Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Ludwig Preller >

Römische Mythologie

Ludwig Preller: Römische Mythologie - Kapitel 101
Quellenangabe
typetractate
booktitleRömische Mythologie
authorLudwig Preller
year1858
firstpub1858
publisherWeidmannsche Buchhandlung
addressBerlin
titleRömische Mythologie
pages801
created20090801
sendergerd.bouillon@t-online.de
Schließen

Navigation:

Bonus Eventus

eigentlich eine ländliche Gottheit, denn eventus ist speciell das gute Gedeihen und Aufgehen der FeldfruchtSo das Opfer des Octoberpferdes ob frugum eventum (S. 323) und das Gebet bei den Ambarvalien nach Cato r. r. 141 utique tu fruges, frumenta, vineta virgultaque grandire beneque evenire sinas. Daher Bonus Eventus unter den ländlichen Gottheiten b. Varro I, 1, 6 oben S. 60, 66.. In allgemeinerer Bedeutung aber bringt er jede günstige Fügung und Wendung des Lebens und des Geschicks, daher die so oft wiederholte Formel: Quod bene eveniat, während das Wort eventus allein wie fortuna den indifferenten Sinn jeder Schicksalsfügung hat, auch der traurigen, selbst des TodesVgl. die Inschriften b. Fabretti p. 409, Marini Atti p. 236, wo in der Grabschrift eines früh verstorbenen Kindes dieses zur Mutter sagt: Nolite dolere parentes, eventum meum properavit aetas, hoc dedit fatum mihi.. In der griechischen Vorstellung entspricht dem Bonus Eventus der gute Dämon, αγαθὸς δαίμων, eigentlich auch ein Genius des ländlichen Segens; daher das Bild dieses griechischen Dämons auf den römischen 621 übertragen wurdeDie Attribute sind in der R. eine Schale, in der L. Aehren und Mohn, s. Plin. XXXV, 8, 19, XXXVI, 5, 4. Eben so auf Münzen des Galba und Titus mit der Inschr. Bon. Event.. Mit der Zeit scheint dieser Gott in der allgemeinen Bedeutung eines freundlichen Geschicks noch mehr zu Ehren gekommen zu sein, da es später in Rom in der Nähe des Pantheon sogar einen eignen Tempel und eine Halle Eventus Boni gabAmmian Marc. XXIX, 6, 19. Vgl. Or. n. 907 und 1780 ff.. Auch wird er oft in Dedicationstiteln genannt, namentlich mit dem Wunsche eines glücklichen Ausgangs der Unternehmungen, Reisen u. s. w. der Kaiser. Endlich mag sich hier anschließen die Personification der für Rom, namentlich das kaiserliche, so überaus wichtigen

 << Kapitel 100  Kapitel 102 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.