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Sagen aus Tirol

Ignaz Zingerle: Sagen aus Tirol - Kapitel 66
Quellenangabe
titleSagen aus Tirol
authorIgnaz Vinzenz Zingerle
typelegend
year1891
publisherVerlag der Wagnerschen Buchhandlung
created20010426
senderanonymus@abc.de
modified20171101
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Der Hirte am Zireiner See

In der Nähe des Zireiner Sees hütete über Sommer ein Hirte. Als er einmal am Herde die Mauern ausbessern wollte, sprach er: »Wenn ich doch einen Batzen Lehm hätte!«Nicht lange darauf kam ein kleines Männchen, sah zu, was der Hirte machen wollte,und sprach, als es das Anliegen desselben erfahren hatte: »Ob deiner Hütte istLehm genug. Komm' nur und hole davon.« Der Hirte folgte, obwohl er nie einesLehms dort ansichtig geworden war, der Weisung des Kleinen und fandherrlichen Thon. Er nahm davon, so viel er brauchte, und baute den Herd. Wie großwar aber sein Staunen, als nachts der Lehm am Herde zu gleißen anfing, alssei er eitel Gold. Am folgenden Tag fand er, daß der Lehm in pures Goldverwandelt sei. Jedoch der Lehm ober der Hütte war für immer verschwunden.

 


 

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