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Robert Blum im Jenseits - Band 1

Jakob Lorber: Robert Blum im Jenseits - Band 1 - Kapitel 21
Quellenangabe
typetractate
titleRobert Blum im Jenseits - Band 1
authorJakob Lorber
publisherLorber-Verlag, D-74321 Bietigheim-Bissingen
year1898
senderViehweger, Veit vv@starfinanz.de
note(Texte in Klammern sind spätere Zusätze)
firstpub1848
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Kapitel 20

Jesus als Geologe. Fortsetzung der Beispiele aus der Natur, daß auch da die Ordnung und Unterordnung unter das Übergeordnete ist; als Beispiel: die Berge; deren Intelligenz und Gehorsam. Dreierlei Gebirgsarten. Zweck der Berge, zunächst der der Hochgebirge. Ähnlichkeit der Fürsten-Aufgabe mit diesen

Am 28. Dezember 1848

1 Rede Ich, Jesus: »Also wäre dir durchs Wasser nun ein Beleg gegeben, daß auch dieses, dir sicher sehr stumm vorkommende Element, eine eigentümliche Intelligenz in sich enthält, durch die es dem in ihm zu Grunde liegenden rein göttlichen Ordnungsgesetze den allerpünktlichsten Gehorsam leistet bis zum letzten Tropfen, trotzdem ein jeder Tropfen einer Masse (Menge) von Trillionen Leben in sich birgt! Aber wir wollen die Sache nicht bei dem alleinigen Wasser schon zur Genüge betrachtet haben,

2 sondern wollen uns zunächst auf die Geburtsstätte des Wassers, also auf die Berge nämlich wenden, und wollen sehen, ob an ihnen nicht auch irgend eine besondere ganz eigentümliche Intelligenz, und dieser zufolge auch eine genaue Beobachtung der in sie gelegten Gesetze gar wunderbar zu bemerken ist?!

3 Siehe Freund, auf der Erde findest du allerlei Berge; darunter sind sehr hohe oder Urgebirge, dann mittlere, das heißt: mittelhohe oder sogenannte Gebirge der sekundären Formation; und endlich ganz niedere, das heißt mehr Hügel als Berge, die sämlich nach der irdisch gelehrten Analogie (Ähnlichkeit) einer tertiä- ren Formation angehören!? Du lächelst nun gewisserart freudig, weil du an Mir auch einen Geologen neuerer Art entdeckst! O da sei du ganz getröstet; denn in der Geologie wie in der höheren Kosmologie bin Ich so ziemlich bewandert!

4 Aber nun weiter: Wir haben also dreierlei Berge; von diesen drei Arten wollen wir zuerst der höchsten unsere Betrachtung zukommen lassen.

5 Warum sind wohl die Berge auf der Erde? und hier meine Ich ganz besonders – die erste Art. Siehe, ihre Zwecke sind verschieden; für's erste – sind sie die Regulatoren der freien elektomagnetischen Strömungen, auf daß diese über den ganzen Erdboden gehörig verteilt werden; für's zweite – verhindern sie, daß die Luft um die Erde, so diese ihre tägliche schnelle Rotation um ihre Achse macht, nicht stehen bleibe, während die Oberfläche der Erde sich fortbewegt, und dadurch eine über alle Orkane heftigste Gegenströmung hervorbringe, durch die wohl kein Wesen auf der Oberfläche der Erde als bestehend gedacht werden könnte; für's dritte – ziehen sie die zu mächtigen, durch den Sauerstoff und Wasserstoff bewerkstelligten Feuchtteilchen aus der allgemeinen Luft an sich, deshalb sind ihre höchsten Kanten und Spitzen auch meistens umdunstet, und erscheinen somit selten sichtbar, – und diese vereinen sich hier durch die stets mächtig vorhandene Elektrizität, und fallen dann zumeist als Schnee und Eis auf die steilen Abhänge der Berge nieder, von denen sie nach größeren Anhäufungen als mächtige Lawinen in die Gräben, Schluchten und in die Hochgebirgstäler stürzen, und daselbst durch ihre starke Anhäufung die sogenannten Gletscher bilden, die dann wieder die besondere Eigenschaft haben, die Kälteteilchen aus der gesamten Luft anzuziehen, und dadurch die niedriger gelegenen Fruchtgegenden vor den alles erstarrenden und zerstörenden Frösten zu bewahren, zugleich aber auch die manchmal zu stark angesammelte Luftelektrizität sehr mächtig zu schwächen, und dazu auch den Kreislauf des Wassers durch die Atmosphäre zu ordnen, ohne welche Tätigkeit die Ebenen der Erde nahe unausgesetzte, allerheftigste Wolkenbrüche auszustehen hätten!

6 Du siehst nun aus diesem Wenigen die große Notwendigkeit der Hochgebirge, und sprichst auch bei dir: Ja, das ist klar und unwiderruflich wahr; denn wo nur die Menschen es zu rücksichtslos wagten, etwas an der Ureinrichtung der Berge zu ändern, da sind sie auch nur zu bald durch früher nie dagewesene Elementarschäden für ihren Frevel auf das empfindlichste gezüchtet worden! Siehst du, Freund, also ist es auch! Aber nun kommen wir eigentlich erst auf's Rechte; daher habe nun ganz hauptsächlich wohl acht!

7 Siehe, damit aber eben die Hochgebirge die wichtige Bestimmung zur Erhaltung eines ganzen Weltkörpers, und alles dessen, was auf seiner weiten Oberflä- che sich befindet, erfüllen können, so ist es zunächst durchaus nicht gleichgültig, wo sie sich befinden, und müssen für's zweite durch die gewisserart in ihnen und über ihnen wohnenden Geister oder nach deiner Art zu reden, Kräfte allernotwendigst jene eigentümliche Intelligenz besitzen, durch die sie in den Stand gesetzt werden, das zu bewirken, wozu sie bestimmt sind.

8 Die ihnen oder vielmehr ihrer unleugbaren bestimmten Intelligenz anheimgestellte Wirkungssphäre ist für sie so gut das, als was für unsereinen ein positives Gesetz ist, das sie durch ihre Intelligenz ganz genau wahrnehmen; was du Mir um so mehr glauben kannst, da du doch ehedem selbst von Mir behauptetest, Ich sei durch die Schule der Ägypter in die inneren Kräfte der Natur sicher eingeweihter gewesen, als alle Gelehrten der Jetztzeit!

9 Da du solches nun einsiehst, so sehe auch ein, daß nur durch die höchst genaueste Befolgung der Gesetze, die der Intelligenz dieser großen Auswüchse der Erde anheimgestellt sind, die Erhaltung eines ganzen Weltkörpers bewerkstelligt werden kann; würden aber diese Hochgebirge einmal sich auch gegen die sie bestimmenden Gesetze auflehnen, und gewisserart sagen: Wir wollen keine hohen Erdbeherrscher mehr sein, sondern auch wir wollen nun zu kleinen Fruchthügeln uns erniedrigen! Sage, was würde aus solch einem Gebirgsungehorsam endlich für die ganze Erde für ein namenlosestes Unheil erwachsen?!

10 Siehe nun, obschon diese Hochgebirge keine Früchte tragen, und viele hundert Qudratmeilen unfruchtbares Land ausmachen, und so dem gemeinen Menschenverstande als »unnütz« (?) erscheinen; wäre es aber darum wohl wünschenswert – diese Bergfürsten zu entthronen und sie zu vermeintlichen Fruchtebenen umzugestalten? – Du sagst: Das wolle der Himmel nur verhüten! –

11 Nun – sage auch dazu, daß es der Himmel verhüten wolle, daß die Hochgebirge in der menschlichen Gesellschaft nicht verwüstet werden, sonst wird es auf der politischen Erde nur zu bald also aussehen, als wie es auf der natürlichen Erde aussehen würde, so die natürlichen Hochgebirge zerstöret würden!

12 Siehe, so die Könige der Erde wahrhaft ihrer Bestimmung entsprechen sollen, da müssen sie sein gleich den Hochgebirgen! Verstehst du das? – – Du sprichst: »Ja, ich verstehe es nun ganz und sehe es auch ein, daß Du ein wahrer Urweiser bist!«

13 Gut sage Ich dir; die Sache ist aber noch nicht zu Ende; wir haben noch zwei Gebirgsarten vor uns; diese müssen uns auch noch etwas erzählen! – Höre Mich daher weiter an, und sehe, wozu sie da sind.«

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