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Schatten der Vergangenheit

Edward Phillips Oppenheim: Schatten der Vergangenheit - Kapitel 6
Quellenangabe
typefiction
authorEdward Phillips Oppenheim
titleSchatten der Vergangenheit
publisherPeter J. Oestergaard Verlag
yearo.J.
translatorRavi Ravendro
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20150325
projectid93315fda
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Kapitel 5.
Ein Brief aus Südamerika.

Ich erwartete natürlich, daß mein Vater am Abend noch mit mir über die seltsame Begegnung im Gelben Hause sprechen würde, obwohl ich eine unbestimmte Furcht vor seinen Mitteilungen empfand. Schon begann ich die Stunden, die ich bei Mrs. Fortreß verbracht hatte, als eine neue Epoche in meinem Leben anzusehen. Noch niemals hatte ich einen Menschen getroffen, der mich in so kurzer Zeit so stark gefesselt hatte. Dauernd mußte ich an diese Frau denken. Es war unmöglich zu glauben, was Lady Naselton von ihr erzählt hatte. Abgesehen von meinem Urteil, das stets auf ihrer Seite war, kam mir zum Bewußtsein, daß ihre Persönlichkeit mich anzog, ja faszinierte. Ihre Art zu leben, ihre Umgebung, die ruhige, selbstverständliche Vornehmheit, die sie und ihr Haus umgab, ihre Kleidung und ihre Unterhaltungsgabe waren eine Offenbarung für mich. Sie war eine hochgebildete Frau, die sich in der Gewalt hatte und im Vollbewußtsein ihrer Persönlichkeit ihr eigenes Leben lebte, ohne sich darum zu kümmern, was die Welt dazu sagte. Ich hätte gern mehr von ihr gehört und gesehen, aber ich fürchtete, daß mein Vater mir den Verkehr mit ihr strenge verbieten würde. Ich war jedoch fest entschlossen, sie nicht ohne Kampf aufzugeben. Erst mußte ich wissen, daß sich mein Vater nicht von dem allgemeinen Vorurteil leiten ließ; denn die Freundschaft, die mich bereits mit Mrs. Fortreß verband, war mir zu wertvoll, um sie deshalb zu opfern.

Aber ich war erstaunt und in gewisser Weise erleichtert, daß mein Vater das Erlebnis des Nachmittags vollständig überging, als ich ihn wieder traf. Wie gewöhnlich erschien er sorgfältig gekleidet zum Abendessen und nahm in seiner vornehmen, ruhigen Art die Speisen zu sich. Nach Tisch sahen wir ihn nicht wieder. Er ging sofort wieder in sein Studierzimmer und schloß sich ein. Das war das Zeichen, daß er in keiner Weise gestört sein wollte. Und trotzdem ich länger als gewöhnlich im Wohnzimmer blieb und auch in meinem Zimmer noch bis weit nach Mitternacht wachte, blieb seine Tür verschlossen.

Am nächsten Morgen war er schon vor uns nach unten gegangen und stand am Fenster, als ich ins Speisezimmer trat. Das helle Morgenlicht lag erbarmungslos auf seinem blassen Gesicht, das die Spuren seines langen Wachens trug. Es schien mir, als ob er uns beide ruhiger als sonst begrüßte.

Während des Frühstücks sprach ich ihn mehrmals an, aber er überhörte meine Fragen entweder oder gab mir nur kurze, einsilbige Antworten. Alice erzählte von den Schulen, aber auch darauf ging er nicht ein. Schließlich schwiegen wir ganz. Als wir eben im Begriff waren, aufzustehen, hörten wir, daß draußen ein Wagen vorüberfuhr. Ich sah schnell aus dem Fenster und erkannte Mrs. Fortreß.

»Sie fährt fort!« rief ich und erhob mich halb.

Auch mein Vater war aufgestanden. Er machte eine Bewegung, als ob er aus dem Zimmer eilen wollte, aber er beherrschte sich sofort wieder. Ich bemerkte deutlich, welchen Eindruck ihre Erscheinung auf ihn gemacht hatte. Seine Unterlippe zuckte, und seine langen, weißen Finger krampften sich nervös zusammen. Alice schaute ahnungslos hinaus.

»Es ist unsere geheimnisvolle Nachbarin vom Gelben Haus«, sagte sie. »Wenn auch nur der zehnte Teil von dem wahr ist, was die Leute über sie sagen, dann können wir nur froh sein, daß sie fortfährt. Am besten wäre es, wenn sie für immer ginge.«

Mein Vater wollte ihr etwas erwidern, entschloß sich aber anders und verließ das Zimmer. Es blieb mir überlassen, meiner Schwester zu antworten.

»An deiner Stelle würde ich mich nicht darum kümmern, was die Leute von ihr sagen. Aller Wahrscheinlichkeit nach hörst du doch nur Lügen. Ich habe gestern nachmittag Tee bei ihr getrunken, und ich konnte feststellen, daß sie eine sehr gebildete und vornehme Dame ist.«

Alice betrachtete mich erschrocken mit weitgeöffneten Augen.

»Du willst doch nicht etwa sagen, daß du sie besucht hast – daß du ihr Haus betreten hast, Kate?« rief sie entsetzt.

Ich nickte.

»Ich wurde von dem Gewitter überrascht, und sie bat mich in ihr Haus«, erklärte ich kühl. »Später unterhielten wir uns so gut, daß ich mich freute, als sie mich zum Tee einlud. Sie ist eine entzückende Frau.«

Alice sah mich fassungslos an.

»Aber Kate, hat denn Lady Naselton nicht mit dir über sie gesprochen? Sicher hast du doch gehört, was die Leute von ihr sagen?«

Ich zuckte die Schultern leicht.

»Lady Naselton hat mir viel erzählt, aber ich glaube nicht alles, was sie über andere Leute berichtet. Hältst du denn das überhaupt für richtig?«

Die Gesichtszüge meiner Schwester wurden hart. Sie lebte in all den Vorurteilen ihres Standes.

»Du vergißt, wer du bist«, sagte sie entrüstet. »Nicht nur Lady Naselton spricht über sie. Du kannst dich darauf verlassen, daß etwas Wahres an der Geschichte ist. Wo Rauch ist, da ist auch Feuer. Du hast nicht gut daran getan, dich mit ihr einzulassen.«

»Das ist Ansichtssache«, erklärte ich entschieden.

»Ich glaube nicht, daß sie eine anständige Frau ist«, erwiderte Alice hartnäckig.

»Und ich halte sie für eine sehr vornehme Frau, bis ich das Gegenteil erfahre. Ich kenne sie, aber du kennst sie nicht. Und ich kann dir versichern, daß sie viel interessanter ist, als alle die Damen, die hier bei uns Besuch gemacht haben.«

Alice war sehr ärgerlich auf mich.

»Du ziehst also ein interessantes Wesen einem anständigen Charakter vor?« rief sie hitzig.

»So weit bin ich nicht gegangen. Aber es ist traurig, daß die meisten anständigen Frauen, die man trifft, so langweilig sind. Das Bewußtsein ihrer eigenen Tugend scheint sie so einzunehmen, daß für nichts anderes mehr Raum bleibt.«

Alice verließ mich verzweifelt. Als ich mich umwandte, stand mein Vater vor mir und sah mich ungehalten an. Seine Stirne lag in schweren Falten.

»Du bist zu vorschnell und liebst diese modernen, oberflächlichen Redensarten, Kate!« sagte er streng. »Ich möchte dergleichen nicht wieder hören.«

Ich erwiderte nichts. Manchmal fürchtete ich mich vor meinem Vater, wenn unterdrückte Erregung in ihm arbeitete. Ich hatte dann immer das Gefühl, daß ein Vulkan unter der äußeren, ruhigen Oberfläche zitterte. Auch heute waren alle Anzeichen für einen Sturm vorhanden, und ich beeilte mich, ihn abzulenken.

»Die Post ist eben gekommen«, sagte ich und reichte ihm einige Kuverts. »Der eine Brief kommt aus einer Stadt, von der ich bisher noch nie gehört habe – sie muß wohl irgendwo in Südamerika liegen.«

Er nahm sie und betrachtete den Umschlag, der obenauf lag. Plötzlich sah ich für einen kurzen Augenblick einen ganz anderen Mann vor mir. Die ruhige Würde und der nachdenkliche Ernst waren aus seinen Zügen verschwunden, und eine leidenschaftliche Erregung glänzte in seinen Augen. Seine Lippen zitterten, und seine Finger krampften sich zusammen. Ich dachte, er würde den Brief ungeöffnet zerreißen, aber er beherrschte sich mit äußerster Anstrengung und verließ das Zimmer.

Ich hörte, wie er den ganzen Morgen in seinem Studierzimmer auf und ab ging. Als er zum Mittagessen erschien, hatte er seine Haltung wiedergewonnen. Nur gegen Ende der Mahlzeit machte er eine sonderbare Bemerkung.

»Ich werde heute nachmittag nach London fahren«, sagte er ruhig.

»Nach London?« fragten wir beide.

»Ja, ich habe dort eine Sache zu erledigen, die meine persönliche Anwesenheit erfordert.«

Alice war noch erstaunter als ich.

»Aber was soll aus Mr. Hewitt werden?« fragte sie ihn verwundert. »Wir hatten uns doch heute nachmittag um fünf Uhr mit ihm in der Schule verabredet, um über die neue Entlüftungsanlage zu sprechen.«

»Mr. Hewitt muß bis zu meiner Rückkehr warten. Die Schulen haben zehn Jahre lang keine Entlüftungsanlage gehabt, also kann es auch noch eine Woche länger dauern. Kate, reiche mir bitte die Worcestershire-Sauce.«

Damit brachte mein Vater dieses Thema zum Abschluß.

Um halb vier erschien ein Wagen von der Station, und mein Vater trat mit einer kleinen Handtasche aus seinem Zimmer.

»Ich werde am Freitag zurückkommen. Auf Wiedersehen, Alice. Auf Wiedersehen, Kate.«

Wir verabschiedeten uns von ihm, und er stieg ein. Alice und ich blieben noch auf der Türschwelle stehen, bis der Wagen außer Sicht gekommen war. Dann sahen wir uns befremdet an. Wir fühlten beide, daß mit dieser plötzlichen Abreise irgendein Geheimnis verbunden war.

»Weißt du, was das bedeuten soll?« fragte mich Alice.

Ich schüttelte den Kopf.

»Er hat mir nichts gesagt. Aber du hast mir doch erzählt, daß er öfters nach London fuhr, als er noch in Belchester wohnte.«

Sie sah mich ernst an.

»Ja. Das ist auch einer der Gründe, warum er die Stelle dort aufgeben mußte. Die Leute haben sich darüber aufgehalten. Er fuhr sehr oft nach London, und der alte Colonel Dacre hat sich deshalb bei dem Bischof beklagt.«

»Das war ein Dummkopf, der sich in Sachen mischte, die ihn nichts angingen«, erwiderte ich und lehnte mich an den Türpfosten. Ich sah zu dem Gelben Hause hinüber.

»Ja, dieser Dacre war ein Wichtigtuer«, gab Alice zu. »Aber schließlich habe ich mich nicht darüber gewundert, daß er an den Bischof schrieb. Auch viele andere Leute hatten sich darüber beschwert. Du warst ja nur kurze Zeit in Belchester und weißt natürlich nichts davon.«

»Und du hast keine Ahnung, warum er so häufig nach London reiste? Was hat er denn dort gemacht? Wo hat er gewohnt?«

»Ich weiß gar nichts. Ich war immer sehr traurig darüber, und als wir hierherkamen, hoffte ich, daß es vorbei sein würde. Aber nun scheint es wieder zu beginnen!«

»Ich glaube aber, daß ich den Anlaß zu seiner heutigen Reise kenne.«

»Wirklich?« rief Alice begierig.

Ich nickte.

»Es war ein Brief.«

»Der mit der Morgenpost kam?«

»Ja.«

»Woher weißt du das?«

»Der Postbote reichte mir die Briefe durchs Fenster. Zwei waren für Vater. Der eine kam von Mr. Hewitt – wegen der Schule, wie du weißt –, und der andere aus irgendeiner Stadt in Südamerika. Und auf diesen Brief hin ist er nach London gefahren.«

Sie zog die Augenbrauen hoch und sah mich bestürzt an.

»Vater sprach niemals davon, daß er jemand in Südamerika kennt!«

»Aber der Brief kam von dort. Es war ein schmales, längliches Kuvert, und die Handschrift war schön und klar.«

»Vielleicht haben wir dort noch Verwandte, von denen wir nichts wissen«, meinte Alice nachdenklich. »Wahrscheinlich sind sie arm und –«

»Dieser Brief war nicht von einem armen Mann geschrieben«, unterbrach ich sie. »Der Briefumschlag war aus dem besten Papier, und wenn ich mich nicht irre, trug er ein geprägtes Monogramm auf der Rückseite.«

»Aber vielleicht ist er doch nicht wegen dieses Briefes abgereist.«

»Das können wir bestimmt annehmen. In der einen Ecke stand nämlich in kleiner Schrift: ›London ungefähr am fünfzehnten‹.«

»Heute ist der fünfzehnte«, bemerkte meine Schwester und sah mich besorgt an. »Ich möchte nur wissen, wohin das noch führen soll. Manchmal fürchte ich mich beinahe.«

Auch ich, die mehr wußte als sie, war sehr bedrückt. Die Furcht vor meinem Vater wuchs immer mehr. Es schien mir, als ob er nur mit Widerwillen unter uns lebte und immer eine Maske trüge. Sein wirkliches Leben lebte er vielleicht in einer ganz anderen Umgebung; es wurzelte irgendwie in einer fernen Vergangenheit, die ihre Schatten auf unser Leben in diesem ruhigen, kleinen Dorfe warf. Ich hatte schon einmal von Leuten gelesen, die ein Doppelleben führten. Die eine Seite ihres Lebens mußte notwendigerweise eine Lüge sein. Plötzlich stieg der Verdacht in mir auf, daß vielleicht mein Vater in zwei verschiedenen Persönlichkeiten auftrat. Er versah die Pflichten, die ihm seine kleine Pfarrei auferlegte, und er lebte täglich mit uns zusammen, aber seine Gedanken weilten in unerreichbaren Fernen. Es schien mir, als ob er aus einem geheimnisvollen Grund rein mechanisch seine alltäglichen und uninteressanten Pflichten erfüllte. Führte er noch ein anderes Leben? Mit eigenen Augen hatte ich gesehen, wie sich sein Wesen verwandeln konnte. Zweimal war die Maske gefallen: als er Bruce Deville gegenübertrat, und als er mich im Gespräch mit unserer seltsamen Nachbarin in dem Gelben Hause traf. Damals hatte er ein ganz anderes Gesicht, einen ganz anderen Charakter gezeigt. Wer war er eigentlich? Und was war er? Lebte dieser andere Mensch in ihm nur in der Vergangenheit, oder auch in der Gegenwart? Was würde sich in Zukunft ereignen?

Wir standen noch nebeneinander am Fenster, als plötzlich die Gartentür geöffnet wurde. Eine große Gestalt kam den Weg zum Hause entlang. Alice betrachtete den Mann neugierig.

»Wir bekommen Besuch – wir wollen lieber zurücktreten«, sagte sie.

Ich erkannte ihn und blieb am Fenster stehen. Nach jener Begegnung mit Mr. Bruce Deville auf dem Rasenplatz hatte ich nicht erwartet, ihn sobald auf unserem Grundstück wiederzusehen. Aber er war es, der auf dem kiesbestreuten Weg daherkam, wie gewöhnlich schlecht gekleidet und mit düsterem Gesichtsausdruck. Ich ging hinaus, um ihn zu begrüßen. Wir sahen uns kühl an, und er zog seine Mütze förmlich und steif.

»Ist Mr. Ffolliot zu Hause?« fragte er mich. »Ich hätte gern ein paar Worte mit ihm gesprochen.«

Ich überging seine Frage zunächst.

»Guten Morgen, Mr. Deville«, sagte ich ruhig.

Er errötete ein wenig, und ich erkannte daraus, daß er nicht so unempfindlich war, als er sich den Anschein gab. Trotzdem lag offenkundige Ironie in seiner Verbeugung.

»Guten Morgen, Miß Ffolliot«, erwiderte er kalt. »Ich möchte Ihren Vater kurz sprechen. Darf ich Sie darum bitten, ihm mitzuteilen, daß ich hierhergekommen bin?«

»Es wird meinem Vater sehr leid tun, Sie verfehlt zu haben«, antwortete ich lächelnd. »Er ist nicht zu Hause.«

Sein Gesicht verfinsterte sich noch mehr; er schien sehr ärgerlich zu sein.

»Können Sie mir nicht wenigstens sagen, wann er zu Hause sein wird? Ich werde wiederkommen.«

»Leider nicht. Wir erwarten ihn am Freitag zurück, aber ich weiß nicht wann.«

Plötzlich änderte sich sein Gesichtsausdruck vollkommen. Seine Augen blitzten auf.

»Ist er verreist?« fragte er barsch.

»Er ist heute nachmittag nach London gefahren. Kann ich ihm etwas bestellen?«

Er blieb ruhig stehen und sah mich durchdringend an. Schließlich zog er einen kleinen Fahrplan aus der Tasche.

»Annesly Junction 3.30; St. Pancras 7.50«, sagte er halb zu sich selbst. »Ich danke Ihnen. Guten Morgen.«

Er wandte sich kurz um, aber ich rief ihn zurück.

»Mr. Deville!«

Er blieb stehen und sah sich um.

»Entschuldigen Sie, ich bin in großer Eile.«

»Es tut mir leid, daß ich Sie aufhalte. Aber Sie haben etwas verloren, als Sie das Kursbuch aus der Tasche nahmen.«

Mit großen Schritten kam er zurück, und ich zeigte auf den Boden, wo ein Kuvert zu meinen Füßen lag. Als er sich bückte, um es aufzuheben, sah ich auch einen kurzen Augenblick darauf, und ein Ausruf entschlüpfte meinen Lippen. Er sah mich fragend an.

»Was haben Sie?« fragte er.

»Nichts. Guten Morgen, Mr. Deville.«

Er zögerte noch eine Sekunde. Scheinbar wollte er gern wissen, was mein Ausruf bedeuten sollte, aber ich war nicht gewillt, seine Neugierde zu befriedigen.

»Ich dachte, Sie hätten eine Bemerkung gemacht. Was haben Sie gesagt?«

»Ach, es war nichts. Sie haben es doch so eilig – ich will Sie nicht aufhalten.«

Er steckte den Briefumschlag ein und ging fort. Alice trat durch eine der Glastüren zu mir heraus und sah ihm mit großen Augen nach.

»Was für ein merkwürdiger Mann!« rief sie.

Ich antwortete ihr nicht gleich, ich war nachdenklich geworden. Sicherlich hatte ich mich nicht geirrt. Die Handschrift auf dem Kuvert, das Mr. Deville hatte fallen lassen, war dieselbe wie auf dem Brief, den mein Vater am Morgen aus Südamerika erhalten hatte.

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