Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Ignaz Zingerle >

Sagen aus Tirol

Ignaz Zingerle: Sagen aus Tirol - Kapitel 123
Quellenangabe
titleSagen aus Tirol
authorIgnaz Vinzenz Zingerle
typelegend
year1891
publisherVerlag der Wagnerschen Buchhandlung
created20010426
senderanonymus@abc.de
modified20171101
Schließen

Navigation:

Entführt werden

Um's Entführtwerden ist's eine kuriose Sache. Kinder von zwei bis drei Jahren finden manchmal zu Hause keinen Frieden und wollen um jeden Preis ins Freie. Dann lasse man sie ja nicht aus dem Hause, besonders, wenn sie ungewaschen und ungekämmt sind, denn sie werden leicht auf immer verlockt.

– Am meisten müssen sich unaufgesegnete Wöchnerinnen hüten, allein aus dem Hause zu gehen, denn diese werden am leichtesten entführt. Vor etwa zwanzig Jahren trieb es eine Wöchnerin zu Ambras so in das Freie, daß sie im Hemde bei großer Kälte in den Wald lief und dort zwei oder drei Tage irregelockt wurde. Endlich fand man sie in elendem Zustande. Von dieser merkwürdigen Thatsache gibt eine Votivtafel auf dem Tummelplatz Zeugniß. (Ambras.)

 


 

 << Kapitel 122  Kapitel 124 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.