Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Alexander Roda Roda >

Roda Roda und die vierzig Schurken

Alexander Roda Roda: Roda Roda und die vierzig Schurken - Kapitel 107
Quellenangabe
typemisc
authorAlexander Roda Roda
titleRoda Roda und die vierzig Schurken
publisherPaul Zsolnay Verlag
year1932
firstpub1932
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20160111
projectid6d74c599
Schließen

Navigation:

Der Bote

In München unlängst trat ein vierschrötiger Mann bei mir ein, brummte irgendwas und legte mir zwei Schriftstücke auf den Tisch.

»Was soll ich damit?«

»No, hold lesen sollen S' es. Un underschreim.«

»Schön. Warten Sie draußen!«

Der Mann ging.

Nach etlichen Minuten rief ich ihn zurück ins Zimmer und sagte ihm:

»Hören Sie mal zu und geben Sie fein acht, damit Sie den Herren alles bestellen können! Dieses eine Blatt da – den Aufruf – sehen Sie? – habe ich unterschrieben. Das andre aber – wo ›Protest‹ daraufsteht, gefällt mir nicht. Sagen Sie Ihren Herren: Herr Roda Roda will da nicht mittun, weil ihm die Sache nicht gefällt. – Begreifen Sie?«

»Jojo. I versteh Eahna scho.«

»Und werden Sie es bestellen können?«

»Da feit si nixen.«

»Wiederholen Sie also, was ich Ihnen gesagt habe!«

Er tat es.

»Gut. Und vergessen Sie mirs nicht unterwegs! Gehen Sie nun! – Halt, noch etwas: Wie heißen Sie? Damit ich fragen kann, ob Sie alles richtig besorgt haben?«

Er – schlicht: »Oskar Maria Graf.«

Der berühmte bayerische Dichter.

 << Kapitel 106  Kapitel 108 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.