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Sämtliche Werke. Erster Band: Gedichte

Theodor Storm: Sämtliche Werke. Erster Band: Gedichte - Kapitel 191
Quellenangabe
authorTheodor Storm
titleSämtliche Werke. Erster Band: Gedichte
seriesTheodor Storms Sämtliche Werke
volumeErster Band
publisherInsel-Verlag
year1919
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20170820
projectid99b8897d
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Das Hohelied

Der Markt ist leer, die Bude steht verlassen,
Im Winde weht der bunte Trödelkram;
Und drinnen sitzt im Wirbelstaub der Gassen
Das schlanke Kind des Juden Abraham.
Sie stützt das Haupt in ihre weiße Hand,
Im Sturm des Busens bebt die leichte Hülle;
Man sieht's, an dieser Augen Sonnenbrand
Gedieh der Mund zu seiner Purpurfülle.
Die Lippe schweigt; die schwarzen Locken ranken
Sich um die Stirn wie schmachtende Gedanken. –
Sie liest vertieft in einem alten Buch
Von einem König, der die Harfe schlug,
Und liebefordernd in den goldnen Klang
Manch zärtlich Lied an Zions Mädchen sang.

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