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Wilhelm Rabener: Satiren - Kapitel 158
Quellenangabe
typesatire
booktitleSatiren
authorGottlieb Wilhelm Rabener
firstpub1764
year1764
publisherVerlag der Dyckischen Buchhandlung
addressLeipzig
titleSatiren
created20061022
sendergerd.bouillon
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»Heut zu Tage ist dieses wohl unstreitig eine der größten Nahrungen, daß man Geld borgt, und es nicht wieder bezahlt. Sie ist dergestalt allgemein worden, daß, da sie sonst nur ein Vorrecht der Kaufleute war, sich nunmehr auch der gemeinste Mann darauf legt. Selbst die Gelehrten, und ehrwürdige Männer, haben sich dieses Vortheils bemächtiget. Es hat mich dieses veranlaßt, einige Formulare zu verfertigen, wie man Geld borgt, wie man mahnet, und wie man durch eine bescheidne Antwort seine Gläubiger hintergehn kann, ohne nöthig zu haben, sie zu bezahlen. Weil ich aber doch gern sähe, daß meine Landsleute so ehrlich wären, als es ohne ihren merklichen Schaden geschehen kann; so habe ich in nachstehenden Briefen meinem Schuldner den Charakter eines Mannes gegeben, welcher zwar im Ausborgen leichtsinnig, und bey seiner Wirthschaft unvorsichtig, im Grunde aber ein ehrlicher Mann ist.«

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