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Römische Mythologie

Ludwig Preller: Römische Mythologie - Kapitel 5
Quellenangabe
typetractate
booktitleRömische Mythologie
authorLudwig Preller
year1858
firstpub1858
publisherWeidmannsche Buchhandlung
addressBerlin
titleRömische Mythologie
pages801
created20090801
sendergerd.bouillon@t-online.de
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5. Die Etrusker und die Griechen.

Haben wir somit unsern Gesichtskreis über den ganzen Zusammenhang der mit Rom verwandten Völker erweitert, so können wir doch auch bei diesen nicht stehen bleiben, so wenig die Religion der Römer bei den ersten und angestammten Ueberlieferungen der Vorzeit stehen geblieben ist. Sobald nehmlich der römische Staat in den Kreis der Culturstaaten eintrat, empfing er natürlich auch von diesen gewisse Elemente der Cultur, wie sie sich einstweilen im Verkehre mit den Völkern des Orients und den Griechen abgeschlossen hatte und zur Civilisation der Zeit nothwendig gehörte: worüber sich nicht allein sein geistiges Leben und der Zustand seiner Sitten, sondern auch sein religiöses Leben und sein Götterglaube in vielen wesentlichen Punkten verändert hat. So wurden anstatt des bilderlosen Cultus, welcher bis dahin möglich geblieben war, jetzt Bilder und Tempel eingeführt, an die Seite der einheimischen Priester und Seher traten andre und ausländische, an die Seite der einheimischen Götter die lebensvollen und höheren Bedürfnissen der Bildung entsprechenden Gestalten des griechischen Apollo, der Castoren, des Handelsgottes Mercurius, der Ceres mit ihren beiden jüngeren Nebenfiguren; ja selbst die einheimischen Götter wurden jetzt andre Götter, Götter von höherem politischen und weltlichem Anspruch, da sie früher bei den einfacheren 11 Zuständen ihrer Nation auch selbst so viel einfacher, patriarchalischer und geistlicher gewesen waren. Eine überaus wichtige Veränderung, welche gleichfalls keineswegs blos Rom angeht, sondern bei vielen andern Mitgliedern der stammverwandten italischen Bevölkerung gleichfalls und wohl noch früher als in Rom eingetreten war, namentlich bei allen denjenigen, welche sich von den centralen Stammsitzen der alten nationalen Heimath und Gewöhnung entfernt und der westlichen und südlichen Küste genähert hatten, also den Latinern, den Volskern und vorzüglich den oskisch redenden Völkern, namentlich ihren südlichsten Gliedern. Die Culturstaaten aber, mit denen diese Stämme bei solcher Erweiterung in Berührung kamen, sind die der Etrusker und der in Italien und Sicilien ansässigen Griechen: blühende und mächtige Staaten, welche jenen Völkern an Bildung bei weitem überlegen waren und dabei einen lebhaften Verkehr mit den Mittelpunkten der damaligen Cultur in Griechenland, Kleinasien und dem Orient unterhielten. Ueber die Etrusker sind wir freilich in gewissen Hauptpunkten, namentlich was ihr nationales Herkommen betrifft, noch immer sehr im Unklaren; so lange nicht der Schlüssel zu ihrer Sprache gefunden ist, muß diese Frage ungelöst bleiben. Aber gewiß ist, daß sie vor den Römern bei weitem das mächtigste Volk in Italien waren, da sie von dem jetzigen Toskana und dem Kirchenstaate bis zum Tiber aus, wo sie die Umbrer in das Gebirge zurückgedrängt hatten, nicht allein über Bologna in die Lombardei eingedrungen waren und sich derselben bis zur Pomündung bemächtigt hatten, sondern eine Zeitlang auch die Küste der Latiner und der Volsker beherrschten, ja mitten in Campanien zu Capua einen Mittelpunkt ihrer südlichen Macht gegründet hattenS. außer der Hauptstelle bei Livius V, 33 besonders Servius V. A. XI, 567, wo Excerpte aus Cato zu Grunde liegen.. Ueberdies beherrschten sie beide Meere von Italien, das obere und das untere, welche nach ihnen das tyrrhenische und das adriatische genannt wurden. Auch haben sie mit den centralen Gegenden des mittelländischen Meeres und mit Kleinasien in so lebhafter Verbindung gestanden, daß bei ihnen selbst und bei den Griechen die Tradition entstehen konnte, ihre Abstammung sei in Lydien zu suchen, während ihre Gräber durch das was man in ihnen gefunden hat auf eben so lebhafte Handelsverbindungen mit den Phöniciern hinweisen, welche sich hin und wieder sogar in eigenen Ansiedelungen 12 unter ihnen niedergelassen hattenS. J. Olshausen über phönicische Ortsnamen außerhalb des semitischen Sprachgebiets, Rh. Mus. f. Phil. N. F. VIII, 3 S. 332 ff.. Dann aber sind auch sie und nicht weniger mächtig als die andre Bevölkerung Italiens von dem Zauber der griechischen Bildung und Mythologie ergriffen worden, welche von der Vorsehung dazu bestimmt war, eine allgemeine Ausgleichung der verschiedenen Göttersysteme und eine gewisse kosmopolitische Gemeinschaft der ästhetischen und poetischen Anschauung des Alterthums herbeizuführen. Ganze Reihen der griechischen Götter und der griechischen Heroen findet man in Etrurien wieder, vor allen Apollo, Herakles und die Helden des troischen Sagenkreises und der Tragödie; und zwar muß diese griechische Bildung in Etrurien eine alte gewesen sein, da Caere so gut wie die lydischen Könige zu Delphi, dem Mittelpunkte des griechischen Apollodienstes, ein eignes Magazin für seine Weihgeschenke unterhielt und die Ueberlieferung von der Uebersiedelung des Demarat von Korinth nach Tarquinii zur Zeit des Tyrannen Kypselos ohne eine gleichzeitige Verbindung nicht hätte entstehen können. Auch sind in den Gräbern von Vulci, von Caere, von Veji, von Cortona unter so vielen Tausenden von gemalten Vasen griechischer Fabrik viele des älteren und ältesten Stils gefunden worden. Obwohl mit diesem Anfluge der griechischen Mythologie so wenig als bei den Römern und bei den übrigen Italikern der ganze Inhalt ihrer Religion erschöpft ist; vielmehr hatten auch sie einen eignen und älteren Götterglauben, dessen nationale Herkunft leider wie die Sprache noch immer dunkel ist, welcher aber in vielen und wesentlichen Punkten, wie wir oft zu zeigen Gelegenheit haben werden, dem der übrigen italischen Völker verwandt gewesen sein muß. Auch findet sich bei den Etruskern derselbe einseitige Hang zur Cerimonie und zur priesterlichen Disciplin, welche bei ihrer frühen Bildung bei ihnen sogar weiter gediehen war als irgendwo sonst in Italien. Ihre wichtigsten Städte waren längs der Grenze der Umbrer und am obern Tiber Arretium, Cortona und Perusia, unter denen sich namentlich Cortona, früher eine Stadt der Umbrer, durch das Alterthum seiner Erinnerungen auszeichnete. In der fruchtbaren Niederung am Trasimenischen See herrschte das durch Porsenna und sein Grabmal berühmte Clusium, am Lago di Bolsena das glänzende Volsinii, in der Gegend des Berges Soracte Falerii, dessen Bevölkerung die Alten 13 genau genommen nicht für Etrusker, sondern für einen eignen Stamm gehalten wissen wollten (Strabo V. p. 226); und wirklich deutet was wir von seinen Culten und Sagen wissen mehr auf Umbrer oder Sabiner als auf die eigentlichen Etrusker. In der nächsten Nachbarschaft von Rom gebot Veji, die hartnäckige Nebenbuhlerin seiner früheren Jahre, welche während ihrer Blüthe nicht allein Roms Verkehr mit dem Norden und auf dem Tiberstrome beherrschte, sondern selbst diesseits des Tiber, in der nächsten Nähe von Rom, an Fidenä eine immer zum Abfall vom latinischen Bunde und zur Fehde mit Rom aufgelegte Bundesgenossin hatte. Nächst dem war Caere in der Gegend von Cervetri die nächste Nachbarin Roms und der Latiner, welche in den wenigen Sagen aus alter Zeit, die sich erhalten hatten, viel von einer schweren Tyrannei des Königs von Caere Mezentius erzählten und sammt den Volskern eine Zeitlang von Caere aus durch die Etrusker beherrscht gewesen sein mögen. Zugleich gehört diese Stadt schon zu der glänzenden Reihe der etruskischen See- und Handelsstädte, welche vom Tiber bis zum Arno in mäßigen Entfernungen von einander unweit der Küste lagen und von ihren Häfen aus weit und breit mit dem mittelländischen Meere verkehrten. So hatte Caere seinen eignen Hafen und sein Emporium zu Pyrgi, Tarquinii zu Graviscä, die alte in der Gegend von Corneto gelegene Metropole der etruskischen Divination und priesterlichen Wissenschaft, zugleich die Stadt wo die bei den Etruskern verbreitete Sage von einer Einwanderung lydischer Herakliden eigentlich zu Hause war. Weiter hinauf bei Ponte della Badia lag Vulci, der Fundort der meisten Vasen: dann folgte Vetulonia mit dem Hafen Telamon und noch weiter hinauf Rusellä, diese beiden schon mitten in der Maremma, welche damals das ganze Jahr hindurch bewohnt werden konnte. In den nördlicheren Gegenden und bis zum Arno herrschte Volaterrä mit den beiden Häfen Luna und Populonia, welches letztere zugleich die metallischen Reichthümer der Insel Elba ausbeutete. Endlich in der Marsch am untern Arno lag schon damals ein etruskisches, aber gleichfalls früh hellenisirtes Pisa, in derselben Gegend wo im Mittelalter die Stadt gleiches Namens ihre Schiffe so weit nach dem Osten aussendete. In allen diesen Städten hatte sich neben dem Handel und der Industrie eine nicht geringe Pracht des Adels und der Könige, eine vielfach durch Aberglauben entstellte Wissenschaft der Priester und ein eben so superstitiöser als glänzender Gottesdienst entwickelt, welcher sich in vielen 14 Opfern, Tempeln und Tempelbildern, feierlichen Prozessionen und häufigen Spielen, circensischen und scenischen gefiel. Natürlich konnte es, als die Etrusker mit dem Gewichte einer solchen Bildung den übrigen Völkern Italiens bekannt wurden, nicht fehlen daß diese in vielen Stücken zuerst von ihnen civilisirt wurden; obwohl die neuere Forschung überzeugend nachgewiesen hat, daß wenigstens Rom und die Latiner die Elemente ihrer feineren Bildung weit mehr den Griechen Italiens und Siciliens als den Etruskern verdanken. Doch bleibt es eine wichtige Thatsache daß auch Rom den äußerlichen Prunk sowohl seiner Könige als seiner Götter von den Etruskern empfing, wie denn namentlich die Architectur der römischen Tempel und die Technik der Tempelbilder längere Zeit in den Händen etruskischer Künstler geblieben ist, welche von den griechischen erst allmälich verdrängt wurden. Auch haben die Römer eine gewisse religiöse Technik die Städte zu gründen, die Grenzen zu bestimmen, das Lager abzustecken u. s. w. immer von den Etruskern abgeleitet. Endlich ist die Divination der Römer durch sie mit einem ganz neuen Zweige der Weissagekunst und der religiösen Sühne bereichert worden, nehmlich mit der sogenannten Haruspicin, welche gewöhnlich sogar von eingebornen Etruskern in Rom geübt wurde, höchstens ausnahmsweise von solchen Römern, die sich in den etruskischen Priesterschulen in dieser Kunst hatten unterweisen lassen. Es ist dieses die Technik der Eingeweideschau, der Blitzsühne, der Auslegung aller außerordentlichen, also einen besondern Rath und Willen der Götter vorbedeutenden Naturwunder, vorzüglich der himmlischen Erscheinungen und des Blitzes und Donners: welche Wissenschaft bei den Etruskern schon deshalb besonders weit gediehen war, weil ihr Land und ihr Klima an Naturwundern und außerordentlichen Erscheinungen des Himmels besonders reich war und den Göttern bei ihnen mehr Opferthiere geschlachtet wurden als irgendwo sonst.

Viel wichtiger als der Einfluß dieses Volks wurde indessen der der Griechen, vollends auf die Dauer, da sich zuletzt das römische Wesen mit dem griechischen dergestalt durchdrungen hatte, daß die Römer sich mehr geschmeichelt fühlten, wenn man sie Abkömmlinge der Griechen nannte, als wenn man ihnen von den Sabinern des T. Tatius und den zusammengelaufenen Bürgern des Romulus erzählte. Die Anfänge dieses griechischen Einflusses fallen bekanntlich in die Zeit der Tarquinier, und zwar ist gleich damals, wie Cicero sich ausdrückt, der 15 Zufluß eine recht breite und volle Strömung gewesenCic. de Rep. II, 19, 34 Influxit enim non tenuis quidam e Graecia riculus in hanc urbem, sed abundantissimus amnis illarum disciplinarum et artium.. Auch konnte er von verschiedenen Seiten zugleich andringen, da auch die Etrusker damals der griechischen Bildung schon sehr ergeben waren und überdies Verbindungen sowohl mit den wichtigsten Handelsstaaten im eigentlichen Griechenland als mit denen in Campanien, Großgriechenland und Sicilien bestanden. Gewiß ist, daß man damals von dem mittleren Italien aus mit Korinth und den korinthischen Colonieen am ionischen und adriatischen Meer, mit Delphi und mit Aegina verkehrte, welches letztere eine eigne Colonie in Umbrien angelegt haben soll; ja die Phokäer sollen auf ihrem Wege nach Massilia unter Servius Tullius Rom berührt und damals jene Freundschaft begründet haben, welche später so lange vorhielt.Strabo VIII p. 376, Justin XLIII, 3, vgl. Böckh metrol. Unters. S. 208. Aber weit mehr als diese entfernteren Staaten wirkte ohne Zweifel die größere Nähe der griechischen Bildung in Campanien, Sicilien und dem südlichen Italien. Vorzüglich muß dabei der nächste griechische Staat in der Gegend von Neapel interessiren, noch dazu die älteste aller griechischen Colonieen in Italien, deren Geschichte nur leider auch sehr wenig bekannt ist. Es war dieses Cumae auf einer noch jetzt durch viele Ruinen über und unter der Erde sehr merkwürdigen Stätte, von welcher aus diese meist aus Euböa stammenden Griechen auch Dikäarchia, das spätere Puteoli, und Neapel gegründet hatten. Beide haben ihre Mutterstadt überflügelt, weil ihre Lage immer eine sehr günstige geblieben ist, während die von Cumä nur so lange günstig genannt werden konnte, als der breite Giirtel von Sanddünen nicht existirte, welcher sich allmälich vor der ganzen westlichen Küste Italiens gelegt und die meisten alten Häfen verstopft hat. In alter Zeit aber war Cumä eine außerordentlich blühende Stadt, vorzüglich zur Zeit der Tarquinier und in den früheren Generationen der Republik, aus welcher Zeit auch wenigstens ein größeres Bruchstück seiner Geschichte vorliegt, b. Dion.Hal. VII, 3–11. Eben so gewiß ist es, daß Cumä eine der wichtigsten Quellen des hellenisirenden Einflusses gewesen ist, der sich allmälich über die oskisch redenden Völker und über die Volsker und Latiner verbreitete, welchen letzteren die Cumaner 16 unter ihrem Tyrannen Aristodemos sogar bei Aricia ihre Freiheit in dem Kriege mit Porsenna gerettet haben. Was die Gottesdienste dieser Stadt betrifft, so fassen wir im voraus vorzüglich den Apollo von Cumä ins Auge, welcher als alter Stammgott von der griechischen Heimath her seinen Tempel auf der Burg über dem Meere hatte, unter welcher die Gänge und Schluchten sich wölbten und landeinwärts hinzogen, welche durch Virgils Schilderungen von der Weissagung der Cumanischen Sibylle und die Fabel von den Kimmeriern so berühmt geworden sind. Neben Apoll dürfen wir den Meeresgott Poseidon und den Handelsgott Hermes in der See- und Handelsstadt, die Acker- und Fruchtgottheiten Demeter mit ihrem Mädchen und Dionysos in der mit einem fruchtbaren Gebiete gesegneten und durch seinen Todtendienst am Averner See berühmten Stadt mit Sicherheit voraussetzen, lauter Götter welche in Rom unter den ältesten griechischen Eingang fanden: unter den Heroen Herakles, von dem die ganze Umgegend von Cumä viel zu erzählen wußte, und Ulysses, dessen Abenteuer, namentlich die bei der Circe und Unterwelt, an dieser Küste gleichfalls seit alter Zeit erzählt wurden, so daß wir auch die in Italien bis Latium und Rom so weit verbreitete und fest gewurzelte Sage von diesen beiden Helden am natürlichsten aus dieser Quelle ableiten werden. Ja es ist, wie wir weiterhin sehen werden, höchst wahrscheinlich, daß selbst die älteste Sagengeschichte von Rom und Latium, die vom Evander und Cacus, von Hercules und seinen Rindern, vom Ulysses und seinen Söhnen zuerst in Cumä oder doch unter dem Einfluß einer Cumanischen Chronik redigirt worden ist. Denn auch nachdem Cumä von den Campanern erobert worden war und somit ein griechischer Freistaat zu sein aufhörteNach Diodor XII, 76 im J. 326 d. St. (428 v. Chr.), nach Liv. IV, 44 im J. 334 (420 v. Chr.). Wenn bei Justin XX, 1 die Falisci, Nolani und Abellani Colonisten der Chalcidenser genannt werden, so können unter diesen nur die in Cumä angesiedelten verstanden werden. Bei den Faliskern ist an eine Niederlassung in der Gegend des M. Massicus zu denken, vgl.Virg. Aen. VII, 724; wo Halaesus, der Stammvater der Falisci, in dieser Gegend zu Hause ist., wird darum die griechische Bildung keineswegs aufgehört, vielmehr die oskisch redenden Völker jetzt erst recht ergriffen haben, da selbst in den weit späteren Zeiten der römischen Kaiser, nachdem Cumä und Neapel längst zu römischen Colonieen, Puteoli zu dem wichtigsten Emporium in ganz Italien geworden war, die griechische Bildung in Neapel und der 17 ganzen Gegend die vorherrschende war. Außer diesen nächsten Nachbarn von Latium und Samnium aber werden wir auch auf die übrigen griechischen Städte in Großgriechenland und Sicilien wohl zu achten haben, in jenem vorzüglich auf Tarent, welches vermöge seiner Lage allerdings zunächst nur für die Hellenisirung Apuliens verantwortlich gemacht werden kann, bei seiner lange anhaltenden Blüthe aber auch der griechischen Sitte und griechischen Bildung überhaupt, z. B. dem Theater und der pythagoreischen Philosophie am längsten eine Stütze bot und in dieser Beziehung seit den Zeiten der Samniterkriege und des Königs Pyrrhus auch auf das mittlere Italien und auf Rom und die Römer manchen Einfluß gewonnen hatte.

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