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Roda Roda und die vierzig Schurken

Alexander Roda Roda: Roda Roda und die vierzig Schurken - Kapitel 95
Quellenangabe
typemisc
authorAlexander Roda Roda
titleRoda Roda und die vierzig Schurken
publisherPaul Zsolnay Verlag
year1932
firstpub1932
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20160111
projectid6d74c599
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Schwänke

In Ischl lernte ich einen Herrn Wernicke kennen – feinen Beobachter und offenen Kopf.

»De janzen Alpen,« sagte er mir eines Tages, »is der reene Mumpitz. Eene jrandiose Fremdenneppanstalt. Sehn Se, zum Bleistift, det Mächen da mit det Edelweiß! – Na, überhaupt det Edelweiß! Haben Sie so wat schon mal wachsen sehn? Ick nich. Un ick kann Ihn bloß sagen – ick, Wernicke aus Berlin: ene Blume Edelweiß jibt et jar nich un hat et ooch nie jejeben. En jeder intelljente Mensch muß et uff'n ersten Blick raushaben, det det Zeuch jar keene Möglichkeit von ne Blume is. Edelweiß is de jesetzlich injetrajene Wortmarke for enen Industrieartikel – et wird in ene Fabrik in Plauen mit Maschinen aus dinnen Filz jestanzt un den Touristen in de Alpen als Blume anjedreht.«

*

»Was sagen Sie, Herr Austerlitz: in Glauchau hat voriges Jahr ein Mann von 83 eine 18jährige Frau geheiratet, hat auf der Hochzeit bis zum Morgen Cancan mit ihr getanzt – und eben ist er Vater eines gesunden Zwillingspaars geworden. – Was sagen Sie dazu?«

Der alte Austerlitz wiegt den Kopf und meint bedächtig:

»Eh ich mich sosehr wundere – lieber glaub ichs nicht.«

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