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Roda Roda und die vierzig Schurken

Alexander Roda Roda: Roda Roda und die vierzig Schurken - Kapitel 63
Quellenangabe
typemisc
authorAlexander Roda Roda
titleRoda Roda und die vierzig Schurken
publisherPaul Zsolnay Verlag
year1932
firstpub1932
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20160111
projectid6d74c599
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Der Präzedenzfall

Meinen Freund Carl Rößler brauche ich Ihnen nicht erst vorzustellen – Sie kennen ihn aus seinen Werken. »Die fünf Frankfurter« sind sein berühmtestes – und unlängst hat er die »Fledermaus« für Reinhardt bearbeitet – nicht wahr?

Leider hat Väterchen Rößler einen peinlichen Charakterfehler: er spielt so gern; Karten nämlich. Und einen zweiten Fehler: er verliert immer.

Da voriges Jahr im November werde ich des Nachts durch Klingeln aus dem Schlaf geweckt. Ein Boy. Aus einem Club. Mit einem Brief. Von Rößler:

»Lieber Roda, schick mir sofort 500 Mark. Zu Neujahr hast Du sie wieder – mein Ehrenwort.«

– – – Nun, ich brauche Ihnen wohl nicht erst zu versichern, daß mir Väterchen Rößler dies Jahr nicht zu Neujahr gratuliert hat.

Der März stieg auf – Juni sank hernieder – September war im Land ... nichts.

Erst dieser Tage – wiederum im November – abermals des Nachts: ein Boy; aus einem Club; mit einem Brief; von Rößler.

»Lieber Roda, hier hast Du Deine 500 Mark. Ich weiß, ich sollte Dir sie schon zu Neujahr zahlen, auf Ehrenwort. Ich hatte das Geld damals auch. Aber ich wollte, weißt Du, keinen Präzedenzfall schaffen.«

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