär' er ein ganzer Kerl, er hätte mich über den Haufen schießen müssen, da ich ihm eingestand, was er aus keines Menschen Munde hören dürfte; was aus dem Munde seines Dieners unerhörte Frechheit ist. – Ja, jetzt bereut er, daß er mir dieß Geheimniß ablockte; ist in tödtlicher Verlegenheit, wie er sich gegen mich stellen, wie er mich los werden soll? Die Gegenwart der fremden Dame beängstiget ihn. Vielleicht hat sie irgend eine Aeußerung über mich gethan, die ihn befürchten läßt . . . weßhalb rief er mich an den Tisch? Auf meine Frage ist er mir befriedigende Erklärung schuldig geblieben. Er ist feig. Er wird mir nicht in's Gesicht sagen. was ihn beunruhiget; wird es nicht eingestehen, wenn ich danach forsche. Ich muß vorsichtig sein: nachdem ich ihm die Waffen gegen mich in die Hand gegeben, ihn zum Vertrauten meines Schicksals machte, ist es ihm ein Leichtes, mich völlig zu verderben; mich vor ihr zu entehren! O, warum hab' ich mich durch – ich weiß nicht welches alberne Gefühl abwendig machen lassen von meinem entschiedenen Vorsatze? Warum hab' ich ihn gehindert, den seinen auszuführen? . . . Wenn es ihm überhaupt Ernst damit war!? Warum hab' ich mich in ein Gewebe neuer, verworrener Schlingen begeben, 98 wo ich hängen bleiben muß, wenn ich mich nicht gewaltsam durchhaue?! Rücksichtslos, wen es trifft? Todt sein wäre besser. Besser für mich, besser für ihn . . . . Besser für sie!«

Und Franz verlor sich in einer dunklen Reihe düsterer Bilder, in welchen die Genossen seiner Kerkerzeit mit bleichen Angesichtern und unheildrohenden Mienen an ihm vorüberschwebten, Erinnerungen weckend an manche grauenhafte, unentdeckte That, die in jenen dicken Mauern, heiser geflüstert, von Ohr zu Ohre geschlichen, wie das Gespenst eines längst Vermoderten.

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