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Römische Geschichte

Livius: Römische Geschichte - Kapitel 134
Quellenangabe
typetractate
booktitleRömische Geschichte Bd. I
authorTitus Livius
translatorKonrad Heusinger
firstpub1821
year1821
publisherFriedrich Vieweg Verlag
addressBraunschweig
titleRömische Geschichte
created20060416
sendergerd.bouillon
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Acht und dreissigstes Buch.

Jahre Roms 563 – 565.

502 Inhalt des acht und dreissigsten Buchs.

Der Consul Marcus Fulvius gewinnt in Epirus die belagerte Stadt Ambracia durch Übergabe, unterwirft sich Cephallenia, und giebt den bezwungenen Ätolern den Frieden. Sein Amtsgenoß, der Consul Cneus Manlius, besiegt die Galatischen Völker, die Tolistobojer, Tectosager und Trocmer, die, von einem Brennus geführt, nach Asien übergegangen waren, damals die einzigen diesseit des Taurusgebirges, welche sich noch nicht unterworfen hatten. Ihre Herkunft wird angegeben, und wie sie sich dieser Besitzungen bemächtigt haben. Auch wird ein Beispiel von weiblicher Tugend und Keuschheit erzählt. Die Gemahlinn des Ortiagon nämlich tödtet den Hauptmann, ihren Aufseher, der sie als Gefangene gewaltsam entehrt hatte. Die Schatzungsfeier wird von den Censoren geschlossen. Geschatzt wurden zweihundert achtundfunfzig tausend dreihundert achtundzwanzig Bürger. Geschlossene Freundschaft mit Cappadociens Könige Ariarathes. Cneus Manlius, dem die zehn Abgeordneten, nach deren Gutachten er den Bundesvertrag mit dem Antiochus abgefaßt hatte, den Triumph über die Galater streitig machen, führt seine Sache vor dem Senate, und triumphirt. Scipio Africanus, nach Einigen von dem Bürgertribun Quintus Petillius, nach Andern von einem Nävius vor Gericht beschieden, weil er dem Schatze einen Theil der Beute vom Antiochus untergeschlagen habe, spricht, als er am Gerichtstage auf die Bühne gefordert wird: «Quiriten, am heutigen Tage überwand ich Carthago!» und geht, vom Gesamtvolke begleitet, zum Capitole hinauf. Nachher begiebt er sich, um nicht länger durch tribunicische Angriffe gekränkt zu werden, nach Liternum in eine freiwillige Verbannung; so daß man nicht weiß, ob er dort oder zu Rom gestorben ist: denn an beiden Orten stand sein Grabmal. Als des Africanus Bruder, Lucius Scipio Asiaticus, den man eben dieses Unterschleifs beschuldigte und verurtheilte, schon in Fesseln und Kerker gelegt werden soll, thut Tiberius Sempronius Gracchus, vorhin ein Feind der Scipione, als Bürgertribun Einsage, und bekommt für dieses Verdienst des Africanus Tochter. Die Schatzmeister, vom State bevollmächtigt, das Vermögen des Asiaticus einzuziehen, finden nicht allein keine Spur von königlichen Geldern, sondern bringen auch bei weitem nicht die Summe heraus, zu der er verurtheilt war. Ein ungeheures Geld, das seine Verwandten und Freunde zusammenlegen, schlägt er aus, doch lösen sie für ihn den nöthigen Hausrath wieder ein.

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