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Scepter und Hammer

Karl May: Scepter und Hammer - Kapitel 70
Quellenangabe
typefiction
booktitleScepter und Hammer
authorCarl May
year1880
titleScepter und Hammer
sendernoname@abc.de, hille@abc.de
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Der Herzog hatte seine Selbstbeherrschung wieder erlangt. Er erkannte, daß der König Alles erfahren habe und daß die Entscheidung zwischen sich selbst und dem Monarchen nicht in offener Feldschlacht falle, sondern daß ihre Stunde jetzt, hier zwischen den düstern Mauern des Irrenhauses hereingebrochen sei. Für seine eigene Person fürchtete er nichts; er wähnte sich erhaben über die menschliche Gerechtigkeit und hatte weder bemerkt noch gehört, was die Ärzte hinter seinem Rücken den vier Wärtern heimlich zuflüsterten. Er trat, als er seine letzte Frage that, in beinahe herausfordernder Haltung einen Schritt zurück und sah dem König fest in die Augen. Dieser lächelte gleichmüthig.

»Dieser arme Mensch leidet an der unglücklichen Manie, Könige entthronen und Herzoge an ihre Stelle setzen zu wollen.«

»Ist dies bewiesen, Majestät?«

»Allerdings.«

»Durch die nöthigen und untrüglichen ärztlichen und amtlichen Zeugnisse?«

»Ganz durch dieselben untrüglichen Dokumente wie zum Beispiel einst bei dem Herrn von Wallroth und der Zigeunerin Zarba.«

»Majestät, die Oberleitung dieser Anstalt liegt für jetzt in keiner andern als in meiner Hand!«

»Und wer steht wieder über Ihnen?«

»Niemand!«

»Ah! Sollte ich vielleicht in die glückliche Lage kommen, auch an Ihnen die Spur einer unglücklichen Geistesstörung wahrzunehmen?«

»Das ist niemals zu befürchten. Meine nüchterne Denk –«

»Nüchtern? Ich möchte behaupten, daß Sie in letzter Zeit sich in einem ganz bedeutenden Delirium befunden haben!«

»Ah! Majestät sprechen in dieser Weise und zwar vor diesen Leuten hier. Nun wohl, so will ich Ihnen sagen, daß dieses Delirium um sich greifen wird, bis es sich über das ganze Land erstreckt; es wird zu einer Krisis führen, welche es offenbar macht, daß der Wahnsinn dieses vermeintlichen Kranken nichts Anderes ist, als das gesunde und sehr wohl begründete Bestreben, Norland glücklich zu machen.«

»Schön! Welches Glück meinen Sie? Wohl dieses hier?«

Er griff in die Tasche und zog die Dokumente hervor, welche der Herzog gestern dem Pater unterschrieben hatte. Er hielt sie ihm entgegen. Der Herzog erkannte sie und that einen hastigen Griff darnach. Der König zog sie zurück. Da packte ihn der Andere beim Arme.

»Diese Papiere gehören mir. Her damit!«

»Durchlaucht, bedenken Sie, wer es ist, der vor Ihnen steht!«

»In diesem Augenblicke nur ein Dieb, welcher sich mein Eigenthum angemaßt hat. Her damit, oder –!«

»Oder! Was? Durchlaucht, die Spur, von der ich vorhin sprach, wird immer deutlicher. Soll ich Sie wirklich für geisteskrank halten?«

»Herrraus!«

Er faßte den König bei der Brust. Dieser blieb ruhig.

»Meine Herren, Sie sehen, daß dieser Mann allen Ernstes geistig gestört ist; er nennt die Majestät einen Dieb und vergreift sich sogar an ihr. Thun Sie Ihre Pflicht: ich gebe ihn in Ihre Behandlung!«

Im Nu wurde der Herzog von den vier Wärtern gepackt. Er wehrte sich mit allen Kräften gegen sie, aber all sein Zorn und all seine Körperkraft halfen ihm nichts. Er wurde überwältigt und auf den leeren Zwangsstuhl gebunden, so daß er seinem jesuitischen Verbündeten Auge in Auge gegenüber saß. Ein Knebel verhinderte ihn am Sprechen.

Auf einen Wink des Königs traten die Andern aus der Zelle, so daß er sich allein mit den beiden Internirten befand.

»Jetzt, Durchlaucht, werden Sie mich anhören müssen, ohne mich mit Ihrem Wahnsinne zu belästigen. Sie wurden geboren auf der höchsten Stufe unserer gesellschaftlichen Ordnung, aber ich habe erkennen müssen, daß Ihr moralischer Werth Sie berechtigt, Mitglied der allerniedrigsten Stufe zu sein. Es graut mir und ekelt mich, Ihnen alle Ihre Gebrechen und Verbrechen aufzuzählen, und ich kann Ihnen nur sagen, daß ich mich Ihnen und überhaupt meinem ganzen Volke gegenüber als den Stellvertreter eines Gottes fühle, dessen Liebe, Gnade und Barmherzigkeit das ganze All durchdringt, dessen Heiligkeit und Gerechtigkeit aber auch einen Jeden gerade mit dem zu bestrafen weiß, womit er sündigt. Daß ich diese Gerechtigkeit übe, haben Sie an den beiden Ärzten, Ihren Werkzeugen, gesehen und werden es auch an sich selbst erkennen. Dieses der Humanität geweihte Haus mußte Ihnen als Marterhalle für Ihre Opfer dienen, die Sie peinigen ließen, bis der Wahnsinn wirklich kam; es wird nun die Stätte Ihrer Sühne sein, wo Sie einen Blick thun sollen in die Qualen, welche Ihr entmenschtes Herz den Unschuldigen bereitete. Denken Sie nicht, daß Sie meiner Hand entkommen werden. Die jetzigen Beamten dieser Anstalt sind mir treu ergeben, denn ich habe Ihre Kreaturen entfernt. Und wie Sie selbst nicht erfuhren, wo Ihre beiden Werkzeuge hingekommen sind, so wird auch kein Mensch ahnen, wo Sie sich befinden. Ihre politischen Machinationen sind durchschaut; Sie haben aufgehört eine Person zu sein; Sie sind eine Nummer, bis ich Ihnen vielleicht einst erlaube, wieder als menschliche Individualität zu erscheinen.«

Er verließ die Zelle, welche hinter ihm fest verschlossen wurde, und begab sich mit den Ärzten nach dem Direktorialzimmer.

»Meine Herren,« befahl er, »ich freue mich Ihnen sagen zu können, daß ich Ihnen meine Anerkennung und Zufriedenheit schenken darf. Ich sehe mich in der Lage, dieser Anstalt einen neuen Direktor geben zu müssen. Einer von Ihnen Beiden soll es sein, und da ich Sie meines Vertrauens für gleich würdig halte, so will ich die Entscheidung nicht selbst treffen, sondern sie Ihnen allein überlassen. Besprechen und einigen Sie sich über diesen Gegenstand, es wird dies nicht schwierig sein, da ich entschlossen bin, Ihre beiderseitigen Gehalte nach gleicher Höhe zu bemessen und Sie auch in sonstiger Beziehung einander völlig gleich zu stellen. Ich erwarte baldigst Ihre Entscheidung, welcher ich meine Zustimmung geben werde. Was das heutige Ereigniß betrifft, so bleibt dasselbe in das tiefste Geheimniß gehüllt. Der Herzog hat sich verschiedener Verbrechen schuldig gemacht, von denen Sie später hören werden, er bleibt als Wahnsinniger internirt, in einer Zelle mit seinem jetzigen Gefährten, und Beide werden gleich scharf gehalten. Derjenige von Ihrem Personale, welcher den gegenwärtigen Aufenthalt des Herzogs verräth, wird als Hochverräther mit dem Tode bestraft. Weitere Befehle werden Ihnen direkt durch mich oder den Herrn Doktor Max Brandauer zugehen, den Sie als Ihren Vorgesetzten zu betrachten haben. Sie kenne ihn von seinen Besuchen her. Adieu!«

Er verließ die Anstalt, bestieg seine Equipage und fuhr im Karrière der Stadt entgegen, in deren Nähe er den Schmied überholte. Er ließ halten und stieg in den Wagen des bürgerlichen Freundes. Während die Karosse leer davonrollte, befahl er dem Schmied nach dem Gasthofe der Wittwe Barbara Seidenmüller zu fahren. Er hatte sich unter das Lederverdeck des Wagens zurückgezogen, so daß ihn kein Begegnender bemerken konnte, und als er an dem Gasthofe ausstieg, war augenblicklich Niemand zugegen.

Sie stiegen die Treppe empor und fanden Max eben dabei, das letzte Papier zur Seite zu legen. Er erhob sich und grüßte ehrfurchtsvoll.

»Fertig?« frug der König.

»Soeben, Majestät.«

»Ist Alles dechiffrirt?«

»Ja.«

»Jemand zugegen gewesen?«

»Der Prinz von Raumburg.«

»Ah, unangenehm! Kann üble Folgen haben. Was wollte er?«

»Konnte es nicht erfahren. Er öffnete die Thür, sah mich bei der Arbeit sitzen und schloß sie sofort wieder.«

»War Penentrier bereits abgeholt worden?«

»Allerdings. Ich sah den Prinzen wohl eine Viertelstunde später erst fortgehen und ahnte, daß er unten Erkundigungen eingezogen habe. Ich ging zur Wirthin und erfuhr allerdings, daß ich richtig vermuthet hatte.«

»Hat er etwas erfahren?«

»Ich hatte die Wirthin für einen solchen Fall vorher instruirt. Er erfuhr, daß ich sehr oft bei Penentrier sei und mit ihm zusammen arbeite; der Rentier müsse zu Hause sein und sich, als der Prinz öffnete, zufälliger Weise im Nebenzimmer befunden haben.«

»Gut. Er wird dennoch mißtrauisch geworden sein. Wir müssen ihn unschädlich machen, ehe ihm das Ausbleiben seines Vaters auffällig wird.«

»Er ist Mitverschworener, Majestät.«

»Aktiv oder passiv?«

»Sehr aktiv.«

»Du siehst dies aus diesen Skripturen?«

»Sie beweisen es bis zur Evidenz.«

»Was enthalten sie überhaupt?«

»Glücklicher Weise Alles, was wir wissen müssen, und vor allen Dingen eine genaue und sehr ausführliche Liste aller Verschworenen, denen bei dem Aufstande eine bedeutendere Aufgabe zufallen soll. Es befinden sich sehr distinkte Namen von Militär und Civil darunter.«

»Wir gehen in das Nebenzimmer, und Du liest Alles vor.«

»Würden Majestät nicht vorziehen, im Schlosse – –«

»Hier ist keine Zeit zu verlieren, sondern jede einzelne Minute von Werth. Und übrigens weiß ich ja noch nicht, ob ich mich von hier aus direkt nach dem Schlosse begeben kann, oder ob mich die Pflicht nicht vorher an andere Orte ruft. Auch mußt Du jetzt zugegen sein, um etwaige Besuche des Jesuiten zu empfangen.«

»Was habe ich zu thun, wenn einer der Verschworenen kommt?«

»Ihn gefangen zu nehmen und hier geheim zu halten.«

Sie begaben sich in den Nebenraum, wo Max die Vorlesung begann. Der Abbé hatte im Vertrauen auf seine Chifferschrift über die ganze Entwicklung des Aufstandes, der bereits seit langen Jahren vorbereitet worden war, bis auf den heutigen Tag sehr ausführliche Bemerkungen angesammelt, jedenfalls um später dieselben seinen Vorgesetzten einzusenden und auf diese Weise seine Verdienste in das gehörige Licht zu stellen. Es fehlte nichts als die diplomatischen Aktenstücke, welche im Geheimen zwischen dem Herzoge von Raumburg und den verschiedenen Mächten gewechselt worden waren. Diese konnten allerdings nicht in dem Besitze des Jesuiten sein.

»Hätte ich diese in den Händen,« zürnte der König, » so würde ich sie veröffentlichen und damit alle Kabinete brandmarken, welche sich mit dem Verräther in solche Unterhandlungen eingelassen haben.«

»Ein Theil davon wird sich jedenfalls in dem geheimen Archive des Herzogs befinden, und ein großer Theil der andern befindet sich vielleicht in einem Besitze, der mir zur Verfügung steht.«

»Ah! Wie heißt der Besitzer?«

»Nurwan-Pascha, Majestät.«

»Der Kapudan-Pascha des Großherrn? Wie sollte ein türkischer Offizier in den Besitz von Urkunden gelangen, welche die Diplomatie alle Ursache hat zu verbergen?«

»Erstens, Majestät, ist er kein Türke, sondern ein Christ.«

»Ah!«

»Er kennt Norland sogar ganz ausgezeichnet und hat hier seine Jugendzeit verlebt.«

»Interessant!«

»Zweitens ist er ein Todfeind des Herzogs.«

»Könntest Du dies beweisen?«

»Sehr leicht. Majestät kennen die Zigeunerin Zarba, zu welcher er einst in einer Beziehung stand, die ich nicht näher bezeichne.«

»Nun?«

»Nurwan-Pascha hieß einst Katombo und war Zigeuner. Zarba war seine Braut. Der Herzog, damals noch Prinz, raubte sie ihm und nahm ihn sogar widerrechtlich gefangen. Katombo floh, kam nach Egypten, ward Seemann und stieg zweimal bis zum Kapudan-Pascha. Majestät erinnern sich noch des Umstandes, daß der Herzog einst zur See gefangen genommen und nach Konstantinopel geschafft wurde?«

»Allerdings. Dieser Streich warf die damaligen Errungenschaften Norlands für einige Jahre über den Haufen.«

»Er wurde eben von diesem Katombo ausgeführt, und zwar mit einem kleinen Nilsandal gegen ein dreimastiges und wohlbewaffnetes Orlogschiff. Erst in Folge dieses Abenteuers wurde der Sultan auf seinen späteren Großadmiral aufmerksam.«

»Das sind ja ganz romantische Komplikationen!«

»Ebenso bemerkenswerth ist der Umstand, daß die Mutter dieser Zarba einst die Geliebte des alten verstorbenen Herzogs von Raumburg war, also zwei Herzöge, Vater und Sohn, und zwei Zigeunerinnen, Mutter und Tochter.«

»Wo befindet sich Zarba jetzt?«

»Ich weiß es nicht. Sie war mit in den Bergen und ist nicht zurückgekehrt, doch gab sie mir den Bescheid, daß sie kommen werde, wenn ihre Stunde geschlagen habe.«

»Woher soll Nurwan-Pascha diese Papiere haben?«

»Das theilte er mir nicht mit. Übrigens konnte ich aus seinen flüchtig hingeworfenen Bemerkungen eben nur ahnen, daß er Depeschen in den Händen habe, welche sich auf die verrätherische Politik des Herzogs beziehen.«

»Und Du stehst in Verbindung mit ihm? Ich höre doch, daß er bestimmt ist, den Oberbefehl über die süderländische Flotte zu übernehmen.«

»Er hat sich hierüber mit keinem Worte geäußert. Wenn er das Kommando wirklich übernimmt, so ist es jedenfalls eine uns feindselige Politik des Sultans, welche ihm die dazu nöthige Dispensation und Erlaubniß ertheilt hat. Dennoch scheint er mehr geneigt zu sein seine eigenen Wege zu gehen, wie ich ihn überhaupt für einen so selbstständigen und stolzen Charakter halte, daß ich annehme, er sei auch als Kapudan-Pascha des Sultans stets gewohnt, nur nach eigenen Intentionen zu handeln.«

»Und es war wirklich Kapitän Sternburg, welchen Du bei ihm trafst?«

»Ja.«

»Inkognito?«

»Als sein Diener.«

»Sprachst Du bei dieser Gelegenheit nicht von einer Tochter?«

»Ich habe nicht die Erlaubniß erhalten, die Herzensangelegenheiten meines Freundes zum Gegenstande einer Mittheilung zu machen, aber ich bin Ew. Majestät die Bemerkung schuldig, daß es von Seiten des jungen Sternburg nur die Liebe ist, welche ihn in solche Nähe zu diesem Vater und dieser Tochter brachte, welche allerdings ein Engel, ein fast unvergleichliches Wesen genannt werden muß. Bei dem alten Fürsten von Sternburg aber scheint es anders zu sein. Er hat Nurwan-Pascha schon in Konstantinopel kennen gelernt und vielleicht auf irgend einem Wege Kenntniß von dessen Absichten zu Süderland erhalten. Dies mag der Grund sein, daß er ihm seine Gastfreundschaft anbot, die Ursache, weshalb Nurwan-Pascha nach Tremona ging und Schloß Sternburg bezog.«

»Das sieht meinem alten ehrlichen Sternburg ähnlich. Immer bereit, für mich mit dem Säbel drein zu schlagen, hat er auch stets und überall ein wachsames Auge für meine und Norlands Interessen. Wie gut, daß du mir den Rath gabst, ihn schleunigst zurückzurufen. Ich stelle ihn an die Spitze meiner Truppen, die ihm ja ihre treffliche Organisation verdanken und treu zu mir halten werden, wenn erst die Böcke von den Schafen gesondert sind.«

»Und Arthur von Sternburg, Majestät?«

»Auch an ihn ist mein Befehl bereits abgegangen. Auf Deinen Rath habe ich unsern Schiffen, welche der Herzog zerstreuen wollte, Kontreordre gegeben. Ich finde in der Liste des Abbé's fast die ganze Admiralität an der Seite des Herzogs. Ich ziehe die Betreffenden ein und gebe Arthur von Sternburg trotz seiner Jugend den Oberbefehl. Er ist der tüchtigste meiner Marineoffiziere, und was ihm an Erfahrung abgeht, das wird er durch seinen besonnenen Muth und seine Gesinnungstüchtigkeit reichlich zu ersetzen wissen.«

»Das wäre geordnet, und wir könnten nun, mit Ew. Majestät Erlaubniß, an das augenblicklich Nöthigste denken. Was beschließen Majestät in Beziehung dieser Dokumente zu thun?«

»Ich werde sämmtliche Verschworene sofort gefangen nehmen und nach hier transportiren lassen. Dann hat die Hyder ihre Köpfe verloren und fällt in meine Hände.«

»Könnte nicht bei der beträchtlichen Zahl dieser Leute irgend eine Unvorsichtigkeit, eine Nachlässigkeit vorkommen oder ein Verrath geschehen?«

»Ich werde mit der Arretur nur treue Beamte betrauen!«

»Und dennoch kann sich Einer unter denselben befinden, in dem Ew. Majestät sich täuschen. Mißglückt die Arretur auch nur eines einzigen, so ist es sehr leicht möglich, daß er, um sich zu retten, die Flamme an das Pulverfaß legt, welches ja bereits bis an den Rand gefüllt ist, wie wir leider überzeugt sein müssen.«

»So soll ich die Leute frei lassen?«

»Nein, Majestät. Sie müssen unbedingt schleunigst unschädlich gemacht werden, aber in einer Weise, welche uns vollständige Sicherheit bietet, daß nicht ein Einziger entkommt.«

»Kennst Du eine solche Weise?«

»Ich denke es.«

»Nun?«

»Wir arretiren sie selbst, und zwar Alle gleich mit einem Schlage.«

»Ah! Dann müßten wir sie auf irgend einen bestimmten Punkt zu vereinigen suchen?«

»Allerdings.«

»Wo?«

»An ihrem gewöhnlichen Versammlungsort, der Klosterruine.«

»Das wäre allerdings ein ganz vortrefflicher Plan, wenn er ausgeführt werden könnte.«

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