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Wilhelm Rabener: Satiren - Kapitel 59
Quellenangabe
typesatire
booktitleSatiren
authorGottlieb Wilhelm Rabener
firstpub1764
year1764
publisherVerlag der Dyckischen Buchhandlung
addressLeipzig
titleSatiren
created20061022
sendergerd.bouillon
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»Ich habe einen guten Freund, der seinen Proceß mit nachstehendem Briefe gewonnen hat. So wenig gehört vielmals dazu, glücklich zu seyn, wenn man die schwache Seite des Richters entdeckt hat, und seinem Geschenke, wenn es auch das wichtigste nicht ist, ein gutes Ansehen zu geben weis.«

 

Hochedelgebohrner Herr,
        Hochgeehrtester Herr Doctor,

Man hat mir gesagt, daß Ihnen in Ihrem schönen Münzcabinette noch drey Glockenthaler fehlen. Ich habe die Doubletten davon, und warte Ihnen damit auf. Sie werden mir nicht anmuthen, etwas dafür zu nehmen. Vielleicht haben Sie künftig einmal einige Stücken doppelt, und erlauben mir etwas davon. Weil Sie ein Kenner sind, so bitte ich mir ihre Gedanken über beyliegende Gemmam aus. Sie soll vom Kaiser Galba seyn. Das Gesicht giebt es, wenn ich anders den Sueton recht verstanden habe. Wäre diese Gemma, was ich glaube, so verdiente sie wohl einen Platz in Ihrer Sammlung. Bey mir wird sie nicht gesucht, weil ich weder auf alte Münzen, noch alte Gemmas viel halte. Ich habe meinem Gerichtsverwalter befohlen, Ihnen diese Stücken selbst einzuhändigen, wenn er sich die Ehre geben wird, Ihnen meine Leuterungssache bestens zu empfehlen. Die Bauern misbrauchen die Nachsicht der Gesetze. Ich bin unverändert.

Ew. Hochedelgeb.

dienstergebenster Diener
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