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Wilhelm Rabener: Satiren - Kapitel 133
Quellenangabe
typesatire
booktitleSatiren
authorGottlieb Wilhelm Rabener
firstpub1764
year1764
publisherVerlag der Dyckischen Buchhandlung
addressLeipzig
titleSatiren
created20061022
sendergerd.bouillon
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Hochzuehrende Tante,

Herr R – – hat mir einen Antrag gethan, welcher eine genauere Ueberlegung wohl zu verdienen scheint. Noch bin ich unschlüßig, ob mir schon die offenherzige Art, mit welcher Herr R – – sich erklärt, besonders gefällt, und viel Gutes verspricht. Ich übersende Ihnen seinen Brief, und bitte mir Ihren guten Rath, so bald als es möglich ist, aus. Die mütterliche Liebe, welche Sie bey andern Gelegenheiten gegen mich geäussert haben, läßt mich hoffen, daß Sie mir von ganzem Herzen rathen werden. Ich würde itzt meine verstorbne Mutter mehr als jemals vermissen, wenn mir nicht Ihre Wohlgewogenheit ein Recht gegeben hätte, meine Zuflucht zu Ihnen zu nehmen. Ich habe meinen Onkel, und einige meiner Freundinnen des Wohlstands wegen zugleich mit zu Rathe gezogen; aber auf Ihren Ausspruch, Hochzuehrende Frau, werde ich es allein ankommen lassen, da mein Onkel, wenn ich es wagen darf zu sagen, ein wenig gar zu sorgsam ist, und meine Freundinnen gar zu leichtsinnig sind. Ich bin mit der Zärtlichkeit einer gehorsamen Tochter,

Hochzuehrende Frau,

Dero

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