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Römische Mythologie

Ludwig Preller: Römische Mythologie - Kapitel 80
Quellenangabe
typetractate
booktitleRömische Mythologie
authorLudwig Preller
year1858
firstpub1858
publisherWeidmannsche Buchhandlung
addressBerlin
titleRömische Mythologie
pages801
created20090801
sendergerd.bouillon@t-online.de
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1. Volcanus.

Der Name wird sowohl in den besseren Texten der Schriftsteller als in den Inschriften gewöhnlich VolcanusVOLCANI POCOLOM auf einer Schale aus Tarquinii, die sich jetzt in Berlin befindet. Münzen von Aesernia mit der Inschrift VOLCANOM. Vgl. Orelli n. 1380 ff. 526 geschrieben, später Vulcanus. Eine befriedigende Etymologie ist bis jetzt nicht gefundenNicht zu gebrauchen sind die Etymologieen bei Varro l. l. V, 70 und Isidor Orig. VIII, 11, 39. Cicero N. D. III, 24, 62 verzichtet auf jede Erklärung. A. W. Schlegel dachte an das indische ul-kâ, feuriges Meteor, s. Pott etymol. Forsch. 1 S. 128. 265. Neuerdings haben Mehrere nach dem Vorgange von Secchi den aus Hesych und Münzen von Phästos bekannten Zeus Velchanos oder Gelchanos verglichen, Andre das »phönicisch-pelasgische« Wort Τελχίν, s. Gerhard Gotth. d. Etr. S. 6. 29, Roß Ztsch. f. A. W. 1851 n. 50, Huschke die osk. u. sabell. Sprachdenkm. S. 11. 198.. Um so verständlicher ist der Name Mulciber, wie der Gott besonders als allverehrter Waffenschmied gleich dem deutschen Wieland und dem griechischen Hephästos genannt wurde, von mulcere d. h. von der erweichenden, die festen Metalle flüssig machenden Kraft des FeuersPaul. p. 144 Mulciber, Macrob. VI, 5, 2, vgl. die Inschr. b. Or. n. 1382 Volk. Miti sive Mulcibero.. Bei den Etruskern hieß er Sethlans, welcher Name vermuthlich mit dem griechischen αίθειν und dem älteren Namen der Insel Lemnos Αιθάλη, Αιθάλια, Αιθάλεια zusammenhängt, den auch die Insel Elba mit ihren großen Vorräthen von Eisen und Kupfer führteO. Müller Etrusker 1 S. 240.: welche Schätze in Populonia und sonst bei den Etruskern, da ihr Land überhaupt an Metallen reich war, zu allen Künsten und Uebungen des Schmiedegotts, Schmelzöfen, Münzstätten, den berühmten kunstreichen Metallarbeiten u. s. w. reichlichen Anlaß darboten.

In den älteren Culten und Sagen erscheint Vulcan bald als zerstörende bald als wohlthätige, nicht selten auch als beseelende und zeugende Kraft, ja wie Vesta und der indische Agni auch als Gottheit des Heerdes, der über dem Bestande der Familie wacht und im Staate Gesellung und Verbündung fördert. In der Pränestinischen Sage galt deshalb Caeculus, der Gründer der Stadt, für einen Sohn des Feuergottes, der »am Heerde« gefunden wird, dann unter den Hirten aufwächst und endlich wie Modius Fabidius in Cures, wie Romulus in Rom das Volk der Umgegend um sich versammelt und den Staat gründetVirg. Aen. VII, 678 ff. mit den alten Auslegern.. Nach der latinischen und römischen Sage, wie Dionys und andre Schriftsteller sie erzählenDionys. IV, 2, Ovid F. VI, 621 ff., Plin. H. N. XXXVI, 70, Plut. de Fort. Ro. 10. Dieselbe Geschichte abenteuerlich entstellt und auf Alba Longa und die Geburt der Zwillinge übertragen b. Plut. Rom. 2., wurde Servius Tullius, der volksfreundliche König und neue Gesetzgeber, in demselben Sinne für 527 den Sohn des Vulcans gehalten, welcher bei dieser Gelegenheit in der Flamme des Familienheerdes der Tarquinier als lar familiaris d. h. als Schutzgott des Hauses (S. 488) erscheint. Tarquinius und die weise Tanaquil sitzen beim Mahle, bei welchem Ocrisia (d. i. die Burg-Jungfrau, von ocris), die gefangene Königstochter aus Corniculum, als Magd aufwartet. Als sie nach der Sitte des Mahls die Speiseopfer zu den Laren des Heerdes trägt und den Wein in die Flamme schüttet, streckt sich ihr aus der Flamme ein fascinum entgegen. Erschrocken meldet sie es der Tanaquil, diese aber heißt sie sich bräutlich schmücken und so an den Heerd setzen, worauf sie nach neun Monaten den Servius Tullius gebiert. Auch soll sich Vulcanus bei seinem Sohne wie beim Pränestinischen Caeculus nicht unbezeugt gelassen haben. Denn einst, da Servius als Knabe schlummerte oder, wie Andre erzählten, da er nach dem Tode seiner vielgeliebten Gattin in tiefen Seelenschmerz versunken war, sah man sein Haupt und das Haar von lichter Flamme lodern.

Ein wohlthätiger und befruchtender Naturgott ist Vulcan auch als Gatte der alten latinischen, der Bona Dea nahe verwandten Göttin Maia, welche zu Rom in alten Gebetsformeln als Maia Volcani verehrt wurde und ihr Opfer am 1. Mai durch den flamen Volcanalis erhieltGell. N. A. XIII, 23 (22), vgl. Macrob. I, 12, 18. Varro l. l. V, 84. Nach Piso hieß die uxor Vulcani nicht Maia, sondern Maiesta. Doch ist dieses derselbe Name d. h. die Vergrößernde, Wachsthum Verleihende. vgl. oben S. 352.; eine ähnliche Verbindung also wie die zwischen dem lemnischen und ätnäischen Hephästos und der Naturgöttin Aphrodite, der römischen Venus, daher auch diese Gruppe der römischen Vorstellung nahe lag und von Horaz in den bekannten Versen von der wiederkehrenden Lust des Frühlings Od. I, 4, 5 ff. angewendet wird. Unter den römischen Cultusstätten des Feuergottes ist besonders merkwürdig das alte Volcanal des Comitiums, welches wie eine Art von Staatsheerd erscheint, gleich jenem Heerde in Praeneste, an welchem der Gründer der Stadt gefunden wurde. Es war kein eigentlicher Tempel, sondern nur eine über das Comitium erhöhte Fläche (area), wahrscheinlich mit einer Feuerstätte und einem Septum, wie auch die andern sogenannten Volcanalia in Rom zu denken sein werden. Indessen hatte dieser Platz für die Stadt und den Staat eine ganz besondere Bedeutung, da er durch die alte Erinnerung an die Verbündung der Römer und Sabiner und eine 528 eben so alte Praxis der bürgerschaftlichen Versammlungen geweiht war. Hier sollen Romulus und T. Tatius ihre Zusammenkünfte gehalten haben, wie später die verbündeten Römer und Quiriten und die Patricier überhaupt hier beriethen, auf dem comitium, für dessen geheiligten focus nach Art des spätern Vestadienstes also dieses Vulcanal gehalten werden darf. Romulus soll es gestiftet und eine eherne Quadriga als Wahrzeichen seines Triumphs über Cameria auf demselben aufgestellt haben; ein Lotosbaum, welcher sich bis zur Zeit des Plinius auf demselben Platze erhalten hatte, galt für eben so alt als die StadtDionys. II, 50. 54, Plin. XVI, 44, 86, Plut. Rom. 24, Qu. Ro. 47, vgl. Becker Handb. I S. 287. Da der Mundus sich unter dem Comitium befunden haben soll, und über demselben nach Ovid F. IV, 820 ff., nachdem die Gruppe zugeschüttet worden, ein Altar errichtet und Feuer angemacht wurde (S. 456, 1155), so könnte dieses vielleicht mit dem Vulcanal zusammenhängen.. Die politische Bedeutung des Platzes wurde vollends die vorherrschende, seitdem durch Tullus Hostilius am Comitium die Curia Hostilia entstanden war, zu welcher später die Rostra, die Gräcostasis und andre Gebäude des bürgerlichen und politischen Lebens der Stadt hinzutraten. Doch blieb dem Volcanal nach wie vor auch seine religiöse Bedeutung; ja es wurde noch einmal zu einer Stätte der Ausgleichung und Verschmelzung feindlicher Elemente, als Cn. Flavius, derselbe welcher die Fasten veröffentlichte (S. 143), auf demselben Platze, wo einst Romulus und Tatius einander die Hände gereicht hatten, eine Capelle der hergestellten Eintracht, jetzt der zwischen Patriciern und Plebejern errichteteLiv. IX, 46, Plin. XXXIII, 1, 6, Ovid F. VI, 93. Der Platz hieß deshalb fortan die area Vulcani et Concordiae, Liv. XL, 19, vgl. XXXIX, 46.. Das alte Heiligthum des Feuergottes aber erkennt man z. B. daran daß wiederholt solchen Personen, die vom Blitze, dem Feuer des Himmels getroffen waren, auf dem Volcanal Statuen errichtet wurden, wie Vulcanus denn wenigstens bei den Etruskern, deren Aruspices in solchen Fällen zu entscheiden pflegten, als Feuergott zugleich ein blitzschleudernder Gott warFest. p. 290 statua, Gellius N. A. IV, 5..

Das Hauptfest des Vulcan fiel in den heißen Monat August, wahrscheinlich deshalb, weil Sonne und Feuer bei den Alten, auch bei den Römern oft gleichbedeutend gedacht und für einander gesetzt werdenEnnius b. Varro r. r. I, 4 von den vier Elementen: aqua, terra, anima (die Luft) et sol, b. Varro l. l. V, 59 von der menschlichen Seele: est de sole sumptus ignis, isque totus mentis est. Vgl. die Sage vom Prometheus bei Probus und Serv. z. Virg. Ecl. VI, 42 und das Sonnenrad bei Grimm D. M. 578.. Es war der 23. August, an welchem Tage später 529 auch circensische Spiele zu Ehren des Vulcan gehalten wurdenVarro l. l. VI, 20, vgl. die Kalender, unter denen der Kal. Capran. hinzufügt: Volcano in Circo Flaminio. Nach Dio LXXVIII, 25 schlug es am Tage der Volcanalien ein, weil Macrin das Wagenrennen zu Ehren des Vulcan abgeschafft hatte.. Ein in religiöser Hinsicht sehr merkwürdiger und gewiß sehr alter Gebrauch dieses Tages war der daß die Römer dann, wahrscheinlich jeder Familienvater für sich und die Seinigen, gewisse Fische als Opfer in das Feuer (des häuslichen Heerdes) warfen; ohne Zweifel waren es die auch sonst als stellvertretendes Opfer pro animis humanis erwähnten kleinen Fische, welche man in Rom maenae nannte. Diese wichtigen Fische wurden von den Tiberfischern geliefert, aber nicht auf dem gewöhnlichen Fischmarkte, sondern auf einer area Vulcani feilgeboten (vermuthlich nicht jener alten, sondern auf dem Platze vor dem Vulcanustempel im Marsfelde), wofür ihnen die Stadt dadurch lohnte daß sie am 7. Juni durch den Stadt-Prätor eigne Fischerspiele (ludi piscatorii) für die Zunft der Fischer und den guten Ertrag ihres Gewerbes am jenseitigen Stromufer halten ließFest. p. 210 und 238 piscatorii ludi, Ovid F. VI, 237 ff., oben S. 512.. Die Volcanalien aber wurden nicht allein in Rom, sondern auch in Ostia gefeiert, wo ein mehrfach erwähnter praetor sacris Volcani faciundis dabei den Vorstand hatteS. die Inschr. b. Marini Atti p. 357, Or. n. 1381, vgl. n. 2204. 2205. Weil die Vulcanalien in die Zeit fielen, wo die Tage abnahmen, fing Plinius d. Ä. mit diesem Tage an des Morgens bei Licht zu arbeiten; dieses und weiter nichts sagt die oft misverstandne Stelle bei seinem Neffen ep. III. 5.: vermuthlich derselbe Gottesdienst und mit denselben, den Fischfang im Tiber so nahe angehenden Gebräuchen, in denen sich zugleich der alte Glaube, daß das menschliche Seelenleben dem Feuer verwandt sei, recht vernehmlich ausdrückt. Ein andrer Festtag des Vulcan war der 23. Mai, wo die beim Gottesdienste gebrauchten Trompeten und ähnliches Metallgeräth lustrirt und dabei dem Vulcan geopfert wurdeOvid F. V, 725, wo purae tubae die geweihten, zum Gottesdienste bestimmten tubae sacrorum sind, vgl. die Kalender z. 23. Mai und oben S. 261. Auch auf den römischen und andern italischen Münzen erscheint Vulcan gewöhnlich als Schmied, mit Hammer und Feuerzange., wie am 23. März ein ähnlicher Gebrauch mit einer Feier der Minerva verbunden war. Also galt Vulcan bei dieser 530 Gelegenheit für den kunstreichen Schmied und Vorsteher aller Gewerke, welche im Feuer schaffen und arbeiten.

Sonst ist er gewöhnlich der verzehrende FeuergottEnnius Ann. v. 477 cum magno strepitu Volcanom ventus regebat. Attius Nyctegr. p. 168 ed. Ribbeck. Scandit oras, laterum texta (flamma) Volcani edax. Virgil Aen. V, 662 Furit immissis Volcanus habenis transtra per et remos et pictas abiete puppes. und zwar in der doppelten Bedeutung eines solchen dem das durch Feuer zu Vertilgende geweiht wird, und eines solchen der über jede Feuersgefahr und Feuersbrunst gebietet, also auch gegen dieselbe Schutz gewährt. In jener Beziehung wird Vulcan nicht selten unter den Kriegsgöttern erwähnt, da es in Italien ein altes Herkommen war, nach gewonnener Schlacht die geringere Beute auf dem Schlachtfelde selbst zu verbrennen und zu diesem Zwecke dem Vulcan und andern Göttern der Vernichtung zu weihenLiv. I, 37, VIII, 10, XXX, 6, XLI, 12, vgl. Virg. Aen. VIII, 561 und Liv. XLV, 33 precatus Martem, Minervam Luamque Matrem (S. 419) et ceteros deos, quibus spolia hostium dicare ius fasque est. Eben dahin gehört der VOLKANVS VLTOR auf Münzen des August, s. Eckhel D. N. VI, 96, welcher auch den Volkanus militaris b. Grut. 1069, 5 aus demselben Gebrauche erklärt.; es sei denn daß auch dabei das Bild des göttlichen Waffenschmiedes im Spiele war, wenigstens sind es immer Waffen, welche dem Vulcan bei solchen Gelegenheiten geweiht werden. Andrerseits war es allgemeiner Gebrauch den Feuergott als Schutz gegen Feuersbrünste zu verehren, zu welchem Behufe allerlei Beschwörungsformeln an die Wände der Häuser gemalt wurden, wodurch man diese unter den Schutz Vulcans zu stellen glaubte. Und zwar halfen auch darin die Etrusker mit ihrem Aberglauben aus, wenn anders eine der beliebtesten Formeln der Art Arse Verse, welches averte ignem bedeuten soll, wirklich etruskischen Ursprungs istPlin. XXVIII, 2, 4 etiam parietes incendiorum deprecationibus conscribuntur. Vgl. Paul. p. 18 Arseverse und die oft besprochene Inschrift aus Cortona b. Or. n. 1384, welche Huschke im Rh. Mus. f. Philol. 1856 S. 364 ff. aus dem Umbrischen zu erklären versucht.. In Perusia wurde sogar, nachdem im Kriege zwischen Octavian und Antonius die ganze Stadt bis auf das Vulcanal abgebrannt war, fortan Vulcan anstatt der Juno, die sonst in den etrurischen Städten Schutzgöttin zu sein pflegte, als Schutzgott verehrtAppian b. c. V. 49, Dio Cass. XLVIII, 14, wo auch das Bild der Juno gerettet wird.. In Rom, wo die Straßen bis auf den großen Brand unter Nero in der Regel enge, die Häuser 531 hoch, also die Feuersbrünste meist sehr verheerend waren, wurde neben dem Vulcan eine Stata Mater verehrt, als weibliche der Vesta verwandte Schutzgöttin der Straßen und öffentlichen Plätze, welche das Feuer zum Stehen brachte und sowohl die Häuser als das Straßenpflaster gegen seine verheerende Wirkungen schützte. Das erste Beispiel eines Bildes dieser Stata Mater sah man auf dem Forum, nachdem dieses durch Cotta gepflastert worden war; hernach verbreitete sich dieser Cultus schnell durch die ganze Stadt und die einzelnen vici, daher sich verschiedene Inschriften erhalten haben, in denen die Viertelsmeister, vicorum magistri, der Stata Mater solche Heiligthümer stiftenFest. p. 317 Statae Matris, vgl. meine Regionen d. St. R. S. 84 und Orelli n. 1386–1388, Henzen n. 5684. 5685. Stata Mater ist zu erklären wie Iupiter Stator, quae sistit incendia. Gewöhnlich wird sie für eine Nebenform der Vesta gehalten, vgl. die Inschrift aus Lyon bei Boissieu p. 15, Henzen n. 5686 Augustae Deae Vestae, Augusto Deo Volcano.. Augustus errichtete später auf dem Forum, vermuthlich neben jenem Bilde der Stata Mater, auch ein Bild des Vulcanus, von welchem die Dedicationsinschrift gleichfalls erhalten ist (Grut. 61, 1), ein Vorgang welcher gleichfalls in den übrigen Theilen der Stadt Nachahmung fand; wenigstens wurde bald darauf, nachdem eine Feuersbrunst den Aventin verheert hatte, die bei dem Vicus Armilustri in der Gegend von S. Alessio zum Stehen gekommen war, von den dortigen Viertelsmeistern dem Volcanus Quietus und der Stata Mater ein Heiligthum gestiftetOr. n. 1385, vgl. Mommsen I. N. n. 6776, Unterital. Dial. S. 134.. Ja dieser Cultus verbreitete sich mit der Eintheilung der Stadt in vici und der Ortspolizei der vicomagistri auch außerhalb Roms über die Municipien und sonst, daher ähnliche Inschriften in verschiednen Gegenden vorkommenOr. n. 1386 aus Florenz, Henzen n. 5685 aus dem Lande der Marser, n. 5684 aus Achaja. Auch die Inschrift aus Tarent bei Or. 1380 ist wohl ähnlich zu erklären: Volcano ex aere publico in via recta Civ. Tar. pontificum iussu statuit P. Cornificius.. Aus demselben Grunde pflegte man, eben weil Vulcan mit der Zeit immer mehr zu einem Gott der Feuersbrünste wurde, die Tempel desselben lieber außerhalb der Stadt anzulegenVitruv. I, 7, Plut. Qu. Ro. 47, Liv. XXIV, 10. Auf M. des Valerian und Gallien wird ein T. des Vulcan angedeutet, welcher bei andauernder Pestilenz als Heilgott angerufen wurde, Eckhel D. N. VII p. 384.. Und wirklich lag der einzige bekannte Tempel dieses Gottes in Rom nicht in der Stadt, sondern im Marsfelde, wahrscheinlich in der Nähe des 532 Circus Flaminius, in welchem auch die circensischen Spiele der Volcanalien am 23. August gehalten wurden.

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