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Römische Geschichte

Livius: Römische Geschichte - Kapitel 96
Quellenangabe
typetractate
booktitleRömische Geschichte Bd. I
authorTitus Livius
translatorKonrad Heusinger
firstpub1821
year1821
publisherFriedrich Vieweg Verlag
addressBraunschweig
titleRömische Geschichte
created20060416
sendergerd.bouillon
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Neun und zwanzigstes Buch.

Jahre Roms 547 und 548.

516 Inhalt des neun und zwanzigsten Buchs.

Cajus Lälius, der vom Scipio aus Sicilien nach Africa geschickt wird, bringt große Beute zurück, und eröffnet dem Scipio die Aufträge des Masinissa und dessen Klagen darüber, daß Scipio noch nicht mit dem Heere nach Africa übergegangen sei. Der Krieg in Spanien, welchen Indibilis erregt hatte, endigt sich mit dem Siege der Römer. Er selbst bleibt im Treffen; Mandonius wird auf die Forderung der Römer von den Seinigen ausgeliefert. Dem Mago, der in Gallien und Ligurien stand, schickt man aus Africa eine ansehnliche Truppenzahl und Geldsummen, wofür er Hülfsvölker werben soll, und befiehlt ihm, sich mit Hannibal zu vereinigen. Scipio geht von Syracus ins Bruttische über, wo er Locri wieder erobert, die Punische Besatzung verjagt und den Hannibal zurücktreibt. Friede mit Philipp. Von der Phrygischen Stadt Pessinus wird die Idäische Mutter nach Rom geholt, weil sich in den Sibyllinischen Büchern die Prophezeihung fand, «der ausländische Feind könne aus Italien vertrieben werden, wenn man die Idäische Mutter nach Rom hole.» Übergeben wurde sie den Römern von Asiens Könige Attalus. Sie war ein Stein, den die Landesbewohner Mutter der Götter nannten. Publius Scipio Nasica, des in Spanien umgekommenen Cneus Sohn, den der Senat als noch nicht Quästor gewesenen Jüngling für den rechtschaffensten Mann erklärt, nimmt sie in Empfang, weil das Orakel befahl, diese Gottheit sollte von dem rechtschaffensten Manne in Empfang genommen und an geweiheter Stäte aufgestellt werden. Die Einwohner von Locri beklagen sich durch eine Gesandschaft zu Rom über die Zügellosigkeit des Legaten Quintus Pleminius, weil er die Schätze der Proserpina geraubt und ihnen Kinder und Weiber entehrt hatte. Pleminius, der in Ketten nach Rom gebracht wird, stirbt im Kerker. Da sich in der Stadt vom Publius Scipio, damals Proconsul in Sicilien, das falsche Gerücht verbreitet, daß er ein ausschweifendes Leben führe, so schickt der Senat Gesandte hin, die Wahrheit der Sache zu untersuchen; und Scipio, der die Nachrede widerlegt, geht mit Bewilligung des Senats nach Africa über. Syphax kündigt nach seiner Vermählung mit der Tochter des Hasdrubal Gisgo dem Scipio die Freundschaft auf, die er in Person mit ihm geknüpft hatte. Masinissa, König der Massylier, war nach dem Tode seines Vaters Gala, während er in Spanien für die Sache der Carthager focht, seines Reichs verlustig geworden, und nach mehrmaliger Wiedereroberung, durch einige gegen den Numidischen König Syphax verlorne Schlachten, desselben völlig beraubt. So stößt er als Landflüchtiger mit zweihundert Reutern zum Scipio und erlegt, mit ihm in Verbindung, gleich im Anfange des Feldzuges Hamilcars Sohn, Hanno, mit einer großen feindlichen Schar. Scipio, der bei der Annäherung des Hasdrubals und Syphax, welche fast mit hunderttausend Mann heranziehen, die Einschließung von Utica aufgiebt, verschanzt sein Winterlager. Consul Sempronius ficht im Gebiete von Croton gegen Hannibal mit Glück. Die Censoren schließen die Schatzungsfeier: der geschatzten Bürger waren zweihundert und vierzehntausend. Zwischen den Censoren Marcus Livius und Claudius Nero entsteht ein merkwürdiger Zwist. Claudius spricht seinem Amtsgenossen Livius das Pferd ab, weil dieser vom Gesamtvolke verdammt [und aus der Stadt verwiesenIch habe diesen Umstand mit einer Frage bezeichnet, weil ihn nach Creviers Bemerkung der Epitomator für sich gegen Livius Angabe hinzuthut.?] war; und Livius dem Claudius, weil dieser gegen ihn falsch gezeuget und sich nicht ehrlich mit ihm ausgesöhnt habe. Auch erklärt er die sämtlichen Bezirke, bis auf einen, für Steuersassen, weil sie ihn unschuldig verdammet und nachher zum Consul und Censor gemacht hätten.

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