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Rheinisches Dichterbuch - Auszug

: Rheinisches Dichterbuch - Auszug - Kapitel 11
Quellenangabe
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typemisc
authorVerschiedene Autoren
titleRheinisches Dichterbuch - Auszug
publisherVerlag von Hoursch u. Bechstedt
editorHeinrich Sarnetzki
year1909
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20120717
projectid7a2c092d
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August Bungert

Naheweinlied

Ich hab' dich getrunken zur Jugendzeit,
Da hast du mein feuriges Herze erfreut,
Ich werde dich trinken im Alter!
Du bist wie ein schwarzäugig Kreuznacher Kind,
Die Haare stiegen ihm wild im Wind,
Drum gilt dir mein feuriger Psalter.

Und stark bist du wie der Sickinger Franz,
Du reizest zum Kampf und lockest zum Tanz,
Befreiest von Schwäche und Fehle!
In dir ist die Kraft mit Würze vereint,
Bist ritterlich, tapfer und scheust keinen Feind,
Du bist eine echt deutsche Seele.

Natürlich! Kommt so ein fader Wicht,
Dem mundet der rassige Nahewein nicht
Aus Kreuznachs vulkanischen Gauen!
Der geht dir ins Mark, küßt heiß deinen Mund,
Und hält dir den Leib und die Seele gesund,
Drum lieben dich Männer und Frauen!

Deine Seele, die ist wie dem Hutten sein Seel',
Die stammt und begeistert und liegt im Krakehl
Mit allem, was schlecht und verdorben!
Drum her, mein Freund, mit dem feurigen Wein:
»Viel Feind', viel Ehr!« trink aus, schenk ein!
An dem ist noch keiner gestorben!

 

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