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Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes

Johann Peter Hebel: Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes - Kapitel 37
Quellenangabe
typenarrative
authorJohann Peter Hebel
titleSchatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
publisherVerlag der J. G. Cotta'schen Buchhandlung
year1888
firstpub1811
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20151210
projectida841eee1
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Nützliche Lehren.

13.

Verständige, ja gelehrte Landwirte machen oft neue Versuche zur Verbesserung ihres Ackerbaues oder der Viehzucht. Mancher sieht etwas Neues in anderen Ländern und bringt's heim. Manchen lehrt der Zufall einen Vorteil, der ihm hernach großen Gewinn bringt. Meint er's gut mit seinen Mitbürgern, so teilt er ihnen seine Entdeckung mit und ermuntert sie, seinem Beispiel zu folgen. Die meisten sagen alsdann: » Wir wollen bei der Weise unserer Väter bleiben, und wie sie's getrieben haben, so treiben wir's auch.« Das ist sehr verständig gesprochen, geneigter Leser! Nur muß man's nicht bei den Worten bewenden lassen, sondern auch seinen guten Vorsatz erfüllen. Denn der Ackerbau und jede Vorsicht und Beobachtung dabei ist gewiß nicht auf einmal so erfunden worden, wie er jetzt ist, sondern eben unsere Väter und Voreltern haben lange und vielerlei versucht und guten Rat nicht verachtet. Manches ist mißlungen, manches ist wohlgeraten und besser geworden, und so können wir auch noch in Zukunft weiterkommen und unseren Ackerbau und Wohlstand verbessern, wenn wir nur Wort halten und dem Beispiel unserer lernbegierigen und fleißigen Vorfahren folgen.

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