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Römische Geschichte

Livius: Römische Geschichte - Kapitel 44
Quellenangabe
typetractate
booktitleRömische Geschichte Bd. I
authorTitus Livius
translatorKonrad Heusinger
firstpub1821
year1821
publisherFriedrich Vieweg Verlag
addressBraunschweig
titleRömische Geschichte
created20060416
sendergerd.bouillon
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Neuntes Buch.

Vom Jahre Roms 433 – 449.

228 Inhalt des neunten Buchs.

Titus Veturius und Spurius Postumius, die bei den Caudinischen Gabeln ihr Heer in einen engen Paß geführt hatten, mußten sich mit den Samniten, weil sie keine Hoffnung hatten zu entkommen, auf einen Vertrag einlassen, sechshundert Römische Ritter zu Geiseln stellen und durften ihr Heer nur unter der Bedingung abführen, daß sie Alle unter dem Jochgalgen durchzogen. Als man sie Beide auf den Vorschlag des Consuls Spurius Postumius, der im Senate darauf angetragen hatte, daß sich der Stat durch die Auslieferung derer, durch deren Schuld dieser so schimpfliche Vertrag geschlossen war, seiner Zusage entbinden müsse, nebst zwei Bürgertribunen und Allen, welche jenen Vertrag verbürgt hatten, den Samniten auslieferte, wurden sie nicht angenommen; und bald nachher wurde der Schimpf der neulichen Entehrung dadurch getilgt, daß Papirius Cursor die Samniten schlug, sie unter dem Jochgalgen durchziehen ließ und die sechshundert Römischen Ritter, die man zu Geiseln gegeben hatte, wieder bekam. Die Bezirke Roms wurden mit Zweien vermehrt, dem Ufentinischen und Falerinischen. Nach Suessa und Pontiä wurden Pflanzungen ausgeführt. Appius Claudius legt als Censor eine Wasserleitung an, läßt die Straße pflastern, welche die Appische genannt wurde, und nimmt Enkel von Freigelassenen in den Senat auf. Also hielten sich die Consuln des folgenden Jahrs, weil jener Stand durch die unwürdigen Mitglieder besudelt schien, bei der Musterung des Senats ganz an die alte Reihe, welche die nächstvorigen Censorn aufgestellet hatten. Außerdem erzählt dies Buch Siege über die Apulier, Hetrusker, Umbrier, Marser, Äquer und über die Samniten, die man wieder in den Bund aufgenommen gehabt hatte.

Der Schreiber Flavius, dessen Vater eines Freigelassenen Sohn war, wurde durch Hülfe einer Marktpartei zum Curulädil gewählt; und da diese die Wahlen auf dem Campus störte und durch ihren überwiegenden Einfluß zu herrschend wurde, so sendete sie der Censor Quintus Fabius in vier Bezirke aus, und nannte diese, die Städtischen: und davon hieß er seitdem Fabius Maximus.

In diesem Buche geschieht auch Alexanders des Großen Erwähnung, der in jenen Zeiten auftrat; und aus einer aufgestellten Schätzung der damaligen Römischen Macht wird der Schluß gezogen, daß Alexandern, wenn er nach Italien übergegangen wäre, der Sieg über das Römische Volk nicht so leicht geworden sein würde, als über jene Völker, die er im Oriente seiner Oberherrschaft unterworfen hatte.

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