Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Johann Peter Hebel >

Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes

Johann Peter Hebel: Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes - Kapitel 64
Quellenangabe
typenarrative
authorJohann Peter Hebel
titleSchatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
publisherVerlag der J. G. Cotta'schen Buchhandlung
year1888
firstpub1811
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20151210
projectida841eee1
Schließen

Navigation:

Das seltsame Rezept.

Es ist sonst kein großer Spaß dabei, wenn man ein Rezept in die Apotheke tragen muß; aber vor langen Jahren war es doch einmal ein Spaß. Da hielt ein Mann von einem entlegenen Hof eines Tages mit einem Wagen und zwei Stieren vor der Stadtapotheke still, lud sorgsam eine große tannene Stubenthür ab und trug sie hinein. Der Apotheker machte große Augen und sagte: »Was wollt Ihr da, guter Freund, mit Eurer Stubenthür? Der Schreiner wohnt um zwei Häuser links.« Dem sagte der Mann, der Doktor sei bei seiner kranken Frau gewesen und habe ihr wollen ein Tränklein verordnen, so sei in dem ganzen Haus keine Feder, keine Tinte und kein Papier gewesen, nur eine Kreide. Da habe der Herr Doktor das Rezept an die Stubenthüre geschrieben, und nun soll der Herr Apotheker so gut sein und das Tränklein kochen.

Item, wenn es nur gut gethan hat. Wohl dem, der sich in der Not zu helfen weiß.

 << Kapitel 63  Kapitel 65 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.