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Helene Nostitz: Rodin - Kapitel 12
Quellenangabe
typeessay
booktitleRodin
authorHelene Nostitz
year1927
firstpub1927
publisherWolfgang Jess
addressDresden
titleRodin
pages106
created20151127
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Pisa

Von unseren gemeinsamen Ausflügen nach Pisa ist mir eine Nacht in Erinnerung. Wir fuhren an den großen Palästen des Lungarno vorüber. Sie leuchteten matt im Dunkel, man schaute in die Höfe hinein, auf weiße Treppen. Zwischen zerrissenen Wolken zeigte sich zuweilen der Mond. Auf dem großen Platz überragte uns riesenhaft der Campanile. Alle menschlichen Unvollkommenheiten erschienen in dieser großen grauschwarzen Stille ausgeglichen. Rodin saß uns gegenüber und hatte seinen Hut 57 abgenommen. Ein leichter Wind bewegte seinen Bart und sein Haupthaar, sonst war er ganz still. Er vergrößerte durch seine Gegenwart das Ereignis dieser Nacht.

 

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