Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Ludwig Preller >

Römische Mythologie

Ludwig Preller: Römische Mythologie - Kapitel 94
Quellenangabe
typetractate
booktitleRömische Mythologie
authorLudwig Preller
year1858
firstpub1858
publisherWeidmannsche Buchhandlung
addressBerlin
titleRömische Mythologie
pages801
created20090801
sendergerd.bouillon@t-online.de
Schließen

Navigation:

Bellona

oder Duellona (Varro l. l. VII, 49), welche der griechischen Enyo entspricht und wahrscheinlich sabinischer Abkunft war. Wenigstens soll schon Appius Claudius Regillus, welcher im J. 259 d. St. Consul war, die Bilder seiner Vorfahren in einem T. der Bellona aufgestellt und mit Inschriften versehen habenPlin. H. N. XXXV, 3, 3, vgl. Tacit. Ann. IV, 9 Sabina nobilitas, Attus Clausus ceteraeque Claudiorum effigies., und der bekannte T. der Bellona in Rom war gleichfalls die Stiftung eines Claudiers, des berühmten Appius Claudius Caecus, welcher ihn im J. 458 d. St., 296 v. Chr. in einer heißen Schlacht mit den Etruskern gelobt hatteLiv. X, 19, Ovid F. VI, 201, Kal. Venus. Vgl. Dio fr. 109 p. 97 Bekk.. So gab es auch in Präneste einen eignen T. der Bellona. Jener römische Tempel, als dessen Dedicationstag der 3. Juni gefeiert wurde, lag als T. der Kriegsgöttin an der Grenze des Marsfeldes d. h. nicht weit von der nördlichen Stadtgrenze und dem dortigen Hauptthore; daher er sehr geeignet zu solchen Senatssitzungen war, wo es mit den aus dem Felde zurückkehrenden Feldherrn oder mit den Gesandten auswärtiger Völker, welche die Stadt nicht betreten 612 durften, zu verhandeln gabBecker Handb. I, 606, vgl. oben S. 224.. Später wurde Bellona mit der Virtus identificirt. Die Mythologen nannten sie bald die Gattin des Mars, wodurch sie der sabinischen Nerio gleichgestellt wird, bald seine SchwesterSeneca b. Augustin C. D. VI, 10, vgl. Lactant. I, 21, 16 und die Inschrift aus der Gegend von Mainz b. Or. n. 4983, wo ein Hügel der Dea Virtus Bellona geweiht wird. Plaut. Amphitr. Prol. 42 nennt Virtus, Victoria, Mars, Bellona neben einander als herkömmliche Figuren der römischen Tragödie. Ein vicus Bellonae in Rom b. Grut. 654, 7. BELONAI POCOLOM auf einer Schale Millingens, die wahrscheinlich aus Etrurien stammt.. Jedenfalls muß diese ältere Bellona von der jüngeren asiatischen unterschieden werden, auf welche ich zurückkommen werde. – Weiter gehören zu den eigentlichen Kriegsgöttern als Gesellen des Mars und der Bellona

 << Kapitel 93  Kapitel 95 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.