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Römische Geschichte

Livius: Römische Geschichte - Kapitel 5
Quellenangabe
typetractate
booktitleRömische Geschichte Bd. I
authorTitus Livius
translatorKonrad Heusinger
firstpub1821
year1821
publisherFriedrich Vieweg Verlag
addressBraunschweig
titleRömische Geschichte
created20060416
sendergerd.bouillon
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Erstes Buch.

Bis zum Jahre Roms 245.

7 Inhalt des ersten Buchs.

Das erste Buch enthält die Ankunft des Äneas in Italien und seine Thaten; die Regierung des Ascanius zu Alba, des Äneas Silvius und der folgenden Silvischen Könige. Numitors Tochter vom Mars geschwängert. Romulus und Remus geboren. Amulius getödtet. Romulus bauet Rom; wählt einen Senat; kriegt mit den Sabinern; bringt dem Jupiter Feretrius die Fürstenbeute dar; theilt das Volk in Curien; besiegt die Fidenaten und Vejenter; wird vergöttert. Numa Pompilius faßt die Einrichtung des Gottesdienstes schriftlich ab; bauet den Janustempel, und ist der Erste, der ihn verschließt, weil er alle umliegenden Völker zum Frieden vermochte; giebt nächtliche Zusammenkünfte mit der Göttinn Egeria vor, und erweckt in seinen rohen Kriegern Gefühl für Religion. Tullus Hostilius bekriegt die Albaner. Gefecht der Drillingsbrüder. Horatius freigesprochen. Todesstrafe des Mettus Fuffetius; Zerstörung Alba's; Versetzung der Albaner nach Rom. Krieg mit den Sabinern. Tullus vom Blitze erschlagen. Ancus Marcius erneuert den vom Numa eingeführten Gottesdienst; besiegt die Latiner, nimmt sie in die Stadt auf und weiset ihnen den Berg Aventinus an. Er erobert Politorium, eine Latinische Stadt, welche die Alt-Latiner genommen hatten, und schleift sie. Er schlägt eine Balkenbrücke über die Tiber, zieht den Hügel Janiculus zur Stadt; erweitert die Gränzen des Reichs; bauet Ostia. Unter seiner vierundzwanzigjährigen Regierung kommt Lucumo, des Korinthiers Damaratus Sohn, von Tarquinii, einer Hetrurischen Stadt, nach Rom, wird des Ancus Freund, nimmt den Namen Tarquinius an, und setzt sich nach Ancus Tode auf den Thron. Er vermehrt den Senat um hundert Mitglieder; giebt dem Circus seinen Platz und stellt Spiele an. Weil ihn die Sabiner angreifen, verstärkt er die Centurien der Ritter. Den Augur Attus Navius und seine Kunst in Versuchung zu führen, soll er ihn befragt haben, ob das thunlich sei, was er jetzt im Sinne habe. Auf erfolgtes Ja habe er ihm aufgefordert, einen Kieselstein mit einem Schermesser zu durchschneiden, und Attus habe das sofort gethan. Er besiegt die Sabiner; zieht eine 8 Mauer um die Stadt; legt die Ableitungen an. Nach einer Regierung von achtunddreißig Jahren ermorden ihn die Söhne des Ancus. Ihm folgte Servius Tullius, geboren von einer edlen Gefangenen aus Corniculum. Der Sage nach stand ihm, als Knaben in der Wiege, das Haupt in Flammen. Er schlägt die Vejenter und Hetrusker, hält die erste Schatzung und beendet das Schatzungsopfer, bei welchem achtzigtausend Bürger geschatzt sein sollen. Er macht die Eintheilung in Classen und Centurien; rückt die Gränze des Mauerzwingers weiter vor; zieht die Hügel Quirinalis, Viminalis und Esquilinus zur Stadt und bauet den Tempel der Diana auf dem Aventinus mit den Latinern gemeinschaftlich. Nach vierundzwanzigjähriger Regierung wird er vom Lucius Tarquinius, des Priscus Sohne, auf Anstiften seiner eignen Tochter Tullia ermordet. Weder vom Senate, noch vom Volke zum Könige ernannt, eignet sich Lucius Tarquinius der Harte den Thron zu, an eben dem Tage, als die ruchlose Tullia auf ihrem Wagen über ihren im Blute liegenden Vater hinfuhr. Er legt sich eine Leibwache zu; bringt durch List den Turnus Herdonius ums Leben; führt Krieg mit den Volskern und legt von dieser Beute auf dem Capitole dem Jupiter einen Tempel an. Die Altäre des Terminus und der Juventas dürfen nicht verlegt werden, weil diese ihre Einwilligung versagen. Durch die List seines Sohnes Sextus Tarquinius unterwirft er sich die Stadt Gabii. Seine Söhne reisen nach Delphi, und bekommen auf die Frage, wer von ihnen zu Rom regieren werde, die Antwort: «Wer zuerst die Mutter küssen wird.» Indeß sie den Ausspruch unrichtig deuten, stellt sich Junius Brutus, ihr Reisegefährte, als fiele er, und küsset die Erde. Ihn rechtfertigt der Erfolg. Denn Tarquinius der Harte, der sich Alles erlaubte, zog sich allgemeinen Haß zu. Sein Sohn Sextus entehrte durch nächtliche Gewaltthat die Lucretia. Sie ließ ihren Vater Tricipitinus und Gemahl Collatinus holen, beschwur sie; ihren Tod zu rächen und erstach sich mit einem Messer. Darüber jagte man den Tarquinius, nach einer Regierung von fünfundzwanzig Jahren, hauptsächlich durch Zuthun des Brutus, aus dem Reiche. Man ernennt Consuln. Lucius Junius Brutus und Lucius Tarquinius Collatinus bekleiden dies Amt zuerst.

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