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Sagen aus Tirol

Ignaz Zingerle: Sagen aus Tirol - Kapitel 89
Quellenangabe
titleSagen aus Tirol
authorIgnaz Vinzenz Zingerle
typelegend
year1891
publisherVerlag der Wagnerschen Buchhandlung
created20010426
senderanonymus@abc.de
modified20171101
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Der Piburger See

Wo dieser Gebirgssee in Ötzthal seine Wellen schlägt, war vor Zeiten eine schöne Ebenemit einem stolzen Bauernhofe und einer freundlichen Kapelle. Hof und Kapelle sind versunken, weildie dortigen Bewohner den Feiertag nicht heiligten. Sie waren so gottölos, daß sie am hohenUnserfrauentag (15. Aug.) das Heu, das sie am vorigen Tage gemäht hatten, einführten. Als sieaber mit dem ersten großen Fuder zum Stadel kamen, wich plötzlich der Boden und der ganzeHof versank mit Mann und Maus.

Nach einer anderen Sage putzte die Bäurin ihr Büblein mit Weißbrot und wegen dieses Frevels gieng der Hof unter. Im See wohnt ein Drache, der öfters aus dem See herauskroch und vom Bergherab zum Bache gieng. Den Weg, den er nahm, sah man genau, denn das Gras wurde von seinem giftigenAthem ganz roth. (Ötzthal.)

 


 

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