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David Friedrich Weinland: Rulaman - Kapitel 34
Quellenangabe
typenarrative
titleRulaman
senderKurt Kloeppel
year1972
publisherRainer Wunderlich Verlag -- Hermann Leins
authorDavid Friedrich Weinland
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Anhang

Worterklärungen

AIMAT (lappisch) Mensch. Nach auch heute nicht widerlegter Theorie ordnet Weinland die Ureinwohner seiner Heimat einer alpinen Rasse von Europiden zu, als deren Rudimente die Lappen gelten können. Manche Naturvölker nennen sich selbst "Menschen", so auch ,Weinlands Aimats. - Die drollig anmutenden Sprachstudien erfand er nach etymologischen Überlegungen und Vergleichen mit primitiven Sprachen.

ALBOS (lappisch) Luchs

ÄNAK (lappisch) männlicher Bär

ARMI-BACH Erms, rechtes Nebenflüßchen des Neckars, entspringt auf der Alb bei Seeburg südöstlich von Urach. Über ihrem tief eingeschnittenen Tal liegen die Ruine Hohenwittlingen, das Schillingsloch oder Schillerhöhle genannt (Tulkahöhle) und das Steffesloch (Staffa).

BELEN (Belenus) Sonnengott der Kelten, bei den Römern Apollo

BU (gälisch-keltisch) Kuh, zahmes Rind

BURA-FELSEN Beurener Fels östlich vom Hohenneuffen (bûr mhd. Gebäude)

BURRIA s. Höhlenlöwe. Der Kampf dürfte sich, nach der Wegzeit bemessen, in einem Tal bei Blaubeuren abgespielt haben.

DABBA (arabisch) Hyäne. Knochenfunde in Albhöhlen häufig

EIBE Taxus, Nadelbaum mit elastischem und dauerhaftem Holz, besonders für Bogen geeignet. In europäischen Wäldern fast ausgestorben, in Parks und Anlagen als Ziergehölz kultiviert

FARKA (ungarisch) Leitwolf

FLINT (altdeutsch) Kiesel, Feuerstein, für Werkzeuge und zum Feuerschlagen. Die Funken werden vom Zunder aufgefangen, daher "Flinte".

GIEDK (lappisch) Fjälfraß, Vielfraß, Marderraubtier

HOFA-FELD Vor der Ruine Hofen über dem Schlattstaller Tal auf der Vorderen Alb (s. Sala)

HÖHLENBÄR Nach Funden im Lonetal war dieses Urwelttier 3 m lang und 1,20 m hoch.

HÖHLENLÖWE In Alb- und Schweizer Höhlen nachgewiesen, war mit 2,50 m Körperlänge um ein Drittel größer als der Berberlöwe.

HUHKA-HÖHLE (finnisch Huuhka = Uhu), die Falkensteiner Höhle, am Hang über dem Elsachtal. Der Bach entspringt darin, versinkt meist im Inneren und tritt unterhalb wieder zutage. Die Höhle ist heute auf 3 km erforscht.

HULAB-FELSEN Bei der Hülbener Steige westlich vom Hohenneuffen

HYÄNE s. Dabba

KADDE (lappisch) wildes Ren. Weinland schreibt "Renntier" nach der Orthographie seiner Zeit, obgleich er als Zoologe "Ren" für richtig hält. Große Kadde = Edelhirsch

KADDE-EBENE Die Hochfläche etwa auf der Münsinger Alb

KALATS Kelten. Nach Weinlands bzw. der These seiner Zeit waren sie als indogermanische Stämme vom Südosten eingedrungen. Heute datiert man ihr Erscheinen in Europa auf das 8. bis 7.Jahrhundert v. Chr.

KANNIBALISMUS Vom griechischen Geographen Strabo und vom Kirchenvater Hieronymus bei keltischen Wandervölkern bezeugt

KANSA-BACH Kanzach, rechter Nebenfluß der Donau, aus dem Federsee

KARGA (baschkirisch) Rabe

KELT (lat. Celtis) Meißel, Beil KUM (tatarisch Kumy) berauschendes Getränk aus Stutenmilch

KOBELO (finnisch Koppelo) Auerhahn

LANGER FLUSS Donau. Die Furt ist etwa beim heutigen Untermarchtal anzunehmen.

LUBAN (gälisch-keltisch) Schaf

MATE (malaisch) Tod, der Töter (daher Ehrentitel "Burriamate")

MATE-TAL Vermutlich das Kaltental, von Norden nach Süden ziehendes Nebental der Elsach

MÜNZEN Keltische Hohlmünzen aus Goldblech, beim Hohenneuffen oft gefunden. Im Volksmund "Regenbogenschüsselchen"; sie blinken, wo der Regenbogen auf die Erde stößt.

NALLI-HÖHLE Nebelhöhle bei Genkingen auf der Reutlinger Alb, auch bekannt aus Hauffs "Lichtenstein". Das zuvor beschriebene Tal ist das Echaztal mit den Traifelbergfelsen.

NIAL (lappisch) Eisfuchs

NOMEL (lappisch) Hase

NORGE Neckar

NORGE-WALD Schönbuch, das weite, hügelige Waldgcbiet nördlich des Neckars. Der unbesiedelte Kernteil des heutigen Forstes erstreckt sich in Luftlinie 27 km von 0sten nach Westen und 11 km von Norden nach Süden. Weitere geschlossene Waldgebiete reichen bis auf die Filderebene s von Stuttgart.

NUMBA (javanesisch) Nashorn, Höhlenfunde in Süddeutschland

PFERD Das kleine Wildpferd europäischer Urrasse wurde von Höhlenmenschen gegessen, wie Knochenfunde zeigten.

REGENBOGENSCHÜSSELCHEN s. Münzen

SABLIGA (russisch) Buchfink

SALA-FELS über dem Sala-Tal. Das Schlattstaller Tal (eigentlich Schlatts-Tal), mündet ins Oberlenninger Lautertal.

SNIERA (lappisch) Maus

SOKOL (polnisch) Falke

SOM-SEE (von russisch Som = Wels) Federsee in Oberschwaben, ca. 138 ha groß, das ist etwa ein Zwanzigstel seiner Fläche in prähistorischer Zeit. Im verlandeten Teil vorgeschichtliche Siedlungsfunde

SONNENSTEIN Kupfer

STAFFA-HÖHLE Steffesloch (s. Armibach)

STALPE (lappisch) Wolf

STANA-BACH Steinach, Nebenbach des Neckars, Quelle am Hohenneuffen

TULKA-HÖHLE (von tatarisch Tulka Fuchs) s. Armibach

TUR (polnisch) Urochs

TWOBA-SWE (von hottentottisch Twoba = Elefant), nach Mammutfunden bei Cannstatt vermuteter prähistorischer Salzsee

ULA Aach, entspringt nahe dem Blautopf bei Blaubeuren und vereinigt sich bald mit der Blau zum linken Nebenfluß der Donau.

ULA-HÖHLE Hohler Fels bei Schelklingen. Die Erforschung dieser Höhle hat Weinland stark beeindruckt. Sie ergab Siedlungsfunde aus der jüngeren Altsteinzeit und Reste vom Höhlenbären, Mammut, Ren, Wildpferd u. a.

USON Wisent, Rindergattung mit Buckel, Mähne und Bart; Reste im Kaukasus. In Amerika Bison = Büffel

VAITA-TAL Faitel, im oberen Teil Föhrental, am Nordabfall des Hohenwittlinger Berges bei Urach

VIPERN Noch bis ins 18. Jahrhundert Hauptingredienz für Theriak, ein mittelalterliches Allheilmittel

WALBA Das "Jenseits" der Aimats. Wo der Boden unter den Reitern hohl dröhnt, über unzugänglichen Räumen unter der Erde, wohnen die Geister verstorbener Aimats.

WALBA-SEE Hier ist an den Blautopf bei Blaubeuren zu denken, den einzigen und geheimnisvollen See in jener Gegend.

WALDREBE Clematis, in Süddeutschland auch Wolfsrebe, Trenne, Waldstrick, Teufels- oder Hexenzwirn. Noch zu Weinlands Zeit für Seile verwendet

WASSERGESTEIN Basalt, im Gegensatz zum Jura ohne Risse und Klüfte, so daß sich Wasser darin sammeln kann.

Es mag verwundern, daß Weinland den Aimats Tiernamen aus teils entlegenen Sprachen in den Mund legt. Die meisten übernahm er von seinem genau gleichaltrigen Freund Alfred Brehm, den jahrelange Forschungsreisen durch europäische, afrikanische, asiatische und vor allem nordische Länder geführt hatten,

Autor: Kurt Kloeppel

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