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Satyrischer Roman

Christian Friedrich Hunold: Satyrischer Roman - Kapitel 4
Quellenangabe
typefiction
booktitleSatyrischer Roman
authorChristian Friedrich Hunold (Menantes)
firstpub1706
year1973
publisherVerlag Herbert Lang & Cie AG
addressBern und Frankfurt/M.
isbn3-261-00271-9
titleSatyrischer Roman
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Wie sie über den Saal gewandert / und über einen langen Gang / auf welchem viele Zimmer und Kammern der Reihe nach gebauet schienen / ihren Weg nehmen und sich nach einer bessern Gelegenheit umsehen wolten / war die Thür an selbigen zu gemacht / und hinter solcher schallte ihnen das Murmeln einer Person entgegen / als ob sie eine Predigt auswendig lernen wolte.

In solcher heiligen Arbeit jemanden zustöhren / machten sie sich ein Gewissen; und forschten mit den Augen / wo sie sich sonsten hinwenden konten. Gleichwohl / da Selander neugierig / von dieser / dem Vermuhten nach / geistlichen Materie was schönes zu hören / spitzte er die Ohren trefflich / da er die Worte vernahm:

Ich gratuliere mir von Hertzen / die Ehre zu haben / Mademoiselle in gutem Wohlergehen zu sehen / und dero höchstangenehme Gesellschaft zu geniessen; Nach welchem Glück ich bishero unendlich geseufzet / und Lebens lang ein ewiger unterthäniger Diener von ihnen seyn werde / wo sie an meiner Gesellschaft nur den hundersten Theil so viel Vergnügen / als ich an den ihrigen / zu finden capabel wären.

Monsieur seine Gegenwart / antwortete jemand mit einer Frauenzimmers-Stimme / ist mir gantz angenehm; Ich weiß aber nicht / ob er sich ein so grosses Glück aus der Gesellschaft seiner Dienerin wird machen können.

Versichert das allergröste auf der Welt; Gab die Manns-Person hierauf / und sind sie allzeit modest, sich eine Dienerin von mir zu nennen / da sie mein Hertz vor die vollkommenste Gebietherin schätzet / und um nichts mehr als die Erlaubniß bittet / sie Lebens lang dergestalt zu ehren.

Sie belieben mit ihrer Dienerin nur zu schertzen / erwiederte das Frauenzimmer; Ich kan den Ruhm einer Gebietherin von ihnen nicht annehmen / indem sie schon weit schönere darzu werden erwehlet haben.

Im geringsten nicht / unvergleichliche Meurine, versetzte der Galant, sie besitzen so viele Annehmlichkeiten / Tugenden und Seltenheiten / welche man mehr bewundern als beschreiben kan; Und diese / wo mirs erlaubt zu sagen / haben mein Hertz dergestalt gefesselt / daß es keine andere und schönere Gebiehterin / als dieselben zu wehlen / vermögend sind.

Sie seynd allzugütig / mir etwas zu sagen / so ich bishero an ihnen so wenig verspüret / als ich es itzo vor was anders / als einen höflichen Schertz auslegen kan; waren des Frauenzimmers Worte.

Schönste Meurine! zweifeln sie noch an meiner Ergebenheit? solten sie aus meinen Augen bishero nicht gelesen haben / wie sehr sie mein Hertz anbetet? Ach unmöglich kann es ihnen verborgen seyn / und sie stellen sich zu meiner Marter nur / als wüsten sie die Heftigkeit meiner Liebe nicht; So klagte der Amant im Gegentheil.

Auch das vollkommenste Frauenzimmer / erklärte sie sich hierauf / würde gegen eine solche qualificirte Person nicht unempfindlich seyn / wo sie dero Versicherungen glauben dürfte. Sie erlauben aber / daß ich frage / was sie itzo nöthiget / mir ein so verpflichtetes Bekenntniß zu thun / da sie doch schon vielmahl Gelegenheit darzu gehabt?

Monsieur Rosenberg allhier läßt sich so sehr angelegen seyn / einer so schönen Person zu gefallen / sagte er / und weil er mich zum Unglückseeligsten machen würde; wo er davon trüge / was ich mir am liebsten und allein wunsche: so nöthiget mich diese Gefahr / Mademoisellen um eine geneigte Erklärung vor mich zu bitten.

Monsieur Rosenberg hat mir sein Hertz noch nicht angetragen; und so eine Wahl bey mir stünde / würde ich sehr übel thun / dieselben nachzusetzen. Dergestalt gab sich dieses geliebte Frauenzimmer auf einen so kurtzen Liebes-Antrag schon gefangen / und unser Galant war deswegen so vergnügt / daß er mit hellerer Stimme als zuvor antwortete:

Diese gütige Versicherung / daß mir die schönste Meurine einen Vorzug vor Monsieur Rosenbergen gönnen wollen / verbindet mich ihnen unendlich / und darinnen beruhet eben meine gröste Glückseeligkeit / in der Gunst eines so Englischen Frauenzimmers vor allen auf der Welt zu stehen / und ein so unschätzbares Vergnügung bis an das Ende meines Lebens durch alle Ergebenheit und Treue zu geniessen.

So lieben sie mich denn aufrichtig / fragte das Frauenzimmer / und halten um meine Gegengunst an?

Ja Liebens-würdigste Meurine, verpflichtete sich der Amant, dero unterthäniger Diener betet sie in seinem Hertzen schon längstens an / und bittet um die Gnade / in dero schönen Gunst bis in das Grab der glückseeligste und getreueste Verehrer von der himmlischen Meurine zu bleiben.

Selander hatte inzwischen Tyrsates zugleicher Curiosité bewogen / diese verliebte Complimenten anzuhören; und weil sie glauben musten / daß nechst an der Thür ein Zimmer / worinnen diese beyde den Grund zu einer neuen Liebe so bald gelegt / so wunderten sie sich nur / warum die andere Gesellschaft so still / daß sie solche nicht einmahl vermerckten.

Wie ist es / schönste Meurine, hub der Amant von neuem an / wird meine getreue Liebe von ihnen verworffen / und wollen sie das Urtheil meines Todes schweigend geben?

Wollen sie noch ein mündliches Bekenntniß von mir haben / gab sie darauf / und sagen ihnen meine Augen nicht / wie viel sie schon über mich gewonnen? Ach sie wissen schon zu viel von mir / und um unsern Aufmerckern keinen Verdacht von unserer Unterredung zu geben / so lassen sie mir bis ein andermahl Zeit / mich völlig zu erklären.

Hierauf ward es ein wenig still; aber bald fing der Amant an: Gut / nun noch einmahl: Ich gratulire mir von Hertzen die Ehre zu haben / Mademoisellen in gutem Wohlergehen zu sehen / und dero höchstangenehme Gesellschaft zu geniessen / nach welcher ich bishero – – – –

Tyrsates und Selander fiengen hier erschrecklich an zu lachen; und der andächtige Amant wurde so beschämt und verwirrt / Leute so nahe bey sich zu wissen / daß er über Hals und Kopf fort lief / und sein gantz Concept von Complimenten liegen ließ / welches sie hernach bey Eröffnung der Thür fanden / und ein Excerpten-Buch von allen Complimenten aus des Herrn Talanders Romanen in die Hände kriegten.

Dergestalt war ein eintziger verliebter Kerl hinter der Thür / wo sie eine gantze Gesellschaft vermeinet / und Zeit ihres Lebens hatte sie niemand seltsamer betrogen / als eine Person / die sie durch die Liebe des Verstandes beraubt hielten; und die ausser eines Manns- auch eine Frauens-Person mit der Stimme vorgestellet.

Es setzte also folgends die artigsten Glossen / daß der Amant seine Schöne in Gedancken schon besiegt / und im voraus wuste / was sie auf seine Verpflichtungen antworten würde; und da der Hauß-Knecht hierüber zukam / welchen der Amant vorbey gelauffen / fragten sie: Wer er sey / und was die beyden Compagnien vor Leute wären / in welchen sie gewesen.

Der Hauß-Knecht sagte: Daß es ein Lindenfeldischer Studiosius und zu der Gesellschaft gehörte / aus welcher sie alleweil gegangen; die in dem andern Zimmer aber wären Studenten aus Jenona.

Sie urtheilten demnach: diese Herren Studenten würden auf den Abend in eine Frauenzimmer Compagnie zu kommen das Glück haben / weswegen sich die unten im Zimmer so trefflich ausgeputzt / und der eben hinter der Thür mit den schönsten Complimenten wider seinen Neben-Buhler / Monsieur Rosenberg / bewaffnet; und hätten der himmlischen Meurine gern das Complimenten-Buch zugeschickt / damit sie auf ihres Amanten Antrag fein in der Form antworten / und keine Confusion vorgehen möchte / wenn ihr irgends andere Worte beyfielen / darauf sein Gegen- Compliment nicht paßte / oder sie aus Mangel solcher verliebten Beredsamkeit gar still schwieg.

Wo es nur / hub Tyrsates an / dem guten Complimentisten nicht wie jenem Ambassadeur ergehet / welcher vor seiner Audienz bey dem Könige einen Hauffen Säcke in sein Zimmer setzte / und gegen solchen nicht allein die gewöhnliche Reverenze machte / sondern auch seine gantze Rede herbetete. Wie er aber bey der Audienz etliche mahl stockte / und endlich aus Verwirrung gar still schwieg / beklagte er: Daß seine Säcke nicht eben das Ansehen als der König gehabt; und sagte: Es sey doch anders / mit hohen Personen als leblosen Dingen reden; also dürfte es auch unserm Galant bey seiner Meurinen anders als bey der Thür ergehen.

Hiemit sprachen sie in dem dritten Zimmer ein / wo ein Hauffen junge Bursche mit seidenem Etofe, Bändern / güldenen Stücken / und dergleichen beschäfftiget waren / daß sie also die Vögel an den Federen oder die Herren Kauffmanns-Diener an den Wahren erkennen konten.

Sie giengen gar wohl gekleidet; aber ihr Wesen war so eingerichtet / als mehrentheils Leute von der Elle sich aufzuführen pflegen. Sie trancken heissen Sect mit Eyern / und ihre Minen und Geberden zeigten sattsam / daß es eine andere Sorte von verliebten Leckern / welche / wie unsere Cavaliere aus dem verblümten Reden urtheilen konten / ihren Herren diese Galanterie-Wahren abgestohlen / um solche ihren Inclinationen zu schencken.

In solcher Compagnie nun zu bleiben war ihnen weit verdrießlicher als in den andern; und endlich aus dreyen eine zu erwehlen / begaben sie sich zu den Jenonischen Studenten / wo sie eine Pfeife Toback mit schmauchten / und sich an ihren lustigen Discoursen und freyem Wesen mehr als an der andern affectirten Bezeugungen ergetzen konten.

Nach der Mittags Mahlzeit / suchten sie ein paar gute Freunde / die sie von den Studenten zu Lindenfeld kannten / und durch diese gelangten sie des Abends in Gesellschaft von Frauenzimmer / woselbst es theils gut / und theils poßierlich hergieng.

Das Frauenzimmer in Lindenfeld hat sonsten den Ruhm / daß es klug / und man sich in ihrer Compagnie gescheut und behutsam aufführen müsse; Allein unsere Cavaliers fanden der meisten ihrer Caracter so beschaffen / daß sie zweifelhaft blieben / ob das Frauenzimmer in Lindenfeld vielen Studenten oder die Studenten vielen Frauenzimmern den Verstand benommen.

Ihre gantze Galanterie bestund in poßierlichen Sprüchwörtern / gezwungenen und zuweilen höhnischen Mienen / unzeitigen Complimentiren / keinem scharfsinnigen Schertze / und einem Wesen / das durchaus mehr Coquetten- als Tugendhaft war: Denn wenn es das geringste gab / oder einer von den Studenten / darunter ein paar artige und sehr geschickte Leute / einen galanten Schertz anbrachte / waren sie alsofort mit ihren gewöhnlichen Sprüchwörtern fertig: Ich dachte / was mich bisse; Meinen sie es so: Je Vettergen mein Ding; Ist es möglich: Ließgen merckstu was: Der Herr mache sich nicht zu grüne / sonst fressen ihn die Ziegen; wie viel auf ein Loth: Der Herr ist so verschmitzt / wie eine Fuhrmanns Peitsche: Fietgen / er will einmahl; Ich habe meinen Affen heute Zucker gegeben / welches letztere ein Fräulein am Salaugustischen Hofe soll aufgebracht und gesagt haben / wenn sie lustig gewesen.

Von einem sittsamen und doch dabey ansehnlichen Wesen / welches man Air de Qualité nennet / und wordurch man sich / als auch andern Leuten eine Liebens-würdige Ehre erweiset / wusten sie wenig / und Selander und Tyrsates würden sich bald aus der Compagnie begeben haben / wenn man nicht ein und ander lustiges Spiel angefangen / die daselbst sehr gebräuchlich; denn da gefiel es ihnen in etwas besser / und ereigneten sich dabey eine paar rechte Abendtheurliche Streiche:

Man spielte das Schuchs / wo man sich / wie bekandt / neben einander auf die Erde setzet / und den Schuch durch die Beine endlich an einem Orte verstecket. Nun war ein Studiosus so gefällig gewesen / seinen schönen Scharlachen Mantel herzugeben / damit sich das Frauenzimmer desto sanfter möge niederlassen; allein ein Frauenzimmer hatte solchen / damit er in Regen-Wetter nicht einkrümmen möge / ziemlich eingeweicht; welchen Fehler zu verbergen / sie sich ein Glaß Wasser geben ließ / und damit noch einwässerte / was vorhero trocken verblieben.

Was lächerliches aber trug sich mit einem Studenten zu / welcher in selbigem Hause logirte / und ein Herr Magister, sonst aber ein poßirlicher / und nicht unebener Kopf war. Das Frauenzimmer wuste / daß durch seine freye und gleichgültige Aufführung eine Gesellschaft ziemlich aufgemuntert ward / und also liessen sie seine Entschuldigung / daß er itzo studieren müsse / so wenig gelten / daß sie ihn selber im Schlaf-Peltz herunter hohlten.

Er machte bey denen andern ein Compliment wegen dieser Freyheit / allein das Frauenzimmer nahm aus einer Vertraulichkeit seine Partie an / und entschuldigte ihn selber; wie er nun die kurtzweiligsten Sachen im Spielen dem Frauenzimmer auferlegte / so suchten sich diese an ihm zu rächen / und geboten einmahl er solte von ihnen allerseits einen derben Plätzer aushalten. Dieser durchtriebene Gast weigerte sich im Anfang ein wenig / aber nur damit ihn das Frauenzimmer mehr nöhtigen möchte / welches ihn auch sämtlich über den Tisch zog / den Schlaf-Peltz aufdeckte / und gleichsam voller Ungedult in höchster Geschwindigkeit mit den Händen drüber herwischte.

Aber wie fiengen die guten Dinger nicht an zuschreyen / da sie auf die blosse Haut geklatschet / und weil der Herr Magister keine Unterkleider angezogen / alles in seiner natürlichen Positur liegen sahen? Sie hielten die Finger trefflich vor die Augen / und hätten sich vielleicht viele / die sich wie die Füchse schämten / auch so zu Bette begeben / wo es ihnen erlaubt gewesen: Denn wenn manch Frauenzimmer in Sachsen dem andern eine süsse Ruhe wünschen will / so sagen sie: Daß es wie ein Fuchs schlafen möge.

Nach geendigter Compagnie begaben sich unsere beyde Cavaliere in ihr Wirthshauß / und zur Ruhe / Selander aber konte deren nicht lange uns sicher geniessen / indem ihn eine kleine Unpäßlichkeit nöhtigte / etliche mahl aufzustehen.

In einem unbekandten Hause und bey Nacht-Zeit kan man sich leicht verirren / und ich weiß nicht / ob er in der Jungfer im Hause / oder eines fremden da logirenden Frauenzimmers ihr Zimmer kam / denn als er mit den Händen um sich griffe / um vielleicht nach der Gelegenheit zu fühlen / umarmte ihn jemand mit den Worten: Seyd ihrs mein liebster Rosenberg? Dabey sie ihm einen so safftigen Kuß versetzte / daß seine Lippen / wie die Verliebten reden / überall benecktart worden.

Daß es ihm nicht angenehm gewesen / hat er dem Tyrsates hernach zugeschworen; und ob er sich gleich loß wickeln wolte / umfaßte ihn doch dieser verliebte Nacht-Engel so fest / und schiene selber handgreifliche Discourse bey Selandern anzufangen / daß er theils aus Noht / und theils ihr einen Possen zureissen / sich ihres Bettes zu etwas bediente / und solche nohtdürftige Caressen hinterließ / welche dem Frauenzimmer vermuthlich keine appetitliche Ruhe geschencket.

Sein Trost war dabey / daß sie ihn nicht kennte / sonsten würde sie ihn vor einem unsaubern Galant gehalten haben / und wünschte er ihr nur den Jesmin, welchen ihr geliebter Rosenberg den Tag überflüssig verbraucht.

So unschuldig hatte er das Lager eines galanten Lindenfeldischen Studenten verderben müssen / welches derselbe in der Nachfolge schon wird empfunden haben / und konte er dem Tyrsates seine Curiosité nicht bergen / ihre Entschuldigung deswegen gegen ihm anzuhören.

Allein seine Unpäßlichkeit nöhtigte ihn noch einmahl / das Haus durchzuwandern / und in Ermangelung eines Lichts im Dunckeln zu suchen / wo er sich von einer beschwerlichen Sache befreyen möchte; Und da verfiel er unter andre Hände / welche ihn noch stärcker / als die zuvor anpackten.

Liese bist du es / wo bleibst du so lange du F – – – der T – – hohl mich / der Sch – – – dergestalt und noch safftiger klungen die Complimenten / die man hier mit dem guten Selander machte.

Er wolte sich loß reissen / allein weil dieser von neuem anfieng: Nun schier dich fort du F. ich laß dich dieser und jener hohl mich nicht gehen; und er aus der Art zu reden ohngefehr hören konte / daß es ein Jenonischer Student, welcher sich mit der Hauß-Magd / wie der Lindenfeldische / mit der Hauß-Jungfer / erlustigen wollen / hielt er vor rahtsam / sein Geschlecht zu erkennen zu geben / warauf der Student ungedultig davon wischte / und Selandern bey seinen Verdrießlichkeiten kurtzweilige Gedancken genug verursachte.

In so kurtzer Zeit hatten sie in Lindenfeld so viel erfahren / daran sie auf dem gantzen Zurückweg nach Salaugusta sattsam zu lachen; woselbst sie eine Zeitung erfuhren / womit sich alle Einwohner als einem nie erlebten Wunder-Wercke trugen; Denn die allerkeuscheste / die allereigensinnigste / die allerklügste / und die dem Manns-Volck gehässigste Dame in Salaugusta, die unvergleichliche Causabona nemlich / hatte sich an einen liederlichen / verzagten / versoffnen / verhuhrten und durchaus nichts-würdigen Officier verheyrahtet / der den Titul, als Leutnant führte / und mit welchem sie sich von einem Dorf-Priester / in der Schencke / wo in der Meß-Zeit gewöhnlich viele Krams-Vögel hinkamen / so geschwind trauen lassen / daß sie ehe das Beylager miteinander gehalten / als jemand in Salaugusta von ihrer Verbindung etwas gewust.

Wo es in Hamburg gewesen / so hätte man vielleicht davon / wie von einem Wunder-Wercke / ein Lied auf der Gassen ausgerufen; Allein Selander und Tyrsates nebst dem ehrlichen Castrato konten die Ursach genugsam erachten / und sahen nun mehr als zu wohl / wie weit die Verzweifelung ein Frauenzimmer bringen kan / der man die Masqve der Scheinheiligkeit auf eine vor sie so schimpfliche Art / abgenommen / und die numehro nicht die geringste Ehre zu behalten meinet / nachdem sie vorhero durch den Schein die Leute allzusehr betrogen.

Sie war zum Gelächter des gantzen Hofes / und der Stadt / und da dichtete man ihr tausenderley Ursachen an / warum sie den allerthörichsten Streich in der Liebe begangen / da sie vorhero die alleredelste Liebe vor eine Thorheit geschätzet; Aber unter allen den Muhtmassungen / war doch keine so abscheulich / die der rechten Veranlassung ihrer getroffenen Wunderschönen Heyraht gleich kam / weil die meisten von der sonst beruffenen Causabona sich nicht einbilden können / was der lose Castrato hernach unter seine gute Freunde / und diese es wiederum unter alle Cavaliers und Dames, und endlich die Laqueyen von denen / unter das gemeine Volck brachten.

Da änderte sich ihr Humeur nun dergestalt / daß alle / doch mehrentheils gemeine Officier, unter welche zuweilen ein Corporal oder Gefreyter mit einschlich / ihr die Zeit fast Tag und Nacht verkürtzen musten / und sie ohne solche Gesellschaft fast zu sterben vermeinte: Dabey denn / ihrem Manne zu Gefallen von einer Amour en passant, oder Abwechselung in der Liebe so herrliche Urtheile gefällt wurden / daß viele von Condition aus Neugierigkeit hingiengen / um diejenige die Wollust zu behaupten hören / die selbige zuvor mit so nachdrücklichen Gründen tadeln können.

Was das Fräulein Fulvien anbelangte / so saß das arme Ding gantz verlassen; Denn weil sie von ihren vornehmen Freunden etliche mal von Causabonen war gehohlet / und ihr mit dem Zucht-Hause gedrohet worden / konte sich solche von ihrer so wehrt gewesenen Freundin die Ungedult nicht länger vertreiben lassen; Und da auch Castrato nun destoweniger anbeissen wolte / blieb sie unverheyrahtet sitzen / und wurde zu ihrem Trost unter die gezehlt / welche ( quali) aus Andacht und keuscher Enthaltung sich hundert Jungfräuliche Falten lassen wachsen.

In Salaugusta länger zu bleiben / war beyden nicht angenehm / und Selandern wegen seiner gehabten unglücklichen Liebes- Affaire verdrießlich / darum vermeynte er mit dem Orte auch seinen noch übrigen Gemühts-Kummer zu verändern; Und weil sie das schöne Sachsen schon sattsam gesehen / trieb sie die Neugierigkeit / und die zwischen ihnen gemachte feste Freundschaft / nach Italien zu gehen / und zur Zeit des Carnevals sich der Lustbarkeiten in Venedig zu bedienen.

Alle kurtzweilige Kleinigkeiten unter Weges / zu erzehlen / dürfte nicht so angenehme / als langweilig fallen; Darum sage nur / daß sie glücklich in Venedig anlangten / und ihr erstes Vergnügen seyn liessen / in die Opern daselbst zu gehen.

Wer die Music in Italien nicht vor die schönste in der Welt achtet / passiret vor einem Menschen / der entweder gar keinen Verstand davon hat / oder die rechte Delicatesse derselben nicht begreift: Und würde ich von den Eigenschaften unserer beyden Cavalier einen schlechten Abriß machen / wenn nicht sagte / daß sie davon überaus grosse Liebhaber gewesen.

Sie fanden auch in diesen Opern oder der Music vielmehr / was sie ungemein ergetzte / und wenn die Stimmen des Frauenzimmers auf dem Theatro nebst ihrer Kunst an sich unvergleichlich / so wurde solch Lieblichkeit durch die Schönheit und Actionen derselben noch mehr recommandiret.

Sie besuchten selbige gar vielmahl und klatschten mit den Händen / und ruften das encor un volta getreulich mit / wenn die Zuschauer ihr Vergnügen über eine schöne Arie bezeugen / oder selbige noch einmahl hören wolten.

Allein sie wunderten sich bald darauf / da das Hände-Klatschen so gemein ward / und man auf solche Art was rühmte / welches nicht eben ausserordentlich / sondern sich noch wohl halten ließ. Weil nun geschickte Leute überall auch gute Bekandschaft finden / und die unsrigen einige andere Cavaliere fragten / bekamen sie zur Nachricht: Daß gar viele Leute in der Opera ihre Freund nicht deswegen bezeigten / weil eine überaus gefällige Arie gesungen worden / sondern weil sie eine Person gesungen / die ihnen überaus gefällig: Also wären es mehrentheils Amanten, welche von dem Opern-Frauenzimmer zu samt ihrem Verstande bezaubert worden / und die / weil sie ihren Gebieterinnen nicht persönlich ihre verliebte Hochachtung aufopfern könten / ihnen dadurch ein Douceur machen wolten.

Uber diese Thorheiten lachten unsere Cavaliere noch mehr / als ihnen ein und der andere Anbeter von diesen Theatralischen Göttinnen gewiesen ward / und sie sahen / wie sie herum liefen / und alle gute Freunde und Bekandte ihnen zu Gefallen mit in die Hände zu schlagen / ersuchten.

Ja es gab zuweiln einen kleinen Streit oder heimlichen Verdruß / den man ihnen doch aus den Augen und Geberden lesen konte / wenn andere ein Opern-Frauenzimmer dergestalt ehrten / der sie nicht gut waren / und hingegen bey einer Arie ihrer Maitresse stillschwiegen: Da gieng es denn auf ein Sticheln loß / und der schalt auf diejenige / aus welcher andere ein Wunderwerck / oder wie die Herren Poeten reden / die Sonne von allen Frauenzimmern wolten gemacht haben / und die er hingegen anbetete / ward vor eine Machine gehalten / in welcher schon etliche hundert nach den entzückten Narren-Himmel gefahren.

Beyderley Arten von diesen Leuten waren nicht wohl verwahrt unter dem Hute / und einige rühmten an ihren Schönen mehr Keuschheit / als gewöhnlich oder mehrentheils bey Opern-Personen zu finden; Andere aber hechelten sie über die Billigkeit durch / und beschuldigten sie einer so grossen Menge der Laster nur darum / weil sie solche gerne mit ihnen begangen / und keine Gelegenheit oder Erlaubniß dazu finden können.

Gewiß ist / daß schöne und dabey vollkommen keusche Opern-Personen haben wollen / fast weisse Raben und schwartze Schwäne in Teutschland suchen heisset. Wenn der wunderbahr beschriebene Salamander vor ein Gedicht von den Klügsten gehalten worden / so sind dessen unschätzbare Eigenschaften ohnfehlbar in einem Opern-Frauenzimmer zu finden / die so keusch / daß sie mitten unter den Flammen tausend gefährlicher Anbeter unversehrt bleibet.

Es gehöret aber eine ungemeine Heldenmuht des Geistes darzu / alle Tage die Allerreitzenste Gelegenheit zu lieben zu haben / und nie so empfindlich zu werden / sich der angebohrnen Schwachheit zu erinnern: Ja allezeit durch die annehmlichste Music sein Hertz zur Wollust ermuntern / von nichts als Liebe singen; Nichts als verliebte Geberden machen; Sich auf die Kunst zu charmiren mit allem Fleiß legen / um denen Zuschauern durch ihre Action zu gefallen; Tausend Schöne / verpflichtete / galante, beredte / reiche und vornehmste Verehrer um sich haben / die auf die allerersinnlichste Art einen Menschen mit einer wollüstigen Profession gantz umgeben / zu fällen suchen / und dennoch seine Begierden nicht zu stillen / hiesse mitten unter den lieblichsten Geträncken von der Welt / ja mitten unter den warhaften Götter-Nectar sitzen / und den grausamsten Durst empfinden / aber seine Seele mit keinem eintzigen Tropfen erfrischen wollen.

Tausend Lucretien wären dergestalt nicht so schätzbar / als ein eintziges Liebenswürdiges und keusches Frauenzimmer in Opern; Denn jene in der Welt so hoch gepriesene Dame stach sich den Dolch nach geschehener Befleckung ins Hertz; Hier aber würde ein Leib voller heftigen Begierden alle Tage ermordet / und die Menschheit auf die allerempfindlichste Art aufgeopfert / um eine unbefleckte Seele zu erhalten. Die allergrösten Helden / die ehmals der Erd-Boden getragen / müsten solchen schönen und keuschen Personen die Palmen des Sieges lassen / indem zwar mancher den halben Theil der Welt bezwungen / und dennoch bey Erblickung einer Schönheit in die Banden seiner eigenen Begierden geschlagen worden. Solche Heldinnen der Tugend aber siegeten auf solche Manier / nicht alleine über die grösten Alexander, sondern auch über ihre eigene Passion; Und der durch seine glückliche Waffen berühmte Carolus V, ist nicht der eintzige / welcher kaum die Helfte so vieler Feinde erschlagen / als er Seuftzer einer annehmlichen Sängerinn aufgeopfert / und sein Hertz zu ihren Sclaven gemacht.

Wenn es also nicht nur eines vollkommenen Frauenzimmers / sondern eine alle Kräfte der Helden übersteigende Tugend / auf dem Theatro fast täglich vielen Personen gefallen / und sich keinen eintzigen davon / eine kleine Ausschweifung in der Liebe zu begehen / gefallen zu lassen; So hat gewiß das Frauenzimmer in der Stadt / auf dem Lande / oder am Hofe / sich ihrer Keuschheit vor jenen nicht allzu hoch zu rühmen: Denn das heißt nicht Tugendhaft bleiben / wenn man keine heftige Reitzung zur Wollust fühlet / oder nicht immer die schönste Gelegenheit hat / Liebes-Fehler zu begehen: Wenn sie gleich schön / so fällt ihre Annehmlichkeit nicht aller Welt / wie auf dem Theatro, in die Augen / sie entzünden nicht öffentlich durch eine liebliche Stimme; Sie haben nicht die Freyheit / verliebte Geberden zu machen / und die Leute dadurch zu bezaubern; Also haben sie keine so heftige Liebes-Stürme zu gewarten; Und wenn man sie gleich liebet / so mangelt vielmahls die Gelegenheit es ihnen zu sagen; Und wenn man es ihnen gesagt / so haben sie viel Aufseher / wodurch sie zu Befriedigung ihrer feurigen Begierden nicht gelangen können; Dagegen Opern-Schönheiten in einem Stande leben / der ihnen mit Leuten umzugehen / mehrere Freyheit giebt / und man sie unter dem Schein einer Hochachtung vor die Music gantz sicher zu einer Liebes- Collation kan bitten lassen.

Ja ich kenne manche wegen ihrer Tugend berufene und sich deswegen viel einbildende Dame in der Stadt / die nicht der geringsten in Opern an Keuschheit würde gleich kommen / wenn sie so viel Anmuht als jene besäß / und so vieler Gelegenheit unterworfen / eine schöne Sünde zu begehen. Und meine Meinung frey zu sagen / so halte zwar kein Opern-Frauenzimmer vor recht honnet, das sich das kleine Theatrum betreten lassen; Aber doch viel honneter als eine andere ausser den Opern lebende Person / die eben den Fehler begangen / weil sie nicht so viele Reitzungen und gefährliche Anfälle als jene dazu empfunden.

Gleichwohl muß man durch das wohlgegründete Urtheil vom Opern-Frauenzimmer nicht allen sonder Unterschied Tort thun; Denn ich kan zum wenigsten versichern / daß man zuweilen eine antrifft / die annehmlich / und wenn vor ihre Keuschheit zu schweren / eine Verwegenheit / doch das Gegentheil zu behaupten / eine Verläumdung wäre / in dem sie dem eusserlichen Wesen nach / so honnet und modest, als jemahls ein Frauenzimmer in der Stadt leben mag. Inzwischen aber muß eine solche wegen der üblen Aufführung ihrer MitGefehrtinnen und der allgemeinen Opinion leiden / daß wie eine beschaffen / so sey die andere auch / und ihr eintziges Verbrechen oder die Schuld / eine manchmahl ungegründete Nachrede zu verdienen / ist / daß sie einen solchen Stand erwehlet.

Dergestalt urtheilen unsere beyden Cavaliere von dem Opern-Frauenzimmer in Venedig / oder besser zu sagen / von allen der gantzen Welt; Denn was vor schöne Sachen sie bey genauer Erkenntniß derselben erfuhren / werde beyläufig anzuführen nicht ermangeln.

Itzo aber muß von Selandern was artiges erwehnen: Diesen Cavalier, der wegen seines Unglücks ferner zu lieben fast verschworen / fesselte eine Schönheit / die nicht alle bey dem ersten Anblick vor eine vollkommene Schönheit hielten.

Eine teutsche Familie hatte sich in Venedig niedergelassen; Und weil Selander nebst dem Tyrsates Bekandtschaft an sie erlangten / traff der Erste in solcher Gesellschaft eine Witbe an / die ihm Anfangs nur der Conversation wegen angenehm / aber nach und nach so viel Anmuht entgegen setzte / daß er die vor mit ihr gehabte Freundschaft / in eine aufrichtige und zwar die heftigste Liebe verwandelt sahe.

Seine sich täglich vermehrende Flammen / und die Gelegenheit / sie wöchentlich zwey bis drey mahl in Gesellschaft zu sehen / liessen nicht länger zu in Geheim zu seuftzen / darum entdeckte er ihr seine Liebe mit der aufrichtigsten und verpflichtesten Manier.

Diese Dame verwunderte sich nicht über seinen Antrag: Denn weil sie ihn nach seinem muntern Wesen / und freyem Aufführung gegen ander Frauenzimmer vor einem Cavalier hielte / der keine andere / als Galanterie Amouren zu machen capabel ware; So glaubten sie / er würde an ihr leicht so viel gefunden haben / so ihn darnach gleichfalls eine Begierde erweckte.

Sie nahm demnach ein Wesen an sich / so honetten Frauenzimmer bey dergleichen Anfällen gewöhnlich ist: Sie entschuldigte sich / wie sie niemahls wieder lieben werde / versicherte ihn aber einer beständigen Freundschaft / und suchte ihn dergestalt auf eine höfliche Art abzuweisen.

Selander wuste / daß er durch seine Discourse und vernünftige Urtheile bey ihr in einige Hochachtung gesetzet / weil er nun als ein kluger Cavalier ihr Opinion von ihm erriehte / so kränckte es ihn / in solchem Glauben bey ihr zu stehen / und seine ungemeine grosse Zärtlichkeit hieß ihn keine Mühe ersparen / wordurch er Sie der alleredelsten Liebe überreden möge.

Ausser denen verbündlichsten Versicherungen / schrieb er ihr Briefe / welche kein ihn hochachtendes Frauenzimmer zu lesen fähig war / ohne nicht davon gerührt zu werden / und weil sie einen schönen Gousto zu der Poesie spüren ließ / so setzte sein darzu geschickter Geist manche Arie an sie auf / und bildete seine Liebe mit so lieblichen und scharfsinnigen Worten ab / daß sie / wo nicht sein Hertz / so doch seinen Verstand in sich verliebt schätzen muste.

Sie gab ihm aber keine Gegen-Erklärung / und er hörte destoweniger sie zu verehren auf / da sie ihm keine Zeile schriftlich antwortete.

Immittelst ersuchte er sie unablässig um die Erlaubniß / ihr einmahl in ihrem Zimmer aufzuwarten; Aber auch dieses war eine Zeitlang vergebens / und sie schlug es ihm mit einer angenehmen Manier ab / als es andere zu verstatten pflegen. Bis endlich einmahl die Gelegenheit sich ereignete / daß er mit einem guten Freunde zu ihr auf einen Thée zu kommen / die Freyheit erhielte; Und nach dem wuste er sich so wohl und verpflichtet aufzuführen / daß sie von seinem Gemühte gantz andere Gedancken als zuvor faßte / und durch seine Geschicklichkeit / die durch ein honnettes und aufrichtiges Wesen sich nach und nach hervor thate / bewogen ward / ihm alle Wochen wenigstens drey mahl in ihrem Zimmer allein den Zutritt zu vergönnen.

Niemahls können wohl ein paar verliebte Personen eine schönere und angenehmere Conversation, als diese beyde gehabt haben; Und wenn Selander bey seiner allerliebsten Witbe sechs bis sieben Stunden nach einander / und fast alle Tage mit geschickten Urtheilen von allerhand schönen Sachen / und zu weilen untermengten artigen Schertze zugebracht / schiene ihm die Zeit so geschwind verflossen / daß er nicht anders als mit schwerem Hertzen vor ihr aufbrechen konte.

Er hinterließ demnach allezeit so Hertz als Verstand / welche sich mit seiner Schönen beständig unterhielten; Und ob gleich der Leib sich zur Ruhe begeben / war dennoch der Geist durch die angenehmste Phantasien mir ihr beschäftiget.

So unvergleichlich anmuhtig war das Wesen dieser von ihm im höchsten Grad geliebtem Person / daß er in ihrem blossen Umgange / und der Freyheit mit ihr aufrichtig und vertraulich zu reden / ein weit vollkommener Vergnügen fand / als Tausend in dem grösten Genüß der Liebe / welchen die Herren Romanisten eine entzückte Umarmung nennen / antreffen mögen.

Ja wenn er zuvor vielmahl die Liebe vor eine kleine Schwachheit gehalten / welche er länger / als so / zu fliehen vermeinte / so fand er ihre Würckung anitzo so edel / daß sein Verstand weit scharfsinniger und zu den wichtigsten Sachen fähiger als zuvor / und sein Gemühte bey der süssen Unruhe seiner Liebe so beschaffen ward / daß es in Gesellschaft dieser Damen in dem wüsten Arabien ein Paradies / und in dem elendesten Zustande in ihr alle Schätze der Welt zu finden vermeinte.

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