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Ritter, Tod und Teufel

Hans Frhr. von Hammerstein: Ritter, Tod und Teufel - Kapitel 5
Quellenangabe
typefiction
booktitleRitter, Tod und Teufel
authorHans Freiherrn von Hammerstein
year1921
firstpub1921
publisherC. F. Amelangs Verlag
addressLeipzig
titleRitter, Tod und Teufel
pages434
created20181004
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Die Nacht

Unter den Schatten trat ein breiter, schwerer Mann in den Lichtschein auf sie zu. Er trug unterm Harnisch ein schwarzes Wams mit flammroten Schlitzen, zerschnittene Pluderhosen mit Purpurseide unterlegt und einen großen schwarzen Hut mit einem Schwall rotgefärbter Straußenfedern. Sehr blanke Zähne lachten in einem gelblich feisten Antlitz, das ein schwarzer Bart schütter umkränzte. Die dunklen Augensterne schwammen feucht und unruhig im bläulichen Weiß. Er stützte sich auf einen blank beschlagenen Streithammer.

»Wer den Wolf nennt, dem kömmt er gerennt,« sprach der schwarze Ritter und setzte sich ohne Umstände an den Tisch. Mangold rückte ein wenig ab. Nebukadnezar sah ihn an und spuckte aus.

»Da ist nun der Hans Thum von Absberg,« fuhr der Ritter fort. »Da ist er wie gerufen, der gartende Landsknecht für sein Geschäft braucht.«

Er sah einen um den andern spöttisch an. Die drei schwiegen.

Der Thüngen faßte sich zuerst.

»Wahrlich, leis wie der Wolf seid Ihr gekommen. Zu Fuß etwan?«

»Meine Gäul hab ich da beim Wald gelassen,« erwiderte der von Absberg. »Sah Licht hier, hört Stimmen, bin ein fürsichtiger Mann, dacht, da schaust du erst, wer's wohl ist. Hab Euch schon eine Weile zugelost.«

»Habt wohl Fürsicht not, Herr Hans Thomas,« meinte Nebukadnezar. 53

»Und du etwan nit, alter Saufaus?« lachte der Absberger. »Wann dich die Bündischen erwischen, dann legen sie dir den Kopf zwischen die Füß.«

»Wär kein rechter Ritter nit, dem nit heutzutag irgendein Städtlein schon das Richtschwert wetzet,« versetzte der Nebukadnezar ruhig. »Wir raufen. Du lebst davon. Das ist der Unterscheid.«

»Ihr?« höhnte der schwarze Thomas. »Lebt Ihr etwan von dem Kohlkopf, den Euch der Bauer zinset, von dem Hasen, den er Euch ins Garn treiben muß? Woher ist das gute Tuch an deinem Rock, Mangold, wann nit von einem Kaufmann, der es nit für dich aus Wien zu holen gedacht. Das möcht ich wissen, wie heut ein Edelmann lebte auf ritterliche Weis, wann er nit sein Haderlein hätt und an der Straßen läg. Aber Ihr tut's wohl um Gottes und des Reichs willen, wann Ihr einen Bürger niederwerft.«

»Ich werf keinen nieder, er sei dann mein Feind oder meiner Feinde Untertan,« sagte Mangold.

»Ah was!« versetzte der Absberger. »Ich brauch keine Agatha Odheimerin, um der Nürnberger Feind zu werden. An die sechs Jahr lieg ich ihnen auf und steh mich fürtrefflich dabei. Die Stadt ist eine Kuh, die gemolken sein will. Da hast du's. Das bedeut sie mir in der Reichs- und Landordnung. Man muß das Geld von den Leuten nehmen, von den Bäumen kann man's nit schütteln, wie das alt Sprichwort sagt. So was steht auch da auf meinem Hammer,« fügte er hinzu, die Waffe ans Licht hebend.

Der Thüngen nahm sie in die Hand und versuchte, den Spruch zu entziffern, der um einen eingezeichneten Totenkopf auf der Schlagfläche des Hammers stand.

»Ist lateinisch,« sagte er. »Komm her, du hoher Schüler. Lies uns das vor.«

Jörg Dietz machte sich schüchtern herauf und entzifferte: »Virtutem ex me, fortunam ex aliis.«

»Nun, was heißt's?« fragte Thomas, und Jörg erblaßte unter seinem schwarzen Blick.

»Von mir der Mut, von andern 's Gut,« sprach er, verlegen lächelnd. »Ist aber kein klassisch Latein.« 54

Der Absberger lachte. »Macht nichts,« sprach er, »so gut wie Kirchenlatein ist's auch und ein wackerer Spruch. Ja, ja! Geld heißt Junker!«

Mangold fuhr auf. Seine Augen blitzten.

»Und das nennt sich Ritter!« rief er, auf den Tisch schlagend. »Wann der Adel so red't, dann wundert's mich nit, daß ihn der Bauer leid ist, und daß Fürsten und Pfaffen lachen und sagen: die Ritter! Gebt ihnen zu saufen, und ihr habt sie. Die Schand möcht einem das Herz abschnüren.«

»Abklopfen das Rößlein, Herr Brandensteiner, abklopfen!« lachte Hans Thomas. »Ich steh in keines Fürsten Sold. Ich kauf mir Wein und Weiber selbst, aber die Nürnberger müssen's zahlen. Ich sag dir: mach Kumpanei mit mir. Da läßt du deine Gall aus an ihnen, und sie zahlen uns am End noch ein fürstlich Jahrgeld, daß sie uns los sind. Der Ebersteiner und der Absberg im Bund! Das hält keine Reichsstadt lang aus. Aber liegst du dort und ich da, und tun nit miteinander, so pfuschen wir uns ins Handwerk.«

»Da müßt ich noch schön auf den Hund kommen, wenn ich mit dir ging,« sprach Mangold und stand auf. »Gut Nacht, ihr Herren. Wir wollen noch weiter.«

Fritz von Thüngen erhob sich.

»Ich reit mit euch,« sagte Nebukanedzar, stülpte den Helm verkehrt auf und mühte sich schwankend in die Höh.

Die Knechte gingen, um die Gurten anzuziehen, die Edelleute bezahlten ihre Zeche, schieden mit kurzem Gruß vom Absberger und bestiegen die Pferde.

Der Mond war im Osten übern Wald gestiegen und blickte mit einem angefressenen Gesicht schwindsüchtig ins Tal hinab.

Die Hufschläge entfernten sich langsam dem Holz zu. Hans Schau stand noch im Garten und sagte der Trudel was ins Ohr, die derweil zum Pfeifer hinschielte und lachte. Dann schwang er sich eilig zu Roß und trabte den andern nach.

»Auf Wiedersehn auf dem Brandenstein!« rief er dem lang Hans zu. »Du findst schon den Weg.«

Der Absberger blieb allein oben am Tisch sitzen.

Der Wirt trat zu ihm, flüsterte und deutete auf den 55 Landsknecht und den Böhmen, die nun aus ihrem Winkel hervorkamen. Der schwarze Thomas wandte sich um, stand auf und ging mit den dreien ins Haus. Jörg und der Pfeifer folgten nach einer Weile. Die Trudel nahm das Licht mit.

Des Absbergers Knecht hatte die Pferde in den Stall geführt. Dann war es ganz still geworden.

Nebel stieg und stand wie Rauchringe am Wald hin. Das Wehr rauschte dunkel ins einsame Tal. Am steilen Dach troff der Mondglanz nieder. Mit einem hellen Fensterauge sah das alte Haus unheimlich und lauernd in die Nacht hinein.

Eine Stunde war vergangen, da kam der Schau wieder geritten, saß ab, band das Pferd an den Zaun und ging leise durch den Garten zum Seitenbau hinab. Vom Zaun schwang er sich aufs Dach des Gänsestalles, kroch mühsam auf allen vieren unter ein Fenster, das halb offen stand und schwaches Licht ausströmte, richtete sich vorsichtig auf und lugte in die Kammer.

»Daß dir 's Donnerwetter das ganze Geschirr verschlag!« polterte er heraus.

Da saß die Trudel im Hemd auf dem Bett und schlenkerte mit den Beinchen vor die Lade. Der Pfeifer aber auf einem Stuhl band sich just die Schuhe los.

Das Mädel erschrak und stieß einen leisen Schrei aus. Der lang Hans nahm das Licht und sprang ans Fenster.

»Schön guten Abend!« rief der Schau, sich mit beiden Ellenbogen aufs Brett stemmend. »Das hätt ich in drei Teufels Nam nit gedacht, daß ich da nit der Erste wär! Der Fratz hat ja kaum . . .«

»Pscht!« machte der Pfeifer. »Laß deinen Gift nit so laut heraus. Ist doch Nacht und ein ehrbar Haus.«

»Gauch!« schimpfte der Schau. »Hast mir doch gesagt, du gingst in Wald schlafen, weil da zu viel Flöh wären.«

»Und ließ dich auch wissen, daß ich schon ein Schock auf mir verspürt, damit du mir's glaubst.«

Die Trudel kicherte.

»Bist doch alleweil der alte Gaukler,« sprach der Schau, sein Kinn auf die Fäuste stützend. »Verdammt! Und was 56 das für ein Blitzdirnlein ist. Husch hinters Licht, Mädel, mir frißt sonst der Neid die Seel ab. Daß du dir so ein altes, ausgegerbtes Leder auflädst wie diesen Lumpen da. Wär ich doch viel schöner. Und ausgeschämt bist du auch schon wie eine Zwiefarbige in der Stadt.«

»So schlechte Ding versteht sie nit,« sagte der Pfeifer, der das Licht wieder hingestellt hatte.

»Aber sonst gar alles schon,« meinte der andere.

»Ist das was Schlechtes?«

»Und du bleibst wohl die Nacht in diesem Gärtlein?«

»Ei! Meinst du, wir machen Wachablösung? Ich hab keine Eil, von dem Posten wegzukommen.«

»Na, dann schöne Nacht und gesegn's euch Gott.«

»Fahr wohl. Rutsch nit aus auf dem Mondschein und fall kein Loch in die Schwärz. Du könntst dir heut was verstauchen.«

Aber dem Schau, wie er sich umkehrte und den Fensterstock losließ, nahm es schon die Füße auf dem glitschigen Stroh. Wie der Blitz fuhr er nieder und krachte unten in den Zaun hinein.

»Höllteufel!« hörte man es aus dem Dunkel fluchen.

Lautes Lachen sprang ihm nach. Dann schloß der Pfeifer den Laden.

Den Jörg Dietz hatte das Ungeziefer aus dem Stroh getrieben. Er stand eben im Garten und kratzte sich. Der Lärm von Schaus überstürzter Abfahrt machte ihn heftig erschrecken.

»Heiliger Jörg!« sprach er zu sich. »Das ist ein Ort! Da reiten die Reiter nächtens auf den Dächern und fallen herunter wie geschossen. Grad ein Heil, wann man nicht dort steht!«

Der Schau rieb sich fluchend die Glieder. Dann ging er in den Garten hinauf, tat ein paar Schritte dem Ausgang zu, besann sich plötzlich, machte kehrt, umschnürte prüfend das Haus, lugte beim Fenster der Wirtsstube und schlich wieder leise zum Stall hinab, dessen Tür er öffnete. Der Jörg hörte drin ein dumpfes Gepolter und das Flattern einer Henne. Eine geraume Weile war alles still. Dann 57 kam der Schau wieder in der Tür zum Vorschein, das Pferd des erschlagenen Kaufmannes am Halfter führend. Jetzt bemerkte er den Jörg, der im Schatten der Mauer stand. Er stutzte und sah scharf hin.

»Ah! Du bist's,« flüsterte er und winkte ihm. Der Schüler trat auf ihn zu. Schau legte den Finger auf die Lippen. »Geh da hinaus zu meinem Schimmel,« sagte er leise. »Es ist doch für was gut, wann man Löcher in die Zäune fällt. Mach erst die Stalltür zu, aber schön still, daß des Absbergers Rosse und die Hennen nit wieder einen Lärm machen. So. Und jetzt halt den Gaul.«

Nun ging er zum niedergebrochenen Zaun, räumte vorsichtig die Trümmer zur Seite, nahm dann dem Jörg das Pferd ab, führte es durch die Öffnung auf die Wiese hinaus und um das Gartengitter herum auf die Straße, wo der Jörg wartete, wie ihm geheißen war. Der Schau gab ihm wieder das Pferd zu halten, band seinen Schimmel los, bestieg ihn und ließ sich von Jörg den Halfterstrick reichen.

»Gute Nacht. Und du hast nichts gesehn,« sprach er halblaut und ritt dem Walde zu.

Der Jörg sah ihm nach, bis die Pferde am Holz verschwanden.

»Großer Gott!« sprach es in ihm. »Welch ein Land! Man geht unschuldig umher und muß unversehens helfen ein geraubtes Roß stehlen.«

Unschlüssig ging er wieder in den Garten zurück. Wenn sie nun kamen und im Stall nachschauten? Und er im Garten? Fort! Aber wohin? Er sehnte sich nach der warmen Stube und fürchtete sich vor den Flöhen, er fürchtete das alte Haus und seine Gäste und noch mehr den Wald. Er war dem Mond dankbar, daß er schien, aber die schwarzen Schattenwinkel hatten hundert Augen der Finsternis, und die Nebel geisterten so ungewiß über den Niederungen.

Die Wirtsstube zu ebener Erde hatte noch Licht. Er machte sich vorsichtig heran und lugte durch einen der Butzen, dem ein Stück ausgefallen war, hinein. Das Herz fiel ihm jäh in die Hose. Da saß der schwarzrote Absberger hinterm Tisch und lehnte den finstern Bart an die Hand. Um ihn standen 58 der Wirt, der Jude, der Reitknecht und die zwei Landstreicher. Auf der Bank lag das Bündel der Kleider des Ermordeten, auf dem Boden der Sattel, auf der Tischplatte ein Haufen Münzen, aus dem sie eben die goldenen, die silbernen und die kupfernen zählend schieden. Beute wurde da geteilt oder Tribut von solcher gegeben und mit gedämpfter Stimme neue Greueltat beraten.

Er trat zurück. Wo doch der Pfeifer steckte? Er hatte ihn in die Kammer neben der Küche gewiesen und war mit der Trudel in die Wirtsstube gegangen, um noch eins zu trinken, wie er sagte. Und er würde gleich nachkommen. In der Kammer lag auf einem Lumpenbündel der Sauhirt und schnarchte und stank. Und das Stroh im andern Winkel lebte von bissigen Tierchen.

Schließlich flüchtete er auf die Wiese hinaus und übers Wehr hinauf. Am Flußufer stand ein Baum, unter ihm bauschte sich ein Haufen alten Laubes. Das Mäntelchen enger um die Schultern ziehend, saß der Jörg da nieder und lehnte den Rücken an den Stamm. Er war so müde, daß er hätt weinen mögen.

Auf dem Fluß lag ein Nebelschwaden. Der zog langsam, hob und ringelte sich. Was stieg, was stand da im glatten Wasser? Ein Stein? Ein geschälter Baumstrunk? Gestalten. Ein Weib, nackt und blaß, mit unterschlagenen Beinen hockend. Und unter ihr wie ein Sockel grünliche Leichname. Ein Mädchen, vornüber hängend, die nassen Haarsträhne aus dem Nacken übers Haupt herunterfließend, die Arme schlaff in die Flut getaucht, und ein Mann mit zurückgebogenem Antlitz, Mund und Augen glasig offen. Das Weib regte sich. Gähnte. Fuhr mit den Fingern durch lange Locken. Der Strom stand. Die Erscheinung zog, rückte heran. Den Jörg würgte die Angst. Der Blutschlag pochte ihm in die Ohren hinauf.

Da krähte verschlafen ein Hahn in der Scheuer hinten. Er fuhr zusammen, riß die Augen auf. Das Gespenst war weg. Der Mond schien ihm mitten ins Gesicht. Die Lichtbahn lag quer überm Fluß. Die kleinen Wasserwirbel und Schaumbläschen durchzogen sie langsam. Ein Wolf heulte drüben im nebelstillen Wald. 59

Ihn fror vor Kälte und Schauder. Es schlug ihm die Zähne aneinander. Er stand auf und trat eilig den Rückzug ins Haus an, ohne sich nach dem Fluß umzusehen.

In der Wirtsstube war's immer noch hell. Er horchte, öffnete leis die Tür und sah des Absbergers Knecht schnarchend auf der Bank liegen, die Hände am Bauch gefaltet, den Mund unter der Stumpfnase offen. Ein unheimlicher Gesell, und doch besser als das Geziefer im Stroh. Und die Stube war warm vom breiten Kachelturm, den das Küchenfeuer mitheizte.

Jörg legte sich auf die andere Bank. Nur schlafen, schlafen! Und wär's, um mit abgeschnittenem Hals aufzuwachen. Das Öllämpchen brannte still und tief. Unzählige Fliegen summelten an der schmutzigen Decke. Platte Schaben liefen über die Dielen.

Jetzt gab ihm plötzlich der Handschlag, mit dem er sich dem von Eberstein verpflichtet, eine gewisse Beruhigung. Das war doch ein Ritter. Und wenn er nur hier wäre! Er sah ihn so deutlich vor sich. Die hohe Gestalt, das kräftige Antlitz mit der knochigen Stirn und den strengen Falten, die starken, goldfarbigen Härchen der Augenbrauen, der helle, ruhige Blick, die kühne, lange Nase, die festen Lippen. Der war wie der Sankt Jörg selber. Er sah ihn stehn im blanken Eisen, den Spieß auf den Drachen zu seinen Füßen gesenkt. Aber der Drache hatte ein Weibergesicht und lächelte ihn an. Es war überhaupt kein Drach, sondern ein Weib in langem, grünem Kleid. Es wand sich am Ritter empor. Der lange Nebukadnezar hob trunken wankend die Hand. Der schwarze Thomas lachte breit. Der Pfeifer klimperte auf der Laute. Die Trudel tanzte. Der Wald wuchs wunderlich in die Höh. Die Mühle grinste, zog sich hoch und immer schmäler auf und ging aus dem Leim. Der Ritter Mangold war nur mehr ein ganz kleines hölzernes Bild, das Jörg in der Hand hielt.

Jetzt kam wer in die Stube. Die Tür ging auf. Der Landsknecht, der Jude und der Böhme traten ein. Mit gräßlichem Blick seines Einangs fragte der Landsknecht: Wo ist das Pferd? Jörg wollte auf und konnte nicht. Der Schlaf 60 lag ihm wie ein zäher, schwerer Nebel auf dem Hirn. Er brachte die Augen nicht auf. Er wälzte sich von der Bank herunter. Konnte nicht stehen. Fiel untern Tisch. Er schrie aus Leibeskräften. Es gab keinen Ton.

Mit einem Ruck erwachte er. Nein. Er lag auf der Bank. Niemand in der Stube außer dem schlafenden Knecht. Das Licht war am Verlöschen. Die Fliegen summelten. Vom Fenster schien es grau her. Draußen im Schuppen krähte ein Hahn und schlug mit den Flügeln.

 

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