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Römische Tagebücher. Auszüge 1852 - 1889

Ferdinand Gregorovius: Römische Tagebücher. Auszüge 1852 - 1889 - Kapitel 18
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authorFerdinand Gregorovius
booktitleRömische Tagebücher 1852-1874
titleRömische Tagebücher. Auszüge 1852 - 1889
publisherVerlag C. H. Beck
editorHanno-Walter Kruft und Markus Völkel
isbn3406348939
year1991
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1868

Genzano, 28. April

Zu diesem Jahre habe ich noch keine Aufzeichnungen gemacht, weil ich wegen fortdauernden Unwohlseins und überhäufter Arbeit daran verhindert wurde. Der rauhe Winter hielt bis in den April an; er war der schlechteste, den ich in Rom erlebt habe. Der Zudrang der Menschen machte mir nicht minder viel Unbequemlichkeit.

Am Karfreitag beendigte ich die Winterarbeit im Rohen, das erste Buch des siebenten Bandes der ›Geschichte der Stadt‹. Ich bin durch die langen Mühen angegriffen, und am Schluß, dem ich mich nähere, verzweifle ich fast, diesen Stein auf dem Gipfel aufzurichten.

Ich habe Zugang zum Archiv Orsini, durch Vermittlung des Prinzen Teano.

Von neuen Bekanntschaften bemerke ich Frau von Gablentz die Gemahlin des österreichischen Feldmarschall-Lieutenants. Ich verkehrte eine Zeitlang viel mit dieser Dame von liebenswürdigem Naturell, aber großer Unruhe.

Aus Amerika kamen die Professoren Adams und Curtis; ferner Bayard Taylor, ein namhafter Schriftsteller, ein ernster, kraftvoller, fast heldenmäßig aussehender Mann. Aus England Lord Houghton, unter dem Namen Monckton Milnes als Poet bekannt.

Von Deutschland waren in Rom Ernst Curtius und Sauppe aus Göttingen; Hase aus Jena, Erdmann aus Halle; Prinz Wilhelm von Hessen. Von Rußland: der Senator Brevem, welcher die Geschichte der abenteuerlichen Prinzessin Tarrakanow aus den Akten herausgegeben hat. Von Brüssel Gachard.

Canitz kam zum Besuch seiner kranken Schwägerin nach Rom. Er ist ganz hergestellt.

Am 25. d.M. fuhr ich nach Genzano. Ich nahm wieder Wohnung bei Carolina Mazzoni. Ein Sohn ist im Exil, eine Tochter (Isabella) tot – im Ort unter den Familien alles verändert –, eine neue Generation emporgewachsen, die frühere gehört jetzt, wie ich, zum sinkenden Geschlecht.

 

Rom, 17. Mai

Seit dem Januar wird das alte Emporium bei der Marmorata ausgegraben. Dieser Stapelplatz der kaiserlichen Stadt für ihren Marmorbedarf liefert einen Beweis mehr für die Größe Roms. Allem Anschein nach erstreckt sich die Marmorlage bis gegen S. Paul hin. 30 Fuß hoher Schutt, teils Tiberschlamm, teils Material zerstörter Bauten, bedeckt das alte Emporium. Daß die Marmorblöcke noch bis ins 10. Jahrhundert hinein dort zu Tage lagen, beweist der damals gebräuchliche Name Ripa Marmorea für jenes ganze Tiberufer. Im Mittelalter baute man Mauern und Türme über dem verschütteten Emporium: an einer Stelle befanden sich riesige Marmorblöcke, welche später einem aufgesetzten Gemäuer als Felsenfundament gedient haben, ohne daß bei ihrem Bau sich der Werkmeister dessen bewußt war. Der alte Aufstieg vom Flußufer ist als eine mit Ziegelfliesen gepflasterte Straße an den Tag gekommen; auf ihr gingen die Lastträger. Sie ist nur 4 Fuß breit, und darüber steigt eine das Ufer haltende Mauer von Netzarbeit auf. Zwei Marmorsteine mit runder Öffnung dienten zum Festbinden der Barken. Die ganze Uferstrecke war ungefähr so eingefaßt, wie heute die gegenüberliegende Ripa Grande. Man hat mehr als 600 Stücke Serpentin gefunden, dessen man sich für das Opus Alexandrinum bediente; auch fand man Stücke des köstlichen SteinsMurrha, wovon der Papst einige den Jesuiten geschenkt hat, den Hochaltar ihrer Kirche damit zu zieren. Schon jetzt stellt der Fund edler Marmorsteine ein großes Kapital dar, und das Material ist hinreichend, die Fußböden aller Kirchen mit alexandrinischer Arbeit zu bedecken, wie überhaupt alle Basiliken der Stadt mit Schmuck zu versorgen. Der Papst hat zu Ehren Viscontis eine goldene Medaille prägen lassen mit der Inschrift:

P.H.VISCONTI V.C. OB EMPORIVM ET MARMORA AD TIBERIM REPERTA OPTIME DE PRINCIPE ET PATRIA MERITO A. MDCCCLXVIII.

Visconti strahlt vor Freude und Glück. Er führte mich dort umher und stellte mich dem Grafen Sartiges und dem Kardinal Berardi vor. Es ist Absicht der Direktion, die angeschwemmten Gelände am Fluß wegzuräumen und diesem die alte Uferlinie wiederzugeben. Der Tiber hat sein Bette im Lauf der Jahrhunderte beträchtlich erhöht.

Bei Gelegenheit der Legung eines Wasserkanals auf dem Pincio, dem Lokal lukullischer und domitischer Gärten, grub man folgende Inschrift aus, die ich vom Marmor abschrieb:

SILVANO SACRVM TYCHICVS GLABRIO NIS CV SER VILICVS HORTORVM.

Vor 14 Tagen starb der österreichische Botschafter Graf Crivelli plötzlich auf einem Ritt an den Stadtmauern. Sein Pferd kam ohne ihn zurück – man fand ihn sterbend am Boden liegen, in der Nähe der Porta Pinciana. Seine Frau wartete im Wagen am Tor del Popolo auf seine Rückkehr; sie fuhr zu jener Stelle, sah ihren Mann dort liegen, brachte ihn nach Hause; er starb, ehe er den venetianischen Palast erreichte. Die Leichenfeier wurde mit großem Pomp in der Anima abgehalten. Crivellis Stellung als Botschafter war unhaltbar geworden; wegen der Konkordatsfrage befand er sich als streng konservativer Katholik in Spannung mit Beust. Meysenburg soll als außerordentlicher Gesandter nach Rom kommen.

Am 15. Mai starb der unglückliche Kardinal de Andrea im Palast auf Monte Giordano.

Lucian Bonaparte wurde am 13. März zum Kardinal von S. Pudenziana gemacht; der erste Bonaparte, der im heiligen Kollegium sitzt.

Tiefe Stille in Rom; die Fremden sind abgereist.

Ich arbeite wieder mit Lust in Bibliotheken und Archiven. Der Druck der zweiten Auflage schreitet vor.

 

Rom, 14. Juni

Der Juni ist kühl und feucht.

Ich arbeite im Archiv Orsini, wo ich Auszüge aus dem Register des alten Hausarchivs von Bracciano machte, welches ich zu meiner großen Freude vorfand. Leider sind die Urkunden verlorengegangen.

Einige Journale vergleichen meine ›Geschichte der Stadt Rom‹ mit der von Reumont, wobei mich katholische Fanatiker, wie in Münster, zu verschwärzen suchen. Diese Vergleiche sind lächerlich. Die Arbeit Reumonts ist eine Kompilation, wozu er für das ganze Mittelalter ein Jahr gebraucht hat; meine Arbeit ist ein Originalwerk, entstanden aus Quellenforschungen von fast schon sechzehn langen Jahren; sie ist das Resultat eines Lebens und das Produkt innerer Leidenschaft. Die Glocke, die ich gegossen habe, wird noch von manchem Küster geläutet werden.

Die Briganten machen das Stadtgebiet wieder unsicher. Sie verhinderten mich an einer Fahrt nach Bracciano.

Rom ist still geworden. Ich genieße diese herrliche Einsamkeit mit vollen Zügen.

Gestern sagte mir der Abt P. aus Monte Cassino manches über den Palast Farnese, in welchem die Vermählung des Grafen von Girgenti mit der spanischen Königstochter neues Leben gebracht hat; man hofft auf baldige Restauration. Man träumt von einem Kriege Frankreichs mit Italien, wobei ein Korps Spanier in Neapel landen soll. Der Abt sagte mir, daß er im Palast Farnese einen Menschen eingeführt habe, welcher sich über alles unterrichte, was täglich in der bourbonischen Familie vorgehe; alle 15 Tage werde dieser Bericht als ein Diarium abgeschickt. Diese freiwillige Mitteilung des heiligen Mannes machte mich tief erstaunen und noch mehr die Naivität, womit er seine Handlungsweise preisgab. Eben kam der König von Neapel vorbeigefahren, welcher den Abt freundlich grüßte. Ich machte mich von dem Pfaffen los, den ich nie mehr sehen werde. Unsere Bekanntschaft datiert von Monte Cassino. Sollte wohl Tosti diese jammervolle Spionage billigen?

Der Pfaff sagte mir auch, daß die italienische Regierung einen Menschen erkauft habe, welcher von einem bourbonischen Comité an König Franz gesendet wurde. Jetzt geht derselbe Agent als Spion Italiens im Palast Farnese aus und ein. Welch ein Abgrund von Niederträchtigkeit würde hier sichtbar werden, wenn man die Vorhänge heben könnte!

Ein neues mazzinistisches Comité hat sich in Rom gebildet und erläßt Proklamationen.

 

Rom, 4. Juli

Am letzten Sonntag war ich in Albano und Ariccia, wo ich die Gräfin Lovatelli und Carolina Mazzoni besuchte. Vor 14 Tagen in Frascati zum Besuch bei Donna Ada Teano.

Am 29. Juni wurde die Bulle verlesen, welche das Konzil zum 8. Dezember 1869 beruft – dies geschah mit mittelalterlichem Zeremoniell. Eine Kanzel stand auf der Plattform des St. Peter; dorthin begab sich der Notar, andere päpstliche Notare saßen dabei auf Bänken, dazu acht Schweizergarden und vier Fedeli des Senats, welche vor der Verlesung der Bulle in Trompeten stießen. Sodann hefteten sie die Bulle an die Türen von St. Peter, warfen sich in Wagen und fuhren fort, um sie an den herkömmlichen Orten anzuschlagen: St. Johann, Santa Maria Maggiore, Cancelleria und Campo di Fiore.

Dies ökumenische Konzil, welches 300 Jahre nach dem Tridentiner zusammentreten soll, wird sich unter schlimmen Auspizien versammeln. Diese sind: das neu sich bildende deutsche Reich unter einem protestantischen Oberhaupt; das neue Italien; das neue Österreich, welches das Konkordat gebrochen hat und deshalb vom Papst ein Moratorium empfing.

Die Enthüllung des Lutherdenkmals in Worms durch den König Wilhelm hat hier einen tiefen Eindruck gemacht; diese Demonstration des protestantischen Geistes fand gerade an den Vigilien des S. Peterfestes und der Verkündigung der Konziliumsbulle statt. Der Papst will diesesmal keine Gesandten der Mächte zum Konzil zulassen, was doch deren Recht ist.

Die päpstlichen Truppen haben das Sommerlager auf dem Feld des Hannibal bezogen, wo sie der Papst gestern besucht hat. Vom Juni an regnet es täglich; in der Regel schwärzt sich der Himmel um 1 Uhr, worauf sich ein Gewitter entladet.

Schlözer war in Berlin; er kam von dort vor acht Tagen zurück und brachte mir den Erlaß des Kultusministers, wonach man mir zur Vollendung der ›Geschichte Roms‹ wieder auf zwei Jahre je 400 Taler bewilligt hat.

 

Rom, 11. Juli

Wir haben alle Tage Gewitterregen.

In den letzten Tagen arbeitete ich viel mit Erfolg im Archiv Caetani.

Morgen will ich nach Spoleto abreisen, das dortige Archiv zu sehen; dann wieder über Urbino und Rimini nach Venedig und nach München.

 

Gubbio, 16. Juli

Am 13. morgens von Rom abgefahren; angekommen in Spoleto um Mittagszeit.

Im Gasthaus zur Eisenbahn fand ich den Kanzler der Camaldulenser von S. Gregor, verkleidet als Canonicus, weil er nach Ascoli ging; ich quälte mich zu erraten, wer dieser mir bekannte Geistliche sei.

Graf Campello war abwesend; ich fand am Ort die beiden Brüder Francesco und Luigi, Grafen Pianciani, welche einen schönen Palast besitzen. Ich gab ihnen den Brief Castellanis (für den abwesenden Carlo, ihren Bruder), worauf Francesco mich in das Haus des Archivars Achille Sanzi führte. Leider war derselbe in Foligno, und ich konnte das Archiv nicht sehen. Spoleto durchwandert, den schönen Lo Spagna im Gemeindehaus gesehen, eine Inschrift auf Friedrich I. dort kopiert, Monte Luco und die Brücke besucht. Ich nächtigte in der Stadt. Vorgestern nach Foligno. Dort ging ich auf das Gemeindehaus, wo man mir das Stadtarchiv öffnete und mich darin allein ließ. Ich kopierte einige Urkunden. Das Archiv besitzt eine Reihe von Libri Reformationum und noch zahlreiche Original-Pergamente.

Um 1 Uhr nach Fossato; von dort auf einem Wagen durch schönes Gebirgsland nach Gubbio gefahren, wo ich gegen 7 Uhr anlangte.

Ich traf den Chirurg Piccini, den Mann der trefflichen Lisa, meiner Bekannten von Genazzano her. Mit Mühe fand ich Logis bei einem Bürger, der ehedem eine Locanda hielt, sie aber eingehen ließ.

Piccini machte mich mit dem Syndikus Marchese Barbi bekannt. Man öffnete mir das Archiv, wo ich gestern und heute arbeitete. Dasselbe befindet sich in dem aufgehobenen Camaldulenserkloster S. Pietro.

Gubbio erinnert mich an Todi. Die Häuser sind aus dem rötlichen Kalkstein des Gebirges gebaut – vorherrschend die Gotik des 14. Jahrhunderts –, Spitzbogen oder romanische Halbgotik. Das Gemeindehaus dominiert die Stadt, ein prachtvoller Bau vom Jahre 1337, großartig und doch graziös – es ist seltsam, daß dieses Gebäude nur zwei Säle enthält, die wohl für Parlamente gedient haben. Daneben steht der Palast Ranghiasci, das ansehnlichste Privathaus der Stadt.

Viele Kirchen, darunter der Dom in gotischem Stil, ähnlich der Mittelkirche des St. Franziskus in Assisi, S. Maria Nuova, S. Pietro, S. Francesco (sehr schöne gotische Kirche). Es gab bis zur letzten Revolution 18 Klöster in diesem Ort von nur 7000 Einwohnern. Die Kirchen sind reich an Malereien aus der umbrischen Schule, worunter einige Meisterwerke von Raffaello dal Colle, Ottaviano Nelli, Giannicola, Timoteo della Vite und Nucci.

Man klagt über die jetzige Regierung; alles sei tot und öde. Gubbio ist, wie viele andere Städte, nun ein verwittertes Monument des Mittelalters, dessen Geist hier überall sichtbar ist.

Die Eugubinischen Tafeln gesehen; sie befinden sich jetzt in S. Pietro, dem herrlichen Konvent, wo gegenwärtig die Bureaus der Kommune sich eingerichtet haben.

 

Urbino, 19. Juli

Am 17. nach Fossato zurück, morgens um 5 Uhr. Meine Begleiter waren drei Bürger aus Gubbio, welche nach Serra di S. Ciriaco fuhren, alte Bilder aufzukaufen. Diese Leute von gewöhnlichem Stande zeigten sich in Kunst und Malerei sehr bewandert. Liebe zur Kunst scheint in Gubbio einheimisch zu sein, wo schöne Kunstwerke die Leidenschaft zum Sammeln befördern. Der Graf Benamati dort zeigte mir seine kleine Sammlung und so auch der Camaldulenserprior, welcher eine Handzeichnung Tizians zu seinem Bilde S. Pietro Martire besitzt.

Fossato ist das Schlachtfeld Totilas, eine herrliche Berglandschaft bis zu Gualdo Tadino hin. Überall hier historisches Land. Als ich zuvor bei Narni die Nera passierte, gedachte ich des Parcival d'Auria, General des Königs Manfred, wie er beim Übersetzen über diesen reißenden Fluß ertrank. Nun fügte es sich, daß ich im Archiv Gubbio ein Edikt Parcivals fand aus der Zeit, da er Rektor der Marken für Manfred war.

Die Fahrt durch diese Apenninen ist schön. Grüne Matten wie in der Schweiz, prachtvolle Täler, welche Flüsse durchrauschen; dann wieder großartige Felsenwände, wie bei S. Ciriaco. Jesi liegt schon am Abhang der Apenninen, ein stattlich aussehender Ort, wo Friedrich II. geboren wurde. Dies ist eine der schönsten Fahrten, die man machen kann.

In Ancona kam ich um 1 Uhr mittags an und durchwanderte den Ort von ansehnlicher Architektur sieben Stunden lang. Groß und frei ist die Lage von S. Ciriaco, der ältesten Kirche Anconas auf dem Vorgebirge. Der Triumphbogen Trajans am Hafen ist das schönste Monument dieser Gattung, das ich sah.

Abends 10 Uhr kam ich nach Fano. Der Bilbiothekar Luigi Masetti führte mich gestern ins Gemeindearchiv. Eine Kammer dort ist massenhaft mit Scripturen angehäuft. Die Diplome lagen in Kasten versiegelt. Ich fand nur eine Reihe von Libri Reformationum vor, die mit Anno 1416 beginnen. Daraus kopierte ich einigesaus der Zeit, da Cesare Borgia dort gewaltig war. Man versprach mir, die Diplomespäter aufzuschließen.

Fano ist ein offener Ort, ganz abgestorben, aber in der reichsten Campagna am Meere liegend. Es ist die Vaterstadt Lancis und Polidoris, der in Siena starb.

Heute nach Pesaro: eine freundliche Stadt mit schönem Platz und dem Schloß der Sforza, wo jetzt die Präfektur sich befindet. Ich sah darin die Sammlung von Majoliken, die meist aus Gubbio stammen, wo im 16. Jahrhundert eine ausgezeichnete Fabrik dieser Art Terrakotten sich befand. Um 1 Uhr mit der Post nach Urbino, wo ich um 5 Uhr eintraf.

Der Anblick des Schlosses des Herzogs Federigo ist großartig; es beherrscht die Stadt auf der Höhe und ist ihr monumentaler Charakter. Urbino liegt auf einem steilen Berge zusammengedrängt, so klein und unansehnlich, daß man Mühe hat zu glauben, hier sei einst ein Hauptzentrum der italienischen Bildung gewesen. Ich suchte das Haus Raffaels auf, ein zweistöckiges Gebäude aus Ziegelstein mit vier Fenstern Front und einer Renaissancetüre.

Dann ging ich zum Dom und ins Schloß, vor welchem Ballschläger ihre Künste zeigten – es war Sonntag –, dann ins Freie, wo man die Berge von S. Marino sieht – ringsum sparsam bebautes Kalkgebirg, welches die nächste Umgebung düster macht. Ich komme eben (abends 9 Uhr) von der öffentlichen Promenade zurück, unterhalb der großen Hinterseite des Schlosses. Dort liegt ein Cafehaus – die Urbinaten saßen auf Stühlen umher oder lustwandelten, beleuchtet von den Strahlen einer großen Laterne.

Ich habe einen Brief an den Grafen Carlo Pompeo Gherardi, den ich morgen abgeben will, damit dieser für gelehrt geltende Mann mir das Archiv zugänglich macht.

 

Rimini, Aquila d'Oro, 21. Juli

In Urbino sah ich gestern das Innere des Palasts, eines der schönsten Monumente der Renaissance. Die Marmortüren und Fenster besonders bewunderswürdig. Ich traf Gherardi im Lesekabinett, dem Zimmer eines Cafes, wo einige veraltete Journale aufliegen; er führte mich in das Institut der schönen Künste, wo er Professor der Geschichte ist. Seit vier Jahren ist diese Anstalt entstanden, durch rühmlichen Eifer der Bürger. Man hat in einigen Sälen Abgüsse antiker Statuen und auch Gemälde aufgestellt. Unter den letzten das Hauptwerk von Giovanni Santi. Im Gemeindearchiv sah ich ein Manuskript, welches eine Geschichte der Zeit Cesare Borgias enthält, und machte daraus Auszüge.

Ich besuchte die Bibliothek Albani im Palast der Familie dieses Hauses, welche von Urbino stammt; daher Clemens XI. manches für die Stadt getan hat. Die Bibliothek besitzt 8000 Bände und viele Handschriften bezüglich auf die Geschichte Urbinos. Sie benutzte Dennistoun für sein Werk. Ein Kanonikus führte mich dort umher; er war mit Don Vincenzo Colonna bekannt gewesen. Die Schwarzen sind in Urbino stärker als die Liberalen, und fast überall in den Marken hängt der hohe Adel dem gestürzten Regiment an.

Schöne Gemälde im Dom, auch zwei gute Baroccio. Dieser Maler war gleichfalls Urbinate.

Von Urbino nach Pesaro, dann nach Rimini.

Diese Stadt der Malatesten ist geräumig und freundlich, aber unmonumental, wie im Grunde die meisten Städte der Marken. Die größte Merkwürdigkeit ist der Dom mit den Gräbern jener Tyrannen, ein Bau des Leon Battista Alberti. Ich nahm eben ein Bad im Meer – von der alten Römerbrücke sah ich S. Marino auf dem Kamm eines hohen Berges und eine schöne Landschaft mit mäßigen Gebirgszügen im Hintergrunde –, alles weit und sonnenhaft an der Meeresfläche hingelagert.

 

Venedig, Stadt München, 28. Juli

Von Rimini nachts nach Venedig, wo ich am 22. des Morgens anlangte.

Ich war hier vor sechzehn Jahren, am 19. April 1852, von Königsberg ankommend, und dies war mein Eintritt in Italien gewesen. Das Bild der Stadt hatte sich mir bereits in den Einzelheiten verwischt. Nun übte dies Zauberwesen einen ganz frischen Reiz auf mich aus.

Ich eilte gleich zu Gar in das Archiv ai Frari. Ich arbeite täglich sechs Stunden, erst auf der Marciana, dann im Archiv. Dort finde ich Schätze in den Diarien des Marin Sanuto, hier in einer unglaublich großen Zahl wichtiger Papiere. Ich habe viele Abschriften gemacht, der Geschichte der Borgia kann ich ein ganzneues Licht geben. Die Hitze ist groß; ich milderte sie durch Lagunenbäder. Meine Arbeiten lassen mir wenig Zeit, die Stadt zu sehen, doch machte ich vorgestern eine lange Fahrt.

Gestern aß ich bei Münster, worauf die Frauen mich nach dem einzigen großen Privatgarten Venedigs führten, dessen Besitzer Papadopuli ist.

Ich wohnte eines Abends einer öffentlichen Vorlesung des Professors Fulin im Athenäum bei, vor einem gemischten Publikum, bei zerschmelzender Hitze. Fulin sprach über die Anfänge der venezianischen Geschichte, aber ohne Zusammenhang und Kraft. Ich lernte mehrere Herren kennen, so auch den Präfekten Venedigs, Torelli.

Der Maler Nerli, der schon 30 Jahre lang in Venedig lebt, erzählte mir vom Tode des Sohnes Goethes in Rom, den er gepflegt hatte. Die deutsche Kolonie ist hier seit 1866 sehr zusammengeschmolzen; auch viele Legitimistenfamilien haben die Stadt verlassen; der Palast Bourbon steht leer.

Vor einigen Tagen hatte ich Gar, Fulin und Manzato, den Übersetzer meiner ›Geschichte der Stadt‹, zu Tisch. Manzato ist noch ein ganz junger Mann.

Das Fahren auf der Gondel, so einwiegend, still hingleitend und geheimnisvoll, zumal abends, wenn man in die kleineren Kanäle einlenkt, ist wahrhaft bezaubernd – diese Art der Bewegung eines ganzen Volks auf der lautlosen Flut mag auch dazu beigetragen haben, Venedig den Charakter des Geheimnisses zu geben –, die Maske fand sich von selbst dazu ein. Die ganze Regierung dieses aristokratischen Staats, so furchtbar streng und verschwiegen, war maskiert.

Die Genialität Tintorettos ist mir erst hier klar geworden. Es ist eine mächtige, dem Staatswesen entsprechende Großheit in allen diesen venezianischen Meistern.

Ganz Venedig ist ein Poem, das schönste, was ein Volk geschaffen hat, und dies war ein praktisches Volk von Fischern, Schiffern und Handelsleuten. Nirgends sonst in Italien erkennt man so deutlich die wunderbare schöpferische Phantasie und die Grazie, mit welcher diese Nation begabt ist.

Der Präfekt Torelli schickte mir eine Abhandlung über die Zustände Venedigs mit einem liebenswürdigen Brief; ich antwortete ihm abreisend, wobei ich die Hoffnung aussprach, daß es fremden Einflüssen nicht gelingen werde, das Bündnis zwischen dem neuen Italien und dem neuen Deutschland zu zerstören. Dies in bezug auf die boshafterweise von Lamarmora eben veröffentlichte Note Usedoms, welche ein so großes Geschrei gemacht hat.

 

München, vom 1. bis 19. August

Am 31. Juli verließ ich Venedig. Ich war von der Hitze und den Archivarbeiten sehr angestrengt.

In Padua, einem mächtigen Wesen von Stadt, ein paar Stunden geblieben – ebenso in Verona, welches ich sehr liebe. Nachts über Ala – ohne Schlaf, in elender Verfassung – weiter nach Innsbruck. Am 1. August traf ich auf der Station Rosenheim zufällig Giesebrecht, der mit Frau und Onkel Ludwig Giesebrecht, dem Verfasser der ›Wendischen Geschichte‹, nach Kufstein abreiste.

Trüber Tag – trüber Eindruck vom Vaterland.

Um 4 Uhr nachmittags in München angelangt. Eine Nacht in der »Blauen Traube« logiert, dann folgenden Tags Wohnung genommen in der Frühlingsstraße Nr. 19.

Schack getroffen. Ich fand ihn verjüngt; wie es scheint, hat der Erfolg seiner Schriften diesen schönen Einfluß auf ihn geübt. Er schenkte mir seine neue Ausgabe des ›Firdusi‹ und seine ›Araber in Spanien‹. Seine Bildergalerie hat sich ansehnlich vermehrt. Er zeigte mir seinen persischen Sonnenorden. Wenn man einen Orden tragen soll, so gibt es für einen intelligenten Menschen freilich keinen besseren als den des Ritters von der Sonne.

Bei Döllinger zu Abend gewesen mit Kaulbach, zu dem er mich geführt hatte. Döllinger sprach mit Freimut über die sinnlosen Manöver des heutigen Papsttums und mit Geringschätzung von dem zusammenberufenen Konzil, für welches keine einzige dringende Frage vorliege. In bezug auf die Anfeindungen, die meine Geschichte von katholischen Fanatikern, namentlich in Münster, erfahren hatte, sagte er mir, daß ich mit der größten Mäßigung die kirchlichen Verhältnisse behandelt habe und daß er selbst sich in manchen Punkten viel schärfer würde ausgedrückt haben.

Kaulbach ist ein Mann von geistreicher Lebenskraft, ununterbrochener Tätigkeit. Ein günstiges Glück und ein selten schönes Familienleben haben ihn jung erhalten. Eine solche Natur muß, was auch immer die Menschen reden, viel innere Güte in sich tragen. Er sprach bitter über Cornelius, den er einen Narren des Hochmuts nannte; und ich erinnerte mich der Mißachtung, mit welcher Cornelius oft von Kaulbach geredet hatte.

Auf der Bibliothek traf ich Hal und Föhringer. Auch Jaffé lernte ich dort kennen. Er sieht geistreich und verarbeitet aus. Wattenbach traf ich ebendaselbst und aß mit ihm in einem Garten. Er kam aus Spanien, sagte mir, daß Gervinus' Frau augenleidend sei. Ich schrieb nach Heidelberg, lehnte aber die Einladung ab. Mein Zweck ist die Vervollständigung meines Materials in München, was jetzt geschehen ist.

München ist leer. Julius Braun und seine Frau traf ich in Starnberg, wohin sie auf meinen Wunsch gekommen waren. Wir verbrachten den Nachmittag angenehm und gingen am See fort bis Tutzing, wo ich mich auf die Eisenbahn setzte.

 

Bad Schachert bei Lindau, 20. September

Am 20. August nach Kufstein. Ich traf dort Giesebrecht und seinen Onkel. Dr. Erhardt mit Familie kam aus Jenbach zum Besuch. Wir verlebten schöne Tage in Kufstein.

Am 24. August wieder nach München zurück. Am 26. nach Augsburg; ich besuchte Altenhöfer auf der Redaktion der ›Allgemeinen Zeitung‹ und besprach den Weiterdruck der ›Geschichte der Stadt Rom‹ mit dem dortigen Faktor Pohl.

Man riet mir, meinen Sommersitz in Immenstadt zu nehmen, wohin ich an demselben Tage abreiste. Ich nächtigte dort, doch war Immenstadt unwohnlich, und die Gegend erschien mir düster und leer. Ich reiste am 26. August nach Lindau.

Am folgenden Tag nahm ich Wohnung in dem Dorfe Schachen, welches unmittelbar am See liegt, im »Schlößli«.

In dieser reizenden Einsamkeit stellte sich meine Kraft wieder her. Die Seeufer bilden einen meilenweiten Garten. Es ist ein fortgesetzter Obstbaumwald, in welchem nahe bei einander Weiler und Dörfer stehen. Ich sah nie einen solchen Segen von Früchten. Es ist kein Baum, der nicht zehnfach gestützt wäre. Einige sah ich umgesunken, wie Helden in ihrer vollen Kriegsrüstung – ein schönes Ende fruchtbaren Lebens. Alle Augenblicke fallen Äpfel nieder – dieser Ton erweckte mir Erinnerungen an die Kindheit. In diese bin ich hier zurückgekehrt, und seit ich in Rom lebe, habe ich mich überhaupt nie mehr so ganz in die heutige Natur zurückversenkt als hier.

Mein liebster Spaziergang war nach Wasserburg und Nonnenhorn. Jenes steht mit seinem alten Schloß der Grafen Montfort und seiner stattlichen Kirche auf einer in den See eingreifenden Landzunge. Von dem nahen Hoyerberg übersieht man am besten den See und die Berge, die ihn umstellen; selbst der Münsterturm von Konstanz zeigt sich. Dies Gemälde ist herrlich, auch in seinen blassen Tönen – der Bodensee von vergißmeinnichtblauer Farbe, bisweilen auch smaragdgrün. Daß man beständig auf drei so verschiedenartige Ländergebiete blickt, die an ihn grenzen, Österreich, Deutschland, die Schweiz, bringt einen völkergeschichtlichen Zug in diese Natur. Ich wanderte viel und täglich – denn die Witterung war beispiellos schön, so etwa wie in Oktobertagen zu Rom. Ich ging nach Bregenz, dann nach Langenargen und fuhr über den See nach Rorschach und von dort nach S. Gallen. Mittags und abends esse ich in dem kleinen Bade, wo bisher etwa 60 Gäste gespeist haben. Meist waren es Schweizer und Süddeutsche. Ich habe viele Landleute kennengelernt. Ihre Weinberge sind ihr Stolz; diese tragen einen für mich ungenießbaren Traubenessig, welchen sie »Seewein« nennen. Traubenwächter halten Wache; bisweilen sitzen sie auf einer hohen Stange frei in der Luft und klappern mit einer Handklapper. Dies gilt den Staren, die jetzt nach Italien massenweise auf der Wanderung sind.

Ein Lindauer Kaufmann Gruber hat zwei schöne Landhäuser, Lindenhof und Allwind, angelegt, welche die Zierden dieser Gegend sind. Der glückliche Mann starb in seinem 45. Jahre; er liegt im Park begraben. Viele andere Landhäuser laden hier zum Wohnen ein. Ich besuchte die Villa des Kaufmanns Lingg, eines Bruders des Dichters der Völkerwanderung. Er hat in einem Zimmer einige Barbarenkönige aus diesem Gedicht in Fresko malen lassen, nebst der Germania und Roma, worauf er nicht wenig stolz zu sein scheint. Ich versuchte die ›Völkerwanderung‹ zu lesen, blieb aber darin stecken; es ist versifizierte Chronik, und Geschichtschroniken haben wir bessere in den Originalen. Ein Epos darf nicht Geschichte zu seinem Inhalt haben, sondern nur wenige Charaktere aus ihr, um welche sich die Handlung bewegt, wie die ›Ilias‹ um Hektor und Achill.

Gervinus ist mit seiner leidenden Frau in Wildbad; wir verzichteten darauf, uns diesmal zu treffen.

 

Rom, 5. Oktober

Am 23. September nach München. Am 26. nach Innsbruck, wo ich nächtigte. Am folgenden Tage nach Verona. Am 28. nach Bologna, wo ich nächtigen wollte, um dann nach Florenz zu fahren. Weil aber Bergwasser die Eisenbahn bei Porretta zerstört hatte, fuhr ich weiter über Ancona.

Am 29. früh um 9 Uhr kam ich nach Rom zurück.

Es besuchte mich vor einigen Tagen der Dante-Übersetzer und Hohepriester des Dante-Kultus, Carl Witte aus Halle. Ich sah ihn zum ersten Mal – ehedem ein Wunderkind, jetzt ein Wundergreis, voll Feuer und Kraft. Fremde beginnen sich zu zeigen.

Die spanische Revolution versetzt alles in Aufregung. Die letzte der romanischen Nationen tritt in den modernen Prozeß des Lebens und wendet sich dem Mittelalter ab. Es wird Licht auch in jenem bigotten Lande.

Man erwartet jeden Tag die vertriebene spanische Sultanin, petens Romam refugium peccatorum.

 

Rom, 26. Dezember

Ich war so sehr in meine Arbeit versunken und später durch das Gesellschaftsleben zerstreut, daß ich nichts in diesen Blättern verzeichnet habe.

Vom vierzehnten Buch der ›Geschichte der Stadt‹ schrieb ich drei Kapitel ganz nieder und brachte das vierte bis zum Sacco di Roma, aber es kam dazwischen manches innerlich Aufregende, so daß ich meine Arbeiten mußte ruhen lassen. Ich sah die alte Gräfin Brühl, Tochter des Helden Gneisenau und mir deshalb ehrwürdig.

Die Donnerstag-Soireen bei Arnim sind wieder eröffnet – viele Österreicher dort, darunter lernte ich den fanatischen Grafen Blome kennen.

Eines Tags stellte mich Visconti auf der Marmorata dem Exkönig von Neapel und der Königin vor. Der unglückliche König, jetzt männlicher aussehend, war die Artigkeit selbst; die Königin sagte kein Wort, sie lächelte nur als wie über einen Landsmann erfreut.

Ich war bei Hübner einen Abend. Nachdem er aus dem Orient zurückgekehrt ist, hat er sich eine Wohnung im Palast Barberini eingerichtet und arbeitet dort seine Geschichte Sixtus' V. aus. Sie kann gut werden. Hübner ist ein feiner und geistreicher Mann, doch glatt wie ein Aal.

Der Bildhauer Kopf wurde vor wenigen Tagen auf Grund der Denunziation eines persönlichen Feindes, auch eines Bildhauers, bei Nacht von der Polizei abgeholt und auf Monte Citorio unter gemeinen Verbrechern festgesetzt. Arnim wußte von dem Verhaftsbefehl und hinderte dessen Ausführung nicht, was hier böses Blut unter den Deutschen gemacht hat. Erst am folgenden Tage bemühte er sich um die Freilassung, und diese war der Energie des Marchese Zappi, eines päpstlichen Generals, zu verdanken, welcher der Polizei drohte, Kopf mit militärischer Gewalt freizumachen. Wir haben dies zu einer deutschen Angelegenheit gemacht und durch eine Adresse Herrn von Arnim aufgefordert, Genugtuung von den römischen Behörden zu verlangen. Aber leider ist Kopf Württemberger, und Arnim weigerte sich, die Mainlinie zu überschreiten. Auch hier zeigte sich wieder die noch fortdauernde Zerrissenheit unserer deutschen Verhältnisse.

Von den Serristori-Pulververschwörern wurden vor 14 Tagen Monti und Tognetti in Rom hingerichtet; darüber hat Italien einen Schrei der Entrüstung erhoben und diese für Geld erkauften Meuchelmörder zu Märtyrern des Vaterlandes erklärt.

Den Weihnachtsabend brachte ich erst bei Lindemanns zu und fuhr dann mit der Prinzessin Teano zu Lovatelli, wo ein Baum aufgestellt war.

Am 30. im Apollotheater.

Am Silvesterabend auf der Soiree bei Arnim; dort lernte ich den Grafen Galen und Frau kennen – er war Gesandter in Madrid.

Ich habe mit Kraft meine unterbrochene Arbeit wieder aufgenommen: das Ziel meiner Lebensmühen soll durch keine Illusion mehr von mir entfernt werden; alles andere ist sekundär.

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