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Scepter und Hammer

Karl May: Scepter und Hammer - Kapitel 87
Quellenangabe
typefiction
booktitleScepter und Hammer
authorCarl May
year1880
titleScepter und Hammer
sendernoname@abc.de, hille@abc.de
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So saßen sie lange Hand in Hand bis die Prinzessin die Stille, in welcher nur die Herzen gesprochen hatten, unterbrach.

»Darf ich Sie auf ein Wort meines Briefes aufmerksam machen, Graf.«

»Bitte.«

»Seine Majestät haben das Wörtchen »einstweilen« unterstrichen. Sie dürfen also wohl hoffen, daß die Güte des Königs auch weiter für Sie thätig sein wird. Glauben Sie fest, daß Ihnen dieselbe Niemand so von ganzem Herzen gönnt, wie ich!« –

Sie stand, von ihrer inneren Bewegung beherrscht, auf und trat an das Fenster. Er blieb sitzen, lange, lange, bis es ihn hin zu ihr zog. »Prinzeß!«

Sie antwortete nicht.

»Asta!«

Sie drehte sich jetzt um. Ihre Augen leuchteten im feuchten Glanze. »Max!«

Sie lagen einander in den Armen, wortlos; aber der warme Busen, der an seiner Brust wogte, sagte ihm, wie schwer es ihr bisher geworden war die Gefühle zu beherrschen, von denen sie jetzt beim bloßen Klange ihres Namens übermannt worden war. – –

Auf der Waldwiese vor der Hütte Tirbans war das hohe Gras abgemäht, um Platz zu machen für eine Reihe von kostbaren Zelten, die man hier für die beiden Könige von Nor- und Süderland und ihre Begleitung errichtet hatte. Der tolle Prinz war mit seinem ganzen Heere gefangen genommen worden, eine Schlappe, die ihm fürchterlich erschien, ebenso wie der Umstand, daß Karl Goldschmidt, der Insurgentenführer, herbeigerufen worden war, um im Namen seiner Genossen Antheil an den Verhandlungen zu nehmen. Diese Verhandlungen waren im vollen Gange und näherten sich sehr schnell ihrem friedlichen Ende. Die Hauptforderung der Aufständischen nach einer ähnlichen Konstitution, wie sie der König von Norland jetzt eben ausarbeiten ließ, war bereits gewährt, und die übrigen Fragen betrafen nur Punkte, deren Lösung nach diesem Zugeständniß nicht schwer werden konnte. An einem der letzten Abende war der Platz von hundert Fackeln hell erleuchtet, und die Herrschaften saßen bei einem munteren Pickenick beisammen. Am Rande der Blöße hatten sich die niedriger Stehenden versammelt, unter denen sich auch die beiden Schuberte befanden. Zwischen ihnen saß Karavey, der Zigeuner.

»Siehst Du wohl, Bootsmann,« meinte der Steuermann, »daß ich Recht hatte, als ich hier den Willmers für den Sternburg und den Türken für den schwarzen Kapitän hielt?«

»Pah! Ich könnte Dir ganz Ähnliches sagen, worüber Du noch mehr lachen würdest als damals.«

»Nun, zum Beispiel!«

»Was sagst Du dazu, wenn ich den Brandauer für den Prinzen, den Sternburg für den Brandauer und den Türken für den Raumburg halte?«

»Heiliges Mars- und Brahmenwetter, Du bist verrückt, Kerl!«

»Das ist am Den! würde mein Paldrian sagen, wenn er hier pei uns wäre und dieses verwechselte Zeug gehört hätte,« meinte Thomas. »Pei meiner armen Seele, Du pist verrückt, mein Kind, verrückter noch als der Heinrich und der Paldrian!«

»Die? Inwiefern sind denn die verrückt?«

»Weil sie sich meine Parpara eingebildet haben; aper ich pekomme sie doch!«

»Ah! Wirklich?«

»Wirklich. Am Apend vor meiner Apreise sind wir Peide richtig und einig geworden. Wir heirathen uns; ich werde ein Gasthofspesitzer und errichte mir im Nebengebäude eine Schmiedewerkstatt, wo der Thomas von früh pis zum Apend fleißig hämmern wird, um nachher sein Pier aus der eigenen Puteille zu trinken und seinen Tapak oder seine Ampalema aus der eigenen Püchse und Kiste zu rauchen. Pasta, apgemacht!«

»Gratulire!«

»Ich auch!«

»Danke! Werdet Peide eingeladen. Macht den Hausrath fertig. Amen!«

Gegenüber am Buschrande kam eine Frauengestalt geschlichen, welche zögernd vorwärts schritt, um die Gesellschaft zu rekognosziren. Der Major von Wallroth erkannte sie und sprang auf.

»Mutter!«

Er schämte sich vor all den Herrschaften nicht, die alte Zigeunerin seine Mutter zu nennen.

»Ihre Mutter?« rief der alte Sternburg. »Ist dies wahr?«

Auch der König war aufgestanden.

»Zarba!«

Sie nahte sich demüthig.

»Majestät, zürnt der Tochter der Brinjaaren nicht, daß sie es wagt – –« Er unterbrach sie mit einer raschen Handbewegung.

»Zarba, Du wagst nichts, sondern Du gehörst zu uns, denn alles was geschehen ist, das ist zum größten Theile Dein Werk. Setze Dich zu uns!«

»Erlaubt, daß Zarba stehen bleibe, bis sie das Werk vollendet hat, an dem sie arbeitete so lange Zeit!«

»Nun?«

»Bhowannie ist die Göttin der Rache, sie sprach einst zu mir, daß ich Vergeltung üben solle, und ich gehorchte ihr. Ich habe Gericht gehalten und bin nun gekommen, mein Haupt zu beugen unter dem Urtheile, welches Ihr über mich sprecht.«

Das waren räthselhafte Worte. Niemand antwortete, und sie fuhr fort.

»Hoher Herr, seid Ihr bereit mich anzuhören?«

»Sprich!«

»So erlaubt vorher, daß ich Einen bringen lasse, der hierher gehört und der bald vor einem höheren Gerichte erscheinen wird!«

Sie winkte nach dem Busche hin. Aus demselben traten Horgy, Tschemba und Tirban hervor. Die ersteren trugen eine aus Ästen verfertigte Bahre, und der letztere sorgte dafür, daß der auf derselben liegende Gegenstand nicht herabfiel. Sie setzten die Trage mitten in den Kreis der hohen Herrschaften hinein und entfernten sich dann wieder. Zarba trat hinzu und nahm das Tuch hinweg. Ein Schrei ertönte in der Runde. Auf der Bahre lag mit blutigem Gesichte und gräßlich zugerichtet der Herzog von Raumburg. Zarba beugte sich lange über ihn; dann richtete sie sich wieder empor, nachdem sie ein Paket hervorgezogen und auf die Brust des mühsam Athmenden gelegt hatte. Er stöhnte laut auf, als ob die Papiere eine Last von mehreren Zentnern bildeten. Sie begann:

»Bhowannie hat ihn ereilt und gestürzt. Wer mag ihn ansehen? Und einst war er so schön, so vornehm, und seine Worte klangen so süß und so lieblich, daß die Tochter der Brinjaaren sich bethören ließ und ihm folgte. Sie brach ihrem Bräutigam die Treue, der doch besser war als er und edler, und ihm gleich an allen Würden, denn er war sein älterer Bruder.«

»Zarba!« rief Nurwan-Pascha.

»Katombo, ich sage die Wahrheit. Wie ich mich von ihm bethören ließ, so bethörte sein Vater unsere Mutter. Du bist mein Bruder und der seinige, Bhowannie wollte nicht, daß Bruder und Schwester Mann und Weib sein sollten, und darum lenkte sie mein Herz zur Untreue. Vergib mir! Hier hast Du die Schriften, welche sein und Dein Vater unserer Mutter gab, um sie zu verführen. Sie werden beweisen, daß Du ein Raumburg bist.«

»Ist es möglich?«

»Schweige jetzt. Bhowannie hat ihm seine Minuten gezählt, und ich muß schnell machen, ehe er stirbt. Herzog von Raumburg hast Du Deine volle Besinnung und hörst Du jedes Wort, welches ich rede?«

»Ja,« antwortete er mit hörbarer Anstrengung.

»Du hast gewußt, daß Katombo Dein Bruder ist und erkennst ihn an?«

»Ja!«

»Weiter! Ich zog zu ihm und lebte bei ihm, ich erfuhr alle seine Geheimnisse. Aber er brach mir seine Schwüre, und ich wollte mich an ihm rächen. Er trachtete nach der Krone von Norland. Die Königin und die Fürstin von Sternburg waren Freundinnen. Sie hatten einander lieb und wohnten im Schlosse beisammen, die eine rechts und die andere links. Die Göttin der Vorsehung fügte es, daß beide gleiche Hoffnung bekamen und fast zu gleicher Stunde gebaren, die Königin einen Sohn und die Fürstin eine Tochter, die Fürstin starb bei der Geburt, und der Fürst war im Auslande.«

»Das stimmt!« rief Sternburg. »Weiter, rasch!«

»Der Herzog durfte nicht leiden, daß der König einen Thronfolger habe, er bestach die Hebamme, und diese wechselte die Kinder gegenseitig aus. Die Königin bekam das Mädchen und der Knabe kam zu einer Amme, welche die Tochter der Hebamme war, aber von dem Tausche nichts wußte.«

Jetzt kam die Reihe zu erschrecken an den König.

»Weib, weißt Du auch, was Du sagst? Kannst Du Alles beweisen? Dann wäre ja hier der Kommodore von Sternburg mein Sohn!«

»Majestät hören Sie weiter! In der Eile wurde die Wäsche der Kinder nicht mit umgewechselt, und so erhielt die Amme lauter solche, welche mit dem königlichen Wappen versehen war. Sie lebt noch. Sie ist die Frau des Lohnkutschers Beyer bei der Irrenanstalt, und wenn die Herrschaften hingehen, werden sie dort mein Bild finden, welches ihr Sohn gezeichnet hat.«

»Das ist so,« stimmte Max bei. »Ich war einmal dort und erinnere mich ganz genau, daß die Frau mir von diesen Dingen erzählt hat. Weiter, Zarba!«

»Das Mädchen starb und später auch die Königin. Der Herzog wußte, daß ich alles kannte; er traute mir nicht mehr und glaubte, ich würde ihn verrathen, darum trachtete er dem Knaben nach dem Leben. Ich rächte mich an ihm, indem ich das Kind rettete. Ich ging sehr oft zu der Frau des Hofschmiedes Brandauer. Sie wußte, daß die Göttin mir die Gabe verliehen hatte, in die Zukunft zu blicken, und als sie eines Knäbleins genas, bat sie mich, ihm zu weissagen. Die Amme, welche den königlichen Prinzen säugte, wohnte damals neben der Schmiede –«

»Das stimmt!« rief Brandauer.

»Ich brachte sie so weit, daß ich auch ihrem Pflegekind die Zukunft vorhersagen sollte. Ich sagte zu ihr und der Frau des Schmiedes, daß ich mit dem Kinde eine halbe Stunde ganz allein im Garten sein müsse. Sie vertrauten mir, ohne dies von einander zu wissen, die Kinder an, ich nahm sie mit einander in den Garten, kleidete sie um und verwechselte sie. Die Amme erhielt den Schmiedesohn, und die Frau des Schmiedes erhielt den Sohn des Königs. Ich sagte dem Herzoge, daß ich den Prinzen wieder verwechselt hatte, das war meine Rache, aber wohin ich ihn gethan hatte, das hat er nie erfahren.«

»Weib, Zarba, sprich, lügest Du nicht?« frug der König fast außer sich vor Erregung.

»Fragt ihn selbst! Die Schmerzen haben ihn gebrochen; er will Alles gestehen. Herzog von Raumburg, habe ich gelogen?«

»Nein!« röchelte er.

»Beschwörst Du dies bei Deinem Gotte, vor dem Du in einer Viertelstunde erscheinen wirst?«

»Ja!«

»Majestät, Sie hören es! Max Brandauer ist Ihr Sohn. Meister Brandauer, der Prinz von Sternburg ist Ihr Sohn!«

»Brandauer, höre mich!« rief der Pascha. »Frage den Prinzen, ob es nicht wahr ist. Als er auf meine Yacht sprang und ich ihn zum ersten Male erblickte, habe ich ihn bei Deinem Namen gerufen. Er sieht ganz so, wie Du sahst, als Du in seinem Alter warst.«

Es war eine ungeheure Erregung und Bewegung, welche diese Enthüllungen hervorbrachten. Max und der König lagen sich ebenso in den Armen wie Arthur und Brandauer, dann flog Max wieder an das Herz des Schmiedes und Arthur an dasjenige des Fürsten.

»Und ich habe nun kein Kind!« klagte dieser.

»Vater, Du behältst mich!« rief Arthur. »Ihr seid Beide meine Väter!«

Als sich der Sturm einigermaßen gelegt hatte, fuhr Zarba fort:

»Auch mein Kind, meinen Knaben verfolgte er bis in das Irrenhaus; der Herr Doktor Brandauer, der Sohn des Königs, rettete ihn. Hier steht er. Herzog von Raumburg, ist der Major von Wallroth Dein Sohn?«

»Ja.«

»Und sind wir nicht heimlich durch einen Priester verbunden worden, gerade so wie Dein Vater mit meiner Mutter?«

»Ja.«

Sie nahm den Rest des Päckchens auf und legte es dem Könige in die Hand. »Hier, Majestät, sind die Beweise, daß Katombo und Wallroth ehelich geborene Raumburgs sind. Nun bin ich zu Ende und werde das Urtheil tragen, welches über mich gesprochen wird.«

Der König blickte im Kreise umher.

»Wer wünscht, daß sie bestraft werde?«

Niemand gab eine Antwort.

»So werde ich die Urtheile sprechen, welche zu fällen sind.« Er nahm Max bei der Hand und trat zum Könige und der Königin von Süderland.

»Königliche Majestäten, erkennen Sie den Herrn Grafen von Brandau als meinen Sohn und Nachfolger an?«

Ein zweistimmiges »Ja!« ertönte.

»So gebe ich mir die Ehre, für ihn um die Hand meines werthen Gastes, der Prinzessin Asta, Ihrer königlichen Tochter anzuhalten. Ihre Herzen haben sich gewählt. Ihre Einstimmung, Hoheiten wird auch alle politischen Konflikte augenblicklich beseitigen.«

Die Eltern sahen ihre Tochter an dem Herzen des Königssohnes liegen. Sie stimmten freudig ein. Da ergriff Katombo Almahs und Arthurs Hand.

»Majestät, gestatten Sie mir, für den Verlust, welchen Sternburg und Brandauer erleiden, Beiden eine Tochter zu geben!«

»Ah! lauter Überraschungen, mein lieber Pascha! Ich muß Sie dafür belohnen. Sie sind Herzog von Raumburg und erhalten alle Titel, Würden, Ehren und Güter dieses Hauses, wenn Sie den Major von Wallroth als Ihren Sohn und Nachfolger anerkennen.«

»Majestät!« riefen Beide wie mit einer Stimme, und Katombo fügte hinzu: »Noch ist die Familie Raumburg nicht ausgestorben!«

»Doch! Dieser liegt hier auf dem Tode. Gott vergebe ihm seine Sünden, wie ich sie ihm vergebe! Und sein Sohn ist kein Raumburg mehr. Sollte er einst Gnade finden, so thun Sie an ihm, was Ihr Herz Ihnen gebietet. Und nun zu Dir, Zarba. Wie ist der Herzog in Deine Hände gekommen?«

»Horgy und Tschemba sahen und verfolgten ihn.«

»Sie sollen belohnt werden!«

»Er wollte unsere Linie durchbrechen, verfehlte aber bei Nacht den Weg, den er nicht kannte, stürzte und zerschmetterte sich in der Tiefe. Sie brachten ihn mir, und die Schmerzen trieben ihn zum Geständniß.«

»Du bist die Schwester und die Mutter zweier Herzöge. Ich übergebe Dich ihnen. Bedarfst Du trotzdem meiner, so darfst Du zu jeder Zeit kommen.«

»Ich danke, Majestät! Die Tochter der Brinjaaren hat keine bleibende Stätte, sie wandert, bis ihre Seele zu Bhowannie geht!«

Während dieser aufgeregten Verhandlungen waren auch die Untergebenen näher getreten. Einige von ihnen mußten den Leichnam Raumburgs, da dieser inzwischen verschieden war, von der Stelle bringen, und Jeder erhielt eine Anerkennung oder ein freundliches Wort von dem Könige, so daß die ganze Blöße von Freude und Jubel erschallte.

Zwei Paare aber waren es, welche die Einsamkeit suchten. Arthur mit Almah und Max mit Asta.

Die letzteren Beiden standen unter einer breitästigen Tanne und hatten sich sehr, sehr viel zu sagen. Da trat Zarba herbei.

»Wissen Sie noch, Prinz, und auch Sie, Prinzessin, als ich Ihnen vor der Schmiede weissagte?«

»Jedes Wort!« antwortete Max.

»Sie schwangen damals mit Macht den schweren Hammer. Sie werden ebenso leicht das noch schwerere Scepter tragen. Aus dem Hammer ist ein Scepter geworden. Führen Sie es einst mit Milde, aber vergessen Sie nicht, daß es zuweilen auch mit Kraft und Ernst geschwungen werden muß. Folgen Sie Zarba, der Tochter der Brinjaaren, die noch heut wieder verschwinden wird, und lassen Sie "Scepter und Hammer" den Wahlspruch Ihres Lebens sein!«

Und hinter der Tanne kroch Einer hinweg, der dort bereits heimlich bei seiner Ambalema gesessen und Alles mit angehört hatte. Jetzt hielt er es für gerathen sich zurückzuziehen.

»Die hat gut reden, diese Zarpa!« brummte er vergnügt. »Dieser einstige Prandauer und jetzige Prinz kann diesen Wahlspruch annehmen, denn er hat das Scepter, ich aper, Thomas Schupert, aus dem kein Prinz geworden ist, pehalte den Hammer. Aper, einen Wahlspruch kann ich auch an meine Stupenthüre schreiben. Und welchen denn? Ich hape es! Ampalema und Parpara, das ist mein Wahlspruch, und ich will den sehen, der einen schöneren pesitzt als den meinigen!« – – –

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