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Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes

Johann Peter Hebel: Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes - Kapitel 73
Quellenangabe
typenarrative
authorJohann Peter Hebel
titleSchatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
publisherVerlag der J. G. Cotta'schen Buchhandlung
year1888
firstpub1811
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20151210
projectida841eee1
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Ein teurer Kopf und ein wohlfeiler.

Als der letzte König von Polen noch regierte, entstand gegen ihn eine Empörung, was nichts Seltenes war. Einer von den Rebellen, und zwar ein polnischer Fürst, vergaß sich so sehr, daß er einen Preis von 20 000 Gulden auf den Kopf des Königs setzte. Ja, er war frech genug, es dem König selber zu schreiben, entweder um ihn zu betrüben oder zu erschrecken, Der König aber schrieb ihm ganz kaltblütig zur Antwort: »Euren Brief habe ich empfangen und gelesen. Es hat mir einiges Vergnügen gemacht, daß mein Kopf bei Euch noch etwas gilt. Denn ich kann Euch versichern, für den Eurigen gäb' ich keinen roten Heller.«

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