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Reisenovellen - Band 2

Heinrich Laube: Reisenovellen - Band 2 - Kapitel 32
Quellenangabe
typenovelette
booktitleReisenovellen - Band 2
authorHeinrich Laube
year1834
publisherVerlag von Otto Wigand
addressLeipzig
titleReisenovellen - Band 2
pages550
created20120503
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Il Campanile.

Es war kaum Tag geworden, da lag ich schon wieder in der Gondel, und ließ mich hinabschaukeln nach Byrons Hause. Unterwegs lockte mich indeß die schöne Kirche della Salute in ihre rothe Morgenfrühe. Sie steht in ihrem schönen einfachen Gewande, ich glaube ein kleines Spiegelbild der Peterskirche, dicht am Bassin. Die Sonne legte sich lächelnd in die rothen Vorhänge der Fenster, und es wogte ein bräutliches Dämmerlicht durch das schöne Haus. Es ist dies einer der wenigen Tempel, wo man mit Freuden an Gott denkt.

Wenn ich meine Landsleute in Teutschland recht kenne, dacht' ich damals, so wird es nicht an solchen fehlen, welche sich bekreuzigen bei deinem Namen. Ich saß wieder vor einem schönen Bilde, und es war mir, als hört' ich von Norden her die besorglichen Worte: Aber was ist denn diesem Menschen 492 heilig. O, du schönes Mädchenauge, in das ich eben blickte, und du morgenrothe Sonne antworte für mich! Das Auge Gottes ist mir heilig, und das Auge Gottes ist groß wie die Welt, und es strahlt mit jenem unendlichen Zauber in jeder kleinen Freude, in jeder poetischen Regung.

Ich war sehr andächtig in der Kirche della Salute.

»Aberst erloben Sie mich, es muß doch Alles een Maaß und Ziel haben« – klang es hinter mir – »det is doch eene unmoralische Relijon mit die nackten Frauenzimmer; und Handel und Wandel leidet och natürlicherweise, wenn det Volk an soliden Wochentagen schon am frühen Morgen in de Kirchen liegt und nichts duht, und das fülle Wasser bei Venedig is doch och een Luxus, und keene Kultur natürlicherweise; denn warum? es können keene Droschken bestehn und keene jute Polizei, nur de kostspieligen Kirchengebäude nehmen det Bischen Platz noch wej, und det Volk sieht aus wie de Intriguants uf ber Königsstadt.«

»Te barbarum praebes« – alleweile sprechen Se wieder preußsch – antwortete eine Tenorstimme.

Süße vaterländische Klänge! Ein malkontenter Berliner Muthwilliger und ein lateinischer Sachse, welche zusammen eine Bildungsreise unternommen hatten, standen hinter mir.

493 Der Berliner schwitzte verdrüßlich, der Sachse war sehr fidel, und erzählte mir, Neapel sei eenzig, und Rom, na Rom! –

Na, du jroßer Jott, fiel der Berliner ein, det können Sie Alles in Berlin viel kommoder haben, et is eene unnatürliche Hitze, und deuer is och Alles, weil det Volk nicht nach Silberjroschen rechnet. –

Ich mußte mit ihnen fahren, Kunstwerke anzusehn, »det kompenirt sich besser,« sagte der Muthwillige von 1813, »und man muß die Jeschichten doch jesehn haben, wenn man eenmal dajewesen ist, man weeß denn in der Resource was zu erzählen.« – –

Hierauf ging's in den großen Kanal – o, wie schlug mein Herz, als die Gondel an Lord Byrons Hause vorüberrauschte. An einem vergitterten Fenster sah ich eine weiße Hand, vielleicht die Hand Venezias, aber der Kahn brauste vorüber, und der fürchterliche Berliner sprach vom Fürsten Blücher, und vom fünften oder von Gott weiß welchem Armeekorps, von den Referendars und von Wisotzky. – Das klingt Alles in Venedig wie der ordinairste Zapfenstreich neben alt romantischer Musik. Ein juter Berliner aus dem Jahre Dreizehn ist außerhalb Berlins ein Malheur; das Wetter mag noch so schön sein, er trägt seine Juchten-Stiefeln, das heißt: er spricht von den Preußen, er übersetzt erst Alles in's Preußische. Der lateinische Sachse erzählte von ihm, 494 daß er in Neapel nur einmal vergnügt gewesen sei, als er die Lazaronis gesehen, da habe er entzückt ausgerufen: »Jott sei Dank, hier giebt's och Eckenstehers, Schade man, daß de Kultur noch so zurück is, und se keene Nummern haben, hier könnte man die Nummer zweeunzwanzig unterbringen, die in Berlin keener mehr nimmt, seit der Nante mit Nummer zweeunzwanzig ufjekommen is – 's wär' doch schade um diese ganz anjenehme Nummer, wenn sie man so brache liegen müßte«.

An jenem Tage wurde ich genöthigt, fortwährend zu jenießen, wie es der Muthwillige nannte. Von Manfrinis ging's zu Pesanis, und dann in die Napoleonische Tabagie – so nannte er die Gärten, welche der Kaiser angelegt hat. Zu dem Ende ist ein ganzer Kanal ausgefüllt, und man tritt mit Erstaunen auf eine breite Straße, auf einen jener kecken Kaisergedanken, die auch die Elemente wie Unterthanen behandelten, und kommt von da in Gartenanlagen.

»Was ist das jejen den Dierjarten,« sagte der Berliner lächelnd, »überhaupt, dieser Napoleon! Wir hatten uns man zu lange den Spaß jefallen lassen, ick habe mir immer jewundert, daß der alte Blücher nicht früher seinen ordentlichen Baß loslegte.« – –

Die Berliner Manfrinis und Pesanis sind die berühmten Palläste der Manfrini und Pesani, welche 495 treffliche Kunstsammlungen enthalten. Ich erinnere mich aus dem Berliner Getümmel, welches dieser einzige Muthwillige machte, nur eines gefährlich schönen Weibes von Giorgione und des Ariostschen Kopfes von Tizian. Giorgione und Tizian sind die venetianischen Dioskuren der Malerei; jener war der Meister, dieser der Schüler. Aber das blühende Fleisch Tizians hat diesen noch berühmter werden lassen, und vor einigen Jahren kannten unsre undankbaren Conversationslexica nicht einmal den Namen Giorgione. Giorgione ist aber ein sehr rühmenswerther Maler, die Sinnlichkeit seiner Köpfe ist geistreich, und seine Zeichnung ist fast überall besser als die seines Schülers.

Titiano Vercelli überwältigt durch die Schönheit seines Materialismus, durch sein verführerisches Fleisch und Blut. Er ist einer der glücklichsten Maler gewesen, und mehr denn 90 Jahre alt geworden, dieser Alpensohn aus dem Friaul. Zu Ferrara hat er mit Ariosto muntre Tage verlebt, als er auf seinen großen Portraitreisen auch in der Romagna einsprach, und daher stammt das schöne Bild Lodovicos. Es hat nicht leicht ein Künstler jenes romantische Zeitalter der Kunst so mit vollen Zügen genossen wie dieser venetianische Maler Tiziano. Alle berühmten Köpfe des damaligen Europa waren ihm unterthan, er hat die ganze Historie jener Tage portraitirt. 496 Obenan den großen Kaiser Karl, den man den fünften nennt, und welcher der Gewaltige heißen sollte.

Er fiel mitten in jene Zeit, wo die Kunst die Religion der Bildung war, und die Venetianer verehrten seine Bilder wie Heiligthümer. Man erzählt, daß eine verarmte Familie nichts mehr besaß als den letzten Juwelenschmuck und ein Bild von Tizian, und daß sie die letzten Juwelen verkaufte, um das Bild den Nachkommen zu sichern.

Damals ist auch in Teutschland das Wort Bildung entstanden aus den Bildern.

In der prächtigen Kirche Santa Maria dei Frari ist Titians Grab unter einem einfachen Steine. Als er starb, beschäftigte die Pest in Venedig alle Herzen und Hände, und man konnte dem Meister in Eile nicht mehr anthun, als ihn in jene prachtvolle Kirche legen. Jetzt hat Canova ein Denkmal für ihn gearbeitet, und Europa hat's bezahlt. Canova hat zu viel kleine Postpapiergedanken gehabt, und die stolzen Pesari mit ihren kolossalen Monumenten daneben sehen stolz auf ihn herab. Eine venetianische Familie neben den Beiträgen Europas. Man muß nie vergessen, daß der Stolz und die Liebe die größten Dinge machen. –

– Es war später Nachmittag geworden, und ich fand Sinn und Auge erst wieder oben auf dem Campanile, welchen Manche Markusthurm nennen. 497 Der Berliner puhstete – Jott wat kostet das Vergnügen für Unannehmlichketen! – Noch eh ich mich umsehen konnte, faßte er mich beim Arme und sprach: Apropos, eenen Moment, bevor wir uns hier zerstreuen. Ich liebe die Ordnung, und een ufjeräumtes Zimmer – wat sagen Se zu den korinthischen Pferden? Sie kennen de Siejesjöttin uf'm Brannenburjer Dohre – na, wat sajen Se – nu, habe ick nich Recht: een Berliner braucht keen Postjeld auszugeben. Die Linden, det is de Natur, de noble Natur, der Dierjarten des is de andre Natur, und das Brannenburjer Dohr, det is de Kunst – was, hab' ick nich Recht, Landsmann! Korinthisch, korinthisch! was sie damit sagen wollen, det is so eene blaue Renommage – lächerlich, höchst lächerlich mit dem Korinthisch. Des Korinthische is och in Berlin nich deuer – Jott, de Uffchneiderei, wenn's nur man keene Uffchneiderei jäbe. –

Die Glocken fingen ihr donnerndes Gebrumm an, und erlös'ten mich, der Wind erhob sich, die Reisemütze des Berliners flog hinab nach dem Marcusplatze und seine Verzweiflung konnte sich wegen der betäubenden Glocke über unsern Köpfen nur pantomimisch äußern.

Aber man kennt Venedig nicht, wenn man nicht auf dem Campanile war – hier ist das Register des großen Meeresbuchs. Wie Kriegesschaaren von 498 ihrem Feinde, dem Meere gedrängt, stürzen sich die Häuser zusammen. Padua steht hinten auf, und von den andern Seiten eilt die Adria in hohen Wogen herbei. Der Wind flog wie ein übermüthiger Bube draußen im Meere umher, ich sah zum ersten Male einen Sturm. Die tollen Beschreibungen der Romantiker, welche ich immer kopfschüttelnd gelesen hatte, waren vor meinen Augen, wie die Berge wälzten sich die Wogen herein nach dem dunkeln Hafen, eine falbe Wolke flog vor die Sonne, die Glocke donnerte unausgesetzt, meine Nerven bebten und ich schrie aus Leibeskräften, die Republik sei in Gefahr.

Kein Mensch hörte mich, unten auf dem Marcus gingen die Menschen still und friedlich spazieren.

»Det sind unanjenehme Affekte,« sagte der Berliner, als er sich unten eine neue Mütze gekauft hatte. Aber trotz dem mußten wir ihm noch in's Arsenal folgen. Mit beispielloser Gefälligkeit führte uns ein österreichischer Offizier umher. Man findet nirgends eine so scharmante, humane Dummheit als in Oesterreich. Die Beschränktheit ist da so naiv, ja man möchte sagen, so liebenswürdig, daß man ihr nicht bös' werden kann. Die österreichische Beschränktheit ist sogar immer bereit, zu lernen und sich zu erweitern, der ächte Oesterreicher ist so durchdrungen von seiner Einfalt, daß man ihr nimmer bös' werden kann. Der Preuße geberdet sich so überaus 499 verständig, daß man ihm aus dem Wege geht, der Oesterreicher ist bescheiden, auch wenn er den in Rede stehenden Gegenstand genau kennt und weiß, der Preuße ist unverschämt auch wenn er nichts davon weiß.

So stand der Berliner neben dem österreichischen Officier, welcher uns im Arsenal herumführte. Der Officier war seit seinem sechzehnten Jahre Unterlieutenant, und das war über ein Jünglingsalter her, aber er war doch sehr zufrieden mit seiner Karriere. Ich habe mit Erstaunen diesen Mann betrachtet. Uebrigens darf man hieraus keinen voreiligen Schluß auf das österreichische Officierkorps im Allgemeinen machen. Ich habe an vielen Orten Leute aus seiner Mitte kennen gelernt, ich bin mit ihnen über die Gebirge gefahren, wo man von dem einsamen Adler kein Geheimniß hat; sie kennen die Bewegungen der Welt, sie studiren den Krieg, sie sind nicht nur humaner dumm, sondern auch humaner klug als viele andere Truppen Europas. Alle indessen, die Dummen und die Klugen, stimmen darin überein, daß die österreichischen Soldaten wiederum bewußtlos wie eine Mauer stehen würden, es möge einem rothen oder einem schwarzen Feinde gelten.

Aus dem venetianischen Arsenale wird nicht viel Tapferkeit hervorgehen, es ist ein zwar endlos großes, aber leeres unmächtiges Ding. Schrecken und 500 Krieg macht munter, ich wurde schläfrig und langweilig unter jenen kriegerischen Umgebungen. Der kleine Bucintoro wird wie ein Aff gewiesen, und sie arbeiten hie und da an Schiffen; ich glaube aber, es wird nie ein's fertig. Linienschiffe dürfen sie nicht bauen. Das Interessanteste waren mir die Waffen der letzten Romagnolen, welche unter Zucchi nach der Juliusrevolution einen Aufstand versuchten. Die neuen Italiener stehen in dem Rufe, gut laufen zu können, und jene Vorfälle haben sie um den letzten Rest von Kriegsvertrauen gebracht. Sogar die bescheidnen Oesterreicher erlaubten sich's, witzig zu sein, als sie zu ihrer Bekämpfung auszogen, und riefen den besorgten Zurückbleibenden zu: Wir ziehen ja in's Land der Feigen! Ich wiederhole es, daß auch ich sie für eine depravirte Nation erachte, aber über die Action der Zucchianer bin ich etwas andrer Meinung geworden, als ich ihre Waffen im Arsenal zu Venedig sah, und die Erklärung des Unterlieutenants hörte.

Klein und groß lagen sie durcheinander, wie sie ihnen im Augenblick der Noth in die Hände gefallen waren. Der größte Theil war altes verrostetes Geräth, wie es in den Winkeln unsrer Bodenkammern zu finden ist, und zerschlagne Vogelflinten, zerbrochne alte Haudegen und Messer erzählten mehr von einem verzweifelten Handgemenge, als voreiliger 501 Flucht. Dieser Triumph im Arsenal sah eher darnach aus, als hätten sich die Leute mit leeren Händen geschlagen, und als sei mehr ihre Anzahl als Tapferkeit jämmerlich gewesen. Mit großer Unschuld zeigte man uns rohe, ungeschlachte Piken, welche in aller Eil zu Rimini gemacht worden waren, um das Volk zu bewehren, und fand nichts daran als soldatische Unkultur. Hinter diesen volkssouverainen Piken lag aber mehr, als ich in Italien erwartet hatte.

Zucchi ward bekanntlich aus dem Meere von einem Landsmanne gefangen, und der ungestüme Greis von 76 Jahren harrt jetzt auf der Festung seines Todes. Den Namen seines wackern Landsmanns hab' ich nicht aufgeschrieben.

Italien und Teutschland sind Genitivstaaten Europas, sie sind wie der Anfang eines Wortes, und ihre Revolutionen werden nur in Paris gemacht, vor den Tuilerien und in den Tuilerien. Ludwig Philipp war für die revolutionairen Parteien beider Länder eine größere Niederlage als die Treffen bei Forli und in den Straßen von Frankfurt.

Im Hafen von Venedig liegt eine österreichische Fregatte, das Wachtschiff, der italienisch-österreichische Beobachter. Er spricht alle Tage nur ein Wort, des Abends um halb Neun lös't er einen donnernden Kanonenschuß, und der ganze Norden von 502 Italien muß diese Sprache verstehen. So lange man darauf keine passende Antwort weiß, so lange wird die Ordnung von 1813 nicht gestört werden. –

Jott – sagte der Berliner, als wir auf dem Marcus ankamen – det war een lehrreicher Amüsementsdag, aber och des Verjnigen wird eenem sauer. Was duh ich mit der Jeschichte! Es is war, de Jeschichte is nitzlich, det sehen wer an de Jeschichte von Friedrich dem Jroßen un an de Jeschichte von de Pompadours, wo die Damens den Kuchen rinner steckten – aber de Jeschichte bleibt doch immer bloß eene Jeschichte, was man so sajt, eene Wissenschaft, eene Idee – eene, nu ja, eene Idee; – sehn Se, für de Begebenheten un Ideen hier uf'm Marcus, jiebt mich, soll mir Jott strafen, keen vernünftiger Berliner etwas Warmes in'n Leib, und wenn ick daran denke, denn bin ick gleich wieder unjlücklich. Wahrhaf'tgen Jott, ich bin een ehrlicher Mann un een Patriot obendrin, aber des italienische Fressen ruinirt mir. Jotte, Jotte, nich eene Karbonade, eene unschuldige Karbonade können se machen ohne det jottvergessene Bohmöhl, et grault mir im Magen, wenn ick man dran denke – und nun kompensiren Se, Herr Landsmann, wat duh ick mit der Jeschichte? –

Ich weiß selbst nicht, wie ich eigentlich das Zeug gehört hatte, denn die Dame mit dem schönen 503 Nacken saß wieder vor mir. Heut trug sie ein grauseidnes Kleid, und ihr schönes Fleisch war sonntäglicher, menschenfreundlicher denn je. Der Berliner meinte, es sei ein Vorurtheil, das Jesicht nicht anzusehn, und trat die dazu nöthige Bewegung an. Ich sprang auch hinzu, um seine Beschreibung zu vermeiden. Da kam der Archivarius hastig, und theilte uns mit, daß der Vapore heut Abend abgehe, der Wind habe sich gelegt, wir hätten die größte Eile.

Der Archivarius war sehr blaß in Venedig, er war auf süße Geschichtquellen gestoßen: in einer kleinen Straße hatte er eine ungebundne Livia, die jüngste Ausgabe des Livius gefunden, und Tag und Nacht hatte er studirt; davon war er so blaß. Er sagte, es sei jener Schatz aus Fez, welchen ein Doktor aus Leipzig schon Jahrelang suche, und diese Livia gleiche auf's Haar einem barbarischen Racegaule mit blitzenden Augen und verlangenden Nüstern, sie sei mehr werth als alle Philologie, selbst die Partikeln nicht ausgenommen, deren Studium des Mannes Energie erwecke. Kurz, der Archivarius war ganz besessen und umgetauscht, und er reiste nur fort, weil ihn das Studium zu blaß machte, und weil er sonst nicht fortkäme. –

Jetzt trachtete ich lebhaftest, meine Dame mit dem schönen Nacken zu erblicken – da erhob sie sich 504 und ging von dannen, ich wollte ihr nach, der Berliner Muthwillige umklammerte mich. »Herr Landsmann – rief er – keene Leidenschaft, det Dampfboot wartet nich, jeben Sie sich keene Blöße!«

Da verschwand sie im Getümmel, und sie hatte vielleicht das schönste Gesicht in der Welt! – 505

 


 

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