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Rheinisches Dichterbuch - Auszug

: Rheinisches Dichterbuch - Auszug - Kapitel 38
Quellenangabe
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typemisc
authorVerschiedene Autoren
titleRheinisches Dichterbuch - Auszug
publisherVerlag von Hoursch u. Bechstedt
editorHeinrich Sarnetzki
year1909
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20120717
projectid7a2c092d
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Paul Jörg

Marguerites

Viel weiße Blumen steh'n im Felde,
Sie zittern leis' im sanften Wind,
Ich beuge mich zu ihnen nieder
Und pflück' die Blüten wie als Kind.
Dann zupf' ich ihre weißen Blätter,
Sprech' leis: »Sie liebt mich – liebt mich nicht –«
wird es das erste – nick' ich lächelnd,
Und wird's das zweite – glaub ich's nicht.

Karneval

Flatternde Fahnen, Trompetenschall,
Farbige Lappen und Flitter!
Rufen und Schreien im wogenden Schall!
Bettler, Bauern und Ritter,
Narren und Weise im bunten Gemisch!
Ohrenzerreißende Klänge!
Lachende Augen an jedem Tisch!
Wirres, tolles Gedränge!
Faschingstrubel! im ganzen Land
Klingende Narrenschellen!
Sein Narrenschiff steuert im Königsgewand
Prinz Karneval über die Wellen! –

Frau Sehnsucht

Du bist mir wohl ewig zur Seite gegangen,
Du blonde Frau, und ich wußte es nicht!
Betört gab sich zitternd mein Herz dir gefangen
Und flog wie ein Falter ins sengende Licht –
Frau Sehnsucht, du hast mir die Treue gehalten,
Bist mit mir gewandert jahraus – jahrein –
Doch wenn einst die Hände, die müden, erkalten –
Frau Sehnsucht, dann laß mich beim Sterben allein!

 

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