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Rheinisches Dichterbuch - Auszug

: Rheinisches Dichterbuch - Auszug - Kapitel 75
Quellenangabe
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typemisc
authorVerschiedene Autoren
titleRheinisches Dichterbuch - Auszug
publisherVerlag von Hoursch u. Bechstedt
editorHeinrich Sarnetzki
year1909
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20120717
projectid7a2c092d
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Friedrich Wiegershaus

Frohe Aussicht

Bald werden wir beisammen sein.
Wenn sich die Sommernächte neigen,
Aus Gärten weiche Düfte steigen,
Führ ich in meine Welt dich ein.

Erstaunen wirst du ob der Pracht.
Der Garten blüht. Wann wirst du kommen?
Die roten Rosen, die erglommen,
Die werden leuchten durch die Nacht.

Ihr süßer Duft bezaubert mich.
Er wird auch dir was Liebes sagen
Und dich in goldne Fernen tragen –
O Lieb, dein Glück erwartet dich!

Geh' nicht aus deiner Heimat fort

Geh' nicht aus deiner Heimat fort,
Denn draußen wird man dich verkennen.
Dort hörst du nicht das Mutterwort,
Und keiner wird dich Bruder nennen.

Hier ist ja alles wohl bestellt –
Was sehnst du dich nach fernen Schätzen?
Es kann doch nichts auf dieser Welt
Der Heimatglocken Klang ersetzen.

Heimatzauber

In versunknen Tiefen klingen
Meiner Heimat Glocken wieder,
Und auf schlummerleisen Schwingen
Wehn herüber alte Lieder.

Und verzaubert muß ich lauschen
Wie in fernen Jugendtagen.
Sanft hör' ich herüberrauschen
Ein verklungnes, altes Sagen. –

In verträumter Abendfeier
Liegt die Heimat mir zu Füßen,
Und aus grauem Nebelschleier
Kommt ein Winken und ein Grüßen.

Ach, dein Zauber, Heimaterde
Hält noch heute mich umsponnen.
Alles, was ich jemals werde,
Hab' ich einst aus dir gewonnen.

 

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