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Robert Blum im Jenseits - Band 1

Jakob Lorber: Robert Blum im Jenseits - Band 1 - Kapitel 41
Quellenangabe
typetractate
titleRobert Blum im Jenseits - Band 1
authorJakob Lorber
publisherLorber-Verlag, D-74321 Bietigheim-Bissingen
year1898
senderViehweger, Veit vv@starfinanz.de
note(Texte in Klammern sind spätere Zusätze)
firstpub1848
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Kapitel 40

Das neue Leben aus dem göttlichen Geiste beginnt bei Robert Blum. Ein Rückblick auf seine seitherige Führung im Jenseits. Ankündigung einer neuen Freiheitsprobe, und Verhaltenswinke dafür

Am 1. Februar 1849

1 Rede Ich, der Herr in Jesus: »Liebster Bruder und Freund! Ich sage dir, deine Sünden sind dir vergeben, dieweil du dich also gedemütiget hast, daß du den Wert deines Außenverstandes gänzlich hintangabst, und nahmst dafür den Verstand des Herzens an; daher solle auch von nun an von allen deinen irdischen Gebrechen ewig keine Rede mehr sein!

2 Du hast daher von nun angefangen eine ganz neue Lebensepoche zu beginnen, in der du eine nochmalige Freiheitsprobe durchmachen mußt. In dieser Probe wird dir die Gelegenheit geboten werden, deinen alten und irdischen Menschen ganz auszuziehen, und dafür den inneren, der aus Mir ist, vollends auftauchen zu machen.

3 Bis jetzt warst du ganz gesellschaftslos, und hattest auch keinen Grund und keinen Boden, auf den du deine Füße hättest stellen mögen; der magere Boden, auf dem wir beide uns noch befinden, entspricht genau jenen von dir angenommenen, und auch nach deinem Geständnisse gehandhabten Lehrsätzen, die du als ein Neukatholik Meinem Evangelium entnommen hast, und Ich Selbst kam dir auch gerade also entgegen, als wie du Mich auf der Erde mit Hilfe deines Verstandes in deinem Gemüte ausgebildet hast, nämlich: als ein bloß nur seher weiser Lehrer der Vorzeit; aber also konnte Ich wohl nicht verbleiben, sondern mußte dich dahin leiten durch allerlei Lehre, daß du Mich denn endlich doch aus dir selbst als das erkennen mußtest, was Ich von Ewigkeit her bin, und auch hinfort ewig sein werde!

4 Aber mit dieser Erkenntnis allein ist es noch bei weitem nicht genug; sondern du mußt, um das wahre Himmelreich zu erlangen, diese Erkenntnis auch mit der wahren Liebe zum Nächsten, und daraus mit aller Liebe zu Mir beleben!

5 Daher werde Ich dich nun sogleich an einen Ort hinbringen, wo es dir an Gesellschaften verschiedener Art durchaus nicht fehlen wird; du sollst einen ansehnlichen Grund mit einem großen und wohl eingerichteten Wohnhause überkommen, und das an einer Hauptstraße, und in einer sehr anmutigen Gegend; auch für eine zahlreiche Dienerschaft wird gesorget sein, die dir auf den leisesten Wink gehorchen wird.

6 Viele Reisende von der Erde in diese Welt – werden an deiner Wohnung und Wirtschaft vorüberziehen, und viele werden bei dir zusprechen; darunter werden sein Freunde und Feinde; aber da sehe du darauf, daß du sie alle mit der rechten Liebe empfängst, und ihnen reichest, dessen sie bedürfen, und das alles darum, weil sie alle Meine Kinder, und somit auch deine Brüder sind, so wirst du dadurch das alles vielfach wieder gut machen, was du auf der Erde, freilich nicht mit deinem Willen, sondern lediglich nur mit deinem geistigen Unverstande verdorben hast; und Ich Selbst werde dann wieder zu dir kommen, und werde zu dir sagen: Weil du bei dieser kleinen Haushaltung so gut gewirtschaftet hast, so sollst du nun über Großes gesetzet werden!

7 Vor allem aber nehme dich in acht vor Zorn, Rache, wie auch vor unreiner Liebe, wozu es dir an Gelegenheiten nicht fehlen wird, so wird diese deine neue Lebensaufgabe ehestens gelöset sein, und dein wahres, ewiges Lebensglück wird von da an erst seinen hellsten Anfang nehmen!

8 Also hüte dich auch vor der Neugierde; denn diese macht keinen Geist besser und heller, sondern nur gar zu leicht schlechter und finsterer! Wo deine Kräfte nicht auslangen sollten, das opfere nur allemale Mir auf, und es solle dir dann sobald eine rechte Hilfe werden.

9 Nun weißt du alles; daher sage es Mir nun, wie du mit diesem Meinem Antrage zufrieden bist? – Worauf wir uns dann aber auch sogleich an dem bestimmten Orte befinden werden!«

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